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  1. Teure Freundin

    August 25, 2010
    By Miki in nachdenkliches, persönliches

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, meine liebe Freundin. Ich wünsche dir alles Gute.

    Wie abgedroschen das klingt. Und Freundin? Ja. Beste Freundin. Lange her, dass wir “es” gelebt haben.
    Aber auch wenn das Leben einen voneinander entfernt, das kann uns niemand mehr nehmen.

    Gemeinsam durch die Schule gequält ;) , Spass gehabt, Pioniernachmittage erfunden, um auf den Weihnachtsmarkt fahren zu können, Entschuldigungen gefälscht, Schule geschwänzt (um Monopoly zu spielen, ein geborgtes Spiel = Goldstaub!). Sogar mal beim Arzt simuliert zwecks Sportbefreiung (Sch… Sportfest!). Ich war besser dran, war zuerst beim Doc drin, mir hat er den Kellersturz noch geglaubt. Du hast einen Fahrrad-Stunt draus gemacht und nur 3 Tage Sportbefreiung bekommen. Na und? Haste vor die “3″ ‘ne “2″ gepinselt, also befreit vom 1.6. bis 23.6. Grmppfff. Nun eine Woche länger als ich :alien: .

    Warum zähle ich diese Dinge auf? Weil sie nicht so langweilig waren wie die normale Schule eben. Wir sind ja fast immer hingegangen, haben eben dort unseren Blödsinn gemacht. Sich nach der Schule zu trennen bedeutete über viele Jahre (!) sich an dem Tag nicht mehr zu sehen, da unsere Eltern uns die Freundschaft verboten hatten. (Ich bin für einen Kinder-bekommen-dürfen-Führerschein! :awink: )

    Wir wollten nie heiraten und nie Kinder haben. Ich habe mit 18 diesen Pakt gebrochen. Ich verheiratet und Kind und du bist zur See gefahren. Aber nie ganz aus den Augen verloren.

    Danach spielte das Schicksal eine gute Rolle. Ich wohnte im selben Nest wie du. Gut, in Berlin, aber ohne Absprache zwei Querstraßen voneinander entfernt zu wohnen (am anderen Ende der Stadt vom Ursprungsnest) das war toll!

    Wir sind beide dort weggezogen und hatten bis auf Telefonate ca. 10 Jahre keinen Kontakt. Wo ist nur die Zeit geblieben?

    2008 endlich waren wir wirklich verabredet. Du wohnst nun bei Berlin und ich bin zu dir gefahren.

    Ich komme normal gestylt, hab lange nachgedacht, was ist normal? Weiße Jeans, grünes Shirt, bequeme Schuhe, geschminkt wie immer…. Und du? Hast mich eingeladen und kommst im Holzfäller-Look. Du, die turmhohe Absätze früher getragen hat und meterlange (echte) lackierte Fingernägel hatte. Die Augen wie eine Raubkatze betont hast. Voll die Madame. Und nun? Bäuerin.

    Das war mir echt egal, hat mich nur überrascht. Aber du hast über die Zeit 4(?) Bier getrunken, nichts gegessen. (Ich natürlich auch nicht! :whaaa: ) Als ich versucht habe, dich zu einer Fahrt (mit meinem Auto) in unsere alte Heimat zu überreden, (hab dich zum Essen eingeladen, denn ICH ernähre mich nicht nur flüssig) bist du fast panisch geworden. Warum?

    Erzählst, dein Freund hat nun endlich (!) die Papiere geschickt, damit du das Aufgebot bestellen kannst. Du musstest lange drum bitten. Willst abgesichert sein. Eine Ehe hast du schon hinter dir. Abgesichert? Männer sind Jäger! Beute in den Vorratsraum und weiter! Du willst in den Vorratsraum? Ich nicht. Ich bleibe jetzt Beute. Muss er immer rennen. Hält fit.

    Ich hab hungrig und verunsichert dein Häuschen verlassen. Aber auf einem Bierdeckel hatte ich deine ICQ Nummer. Hab dich hinzugefügt und geschrieben, dass ich gut nach hause gekommen bin. Keine Antwort. Aller paar Tage hab ich mal was “gesagt”. Keine Antwort. Hast du NOCH deutlicher gesehen, dass GAR NICHTS geht im Augenblick? Ich hab dann auch aufgehört.

