Vorhang auf! Gute Unterhaltung bei Miki!

Monat: Februar 2016

Sag ick doch!

Da gibt’s noch Kuriositäten!

Da bin ich Dreidreivierteljahr in einer Firma und zum 4. Geburtstag innerhalb dieses Dientsverhältnisses bekomme ich das erste Mal eine Geburtstagskarte. Vom Geschäftsführer. Handgeschrieben. Fünf Tage nach meiner Kündigung. Kurios.

Morgen Meeting. Leider wurde ich nicht ausgeladen. Und freigestellt generell schon gar nicht. Unprofessionell. Nicht unerwartet.

Ich gehe. Alles gut.

alles Gute

Und tschüss!

mikicoolFür den Ahnungslosen habe ich meinen Coup ziemlich unsichtbar organisiert.

Ich hatte vor … oder seit… einem Jahr schon „geübt“, da hat das alles noch nicht so geklappt.

So habe ich in der (ungeliebten, weil festgezurrten) Urlaubsplanung mir schon strategisch günstig vereinzelte Urlaubstage genehmigen lassen. Da war ich durchaus lernfähig, vor einem Jahr musste ich mir deshalb immer was ausdenken, um plötzlich frei zu bekommen und verplante Urlaubstage umzusetzen.
Nun war es so weit, eine (interessante) Firma ist auf mich zugekommen, ob ich Interesse an einem Job hätte… ich kann allen Suchenden wärmstens ein (gut gepflegtes) Xing-Profil empfehlen…
Ok., war schon mal sehenswert, also ein Telefonat. Dann ein Lebenslauf. Und schon bald ein Terminvorschlag. Den habe ich mal ganz locker abgewählt, erst nach Thüringen fahren, um „nur“ den Recruiter zu treffen…sooo viele Urlaubstage hab ich doch nicht in Reserve. Ok., sie blieben dran, hab ich einen (Wunsch-)Termin vor Ort bekommen. Dort ist die Firma nun mal ansässig…

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Gucky hat gesagt….

Ich mache jetzt etwas, was „man“ vielleicht nicht macht? Oder doch?

Gucky ist tot. Gestorben im Juli 2015.

Am 16.Mai 2015 hat er einen Artikel veröffentlicht, der fast wie ein Abschied klingt.

Sein Blog ist offline, daran wird sich wohl nichts mehr ändern, so möchte ich den aus dem Feed kopierten Artikel hier veröffentlichen.

Ich denke, Gucky hat nichts dagegen …..  und so bleiben noch ein paar seiner letzten Gedanken erhalten…uns…

 

 

gucky.avatarTitel: Glück gehabt

So kurz vor dem Ende seines Leben macht man gerne mal einen Rückblick auf sein Leben.
Das mit dem Ende ist nicht dringlich gemeint. Es können noch 5, 10 oder gar 20 Jahre sein die ich euch auf den Sack gehe…
Wenn ich nicht noch so eine blöde Krankheit (COPD) bekommen hätte  könnte ich mein Alter genießen.

Mein Leben hatte viele Höhen und Tiefen, glückliche und traurige Momente: Wie wohl bei jedem…
Manchmal war das Essen knapp. Ich kann aber nicht direkt sagen, dass ich Hunger gelitten hätte:
Mal habe ich einen dicken Mercedes oder BMW gefahren, mal einen billig erstandenen gebrauchten Mazda,

Zu der Zeit mit dem Mazda gibt es eine kleine Anekdote:
In der Zeit war ich aktiv mit CB-Funk. Da wir dann irgendwo standen – auf einem Berg meistens – konnte man den Leuten am Funk ausserhalb des engeren Kreises ja die dollsten Dönnekes erzählen:
So erzählte ich einer jungen Dame mal im Brustton der Überzeugung, ich würde ein ganz dolles Auto fahren. Angestachelt von den Kumpels “bekam” der Mazda noch einen goldenen Tankdeckel. Er hatte zwar einen Tankdeckel, aber die Klappe darüber fehlte. Das war der Grund weswegen wir überhaupt auf den Tankdeckel kamen….
Ich hatte den Eindruck – der später bestätigt wurde als ich die junge Dame “per Sicht” kennen lernte – dass sie das geglaubt hat und erschüttert war als sie sah, was für eine “Möhre” ich tatsächlich hatte…

Naja…. das waren so kleine lustige Episoden.

Heute kriege ich eine kleine Rente die mit Grundsicherung aufgestockt wird.
Meine Schwester hat mir freundlicherweise ein Quad zur Verfügung gestellt (schon länger her).
Aber mit dem komme ich wenigstens so ein bisschen raus und rum.

Was ich eigentlich sagen wollte: bei allem war mir so widerfahren ist, Gutes und nicht so Gutes, bin ich froh, dass ich im Frieden groß und alt geworden bin.
Ich bin nach dem II. Weltkrieg geboren und bisher war alles ruhig. Obwohl es einige bedrohliche Situationen gegeben hat. Und auch schöne Situationen.
Das war, als Deutschland wieder eins wurde. Ohne dass ein Schuss gefallen ist und ohne dass es Tote gegeben hat. DAS war für mich so bewegend, dass ich zu dem Zeitpunkt Tränen in den Augen hatte als ich das im Fernsehen sah:
Ich war ja ein paar Jahre in Berlin und habe die bedrückenden Situation der Teilung hautnah miterlebt.

Vor einiger Zeit hatte ich Gelegenheit mit einem Lastwagen mitzufahren und dabei kamen wir auch an den ehemaligen Grenzanlagen vorbei:
Die sind teilweise aus Denkmalsgründen noch vorhanden.
Aber was habe ich dort oft gestanden mit einem schlechten Gefühl während die DDR-Grenzsoldaten das Auto filzten.  Ich hatte zwar nix zu verbergen und meine Papieren waren auch in Ordnung. Trotzdem !

Wart ihr so im Rückblick mit eurem Leben zufrieden ?

 

Wenn jemand antworten will, so antwortet Gucky …. und nicht mir… ich trau dem Fuchs zu, dass er das lesen kann  ;)

So war das nicht gedacht…

…ich wollte schöne Dinge bloggen und nicht was trauriges…. aber das Leben ist halt so.

Hab heute erst erfahren: Gucky ist tot.

Winke, winke, lieber Gucky, treuer Kommentator, Leser, Blogger-Freund… ich kann nicht mal deine letzten Beiträge verlinken, dein Blog bringt nur noch eine Fehler-Seite. Bin traurig und fühle mich schlecht, weil „es“ schon im Juli passiert ist und ich es heute erst „gemerkt“ habe.

Gut, dass eine in den Twitter-Wald gerufene Frage auch Antworten bringt, denn da – und anderswo- seid ihr alle…. Danke Andi!

Danke, lieber Gucky, für unzählige Kommentare hier, den ersten am 14.07.2010, den letzten am 12.06.2015.

R.I.P. Gucky und etwas habe ich noch von dir gefunden, was es so gut darstellt… hoffentlich bleibt das noch eine Weile…so bist du noch nicht ganz fort ….

Und hier deine beiden letzten Tweets…

Gucky2

 

Gucky

 

Ich finde, die Blogs sollten bleiben, dann eben länger als die Blogger selbst…denke da grad an Frau Krötengrün…

Gucky’s Kerze

Bis dann

eure Miki