Der Zirkusbär
Es war einmal ein Zirkusbär.
Sein Zuhause bestand aus einem kleinen Käfig. Er war bereits in einem solchen Käfig geboren worden und verbrachte seine Freizeit damit, in diesem Käfig zehn Schritt vorwärts zu machen und wieder zehn Schritte rückwärts.
Irgendwann beschloss der Zirkusdirektor, den Zirkus aufzugeben, da er nur noch Verluste machte. Er fuhr mit den Bären in den Wald, stellt den Käfig ab und öffnete die Tür, bevor er abfuhr.
Der Bär steckte die Nase aus der offenen Käfigtür. Nun stand ihm die Welt offen für ein Leben als ein freier Bär.
Der Bär sprang aus dem Käfig. Er stapfte einen Schritt vorwärts, vier, sechs, acht, neun… Aber nach dem zehnten Schritt ging der Bär wieder zehn Schritte rückwärts…
nach Bert Hellinger




Dankeschön, passt auch dieses Jahr, könnte nicht besser gesagt werden....

Das war im Mai.
Da hoffe ich mal, jetzt, wo es sogar schneit (!), dass der Bär den nötigen Mut bekommen hat für die für ihh richtige Entscheidung. Nur, wenn das Ganze in Bayern gespielt haben sollte, könnte ich ihm auch nicht sagen, welches der beste Weg für ihn gewesen wäre…..
@Tekima
Kann so ein Bär es noch lernen, Entscheidungen zu treffen? Gibt es Bären-Therapeuten ?
Also, du kannst ja Fragen stellen…
Denke mal, zum Lernen ist es nie zu spät und für eine Therapie auch nicht.
Der Bär hat es insofern gut, dass er nicht grübeln kann und zweifeln und sich gruseln. Er lässt sich auf das Leben ein, wie es gerade kommt und vielleicht gefällt ihm ja nach anfänglicher Scheu die Freiheit, mal vorausgesetzt, er findet dort auch Bedingungen zum Überleben vor.