    Ich weiß, du liest hier nicht mit. Aber ich hoffe, dass es dir gut geht.

    Vielleicht schwimmen wir in diesem Leben ja doch wieder einmal im gleichen Gewässer. Und begegnen uns.

    Alles Gute zum Geburtstag.

    Ich hoffe, es geht dir gut.

    Deine Ina

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  2. By Miki in gedankliches, gefundenes, nachdenkliches, unterhaltsames

    Ein furchtbarer Sturm kam auf. Der Orkan tobte. Das Meer wurde aufgewühlt und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut und schäumend am Strand.
    Nachdem das Unwetter langsam nachließ, klarte der Himmel wieder auf. Am Strand lagen aber unzählige Seesterne, die von der Strömung an den Strand gespült worden waren.

    Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer. Da kam ein alter Mann vorbei.
    Er ging zu dem Jungen und sagte: “Du dummer Bengel! Was du da machst ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Die kannst du niemals alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert nicht das Geringste!”

    Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an. Dann ging er zu dem nächsten Seestern, hob ihn behutsam vom Boden auf und warf ihn ins Meer.
    Zu dem Mann sagte er: “Für IHN ändert sich ALLES”.

    °

    aus: Porter, Patrick: Entdecke dein Gehirn

    bearbeitet und gekürzt


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  3. aussteigen

    Juni 23, 2010
    By Miki in nachdenkliches, persönliches

    Endstation.
    Alles aussteigen.
    Umsteigen? Weiterfahren?
    Hier bleiben?

    Zurück?
    Was ist zurück?
    Die Fahrt ging durch’s Nirgendwo.
    Und endete Irgendwo.

    Gibt es einen Anschlusszug?
    Warten ohne Fahrplan?
    Oder laufen?
    Oder einfach verschnaufen?

    Miki

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  4. By Miki in gefundenes, informatives, nachdenkliches, trauriges, wichtiges

    Wieviel Sinn ein Aufruf bei Miki dazu macht sei dahingestellt, getreu dem Motto “Versuch macht klug” hier ein Link zu Nine’s MaunzBlog und dem erschütternden Bericht über die tapfere Katzen- Lady Tigerin.

    Ich wünsche der Katze viel Glück bei der Suche nach ihrem Mensch und einem schönen Zuhause, wo sie dann auch bleiben kann. Mögen ihr weitere Begegnungen mit oberflächlichen, ignoranten und verantwortungslosen Menschen erspart bleiben.

    Vielleicht ist der eine oder andere Leser hier bereit, das Problem weiter bekannt zu machen oder kennt genau DEN Mensch, auf den die Tigerin wartet und wofür es sich gelohnt hat, ums Überleben zu kämpfen. (Ich kann mir auch gut einen Mensch mit Handicap vorstellen….)

    Viel Glück Tigerin und danke an euch!

    :eyes:

    Ergänzung: hier geht es zum Ursprungs- Blog- Artikel und unten rechts in der Sidbar (dort) gibt es einen Flyer (PDF), den man sich herunterladen und dann ausdrucken und verteilen kann….

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  5. Stier”kampf”

    Mai 21, 2010
    By Miki in bebildertes, gefundenes, informatives, nachdenkliches

    Ha, ha! Kampf! :whaaa: :grrr: :ko:

    Nur dass bei einem “Kampf” beide Gegner eine Chance haben sollten! :what:

    Ich hab hier schon einmal darüber geschrieben. Da ging’s dem Torero an die Eier! :D

    Und heute hab ich wieder etwas gefunden, was mehr nach meinem Geschmack ist… gemessen an dem Leid, was unzählig vielen Stieren zugefügt wird nur eine kleine Rache, aber immerhin…..

    Julio Aparicio wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht, wo eine Notoperation vorgenommen wurde. Ich persönlich hoffe, er sucht sich anschließend eine vernünftige Arbeit und lässt gefälligst unschuldige (S)Tiere in Ruhe! Saublöde, völlig überholte Tradition! Tierquälerei! Männerprotzerei! Unfairer Schwachsinn!!

    Und eure Meinung?

    (hier gehts zum Beitrag im Spiegel online dazu)

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  6. Hilfe!

    März 25, 2010
    By Miki in aktuelles, bescheuertes, gelebtes, informatives, nachdenkliches, persönliches, wichtiges, ärgerliches

    Ich habe bei Magrat heute einen Artikel entdeckt, gleiches Thema, andere Stelle.

    Und nun möchte auch ich euch bitten, eine Petition mitzuzeichnen!

    Der Gemeinsame Bundesausschuss möchte die Verordnungsfähigkeit (und damit Erstattungsfähigkeit) von kurzwirksamen Insulinanaloga (Novorapid, Humalog, Apidra) einschränken.

    Analog-Insuline, die es seit rund zehn Jahren gibt, ähneln dem Humaninsulin vom Aufbau her; von den Aminosäuren des Humaninsulins wurden einige verändert. Erfolg der Abweichungen ist eine veränderte Pharmakokinetik, das heißt, Analog-Insuline wirken schneller in der Zelle und können deshalb besser an die Lebens- und Essweise des Patienten angepasst werden. Dies erscheint vielen Patienten als Gewinn an Lebensqualität, da sie nach Schulung beispielsweise zu unterschiedlichen Zeiten essen und den Blutzucker selbständig regulieren können.

    Ein wissenschaftliches Gutachten für den Gemeinsamen Bundesausschuss sieht jedoch keinen Vorteil gegenüber Humaninsulin und hält Analog-Insuline für eine sogenannte “Schein-Innovation”.  (Quelle: Landesärztekammer Baden-Würtemberg)

    Schein- Innovation! Na vielen Dank auch! :grrr:

    Ich bin seit ca. 23 Jahren süß. Was das zu DDR-Zeiten bedeutet hat und um wieviel besser die Möglichkeiten nach der Wende sofort (für mich)  waren möchte ich hier nicht weiter ausführen. Und die Forschung und Technik macht weitere Fortschritte, die das Leben einfach leichter machen. Immerhin muss man Tag und Nacht eine für die meisten selbstverständlich funktionierende Körperfunktion ersetzen. Und zwar möglichst gut, um ohne Folgeschäden durch’s Leben zu kommen.

    Inzwischen trage ich schon 14 Jahre eine Insulinpumpe.

    Jetzt zum eigentlichen Thema. Als ich noch “normales” Insulin verwendet habe, musste ich (wenn es ging) eine halbe Stunde vor dem Essen “spritzen” (wenn man eine Pumpe trägt, dann nur Knöpfchen drücken). Nun kann aber sein, dass man in einer Gaststätte sitzt, das und das bestellt hat und denkt, man würde das Essen in einer halben Stunde spätestens bekommen. Wenn es dann länger dauert, hat man das Problem, dass das Insulin schon wirkt, der Zucker sinkt und das rettende Futter ist noch nicht da. Oder (auch schon da gewesen) die Portion ist viel kleiner! Verschätzt! Schnell irgendwas zuckriges nachladen! Wenn man das ein paarmal erlebt hat, macht man folgendes: warten, Essen angucken, BE schätzen, rechnen, Knopf drücken, essen. Mit normalem Insulin, wo die Wirkung erst nach ca. einer halben Stunde einsetzt bedeutet das nach jeder Mahlzeit zu hohe BZ-Werte. (Das jeden Tag einmal täglich, 7x wöchentlich, 365x jährlich…die armen Blutgefäße…wieviel Jahre geht das gut?) Bei Analoginsulin ist das in Ordnung. Das Insulin wirkt so schnell, dass man sofort essen kann.

    Anderes Beispiel, auch aus anderen Gründen kann der Zucker nach oben abrauschen (krank, Nadel verstopft, verschätzt, verarscht <wie oft hab ich statt Cola light schon Zuckerbrühe bekommen… :grrr: >  und wenn man nun so einen hohen Wert kassiert und dann mit Analog-Insulin nachlegen kann, ist die Regulierung nach einer halben Stunde passiert. Bei Normal-Insulin dauert das bis zu drei Stunden.

    Noch ein Beispiel. Normal-Insulin wirkt ca. 3 Stunden. (Eigentlich länger, aber die Wirkung wird immer schwächer und variiert auch zwischen den einzelnen Präparaten). Will ich jetzt auf einmal Sport machen (Beispiel Urlaub, Fun-Sport, Wildwasserfahrt…), hilft mir nix, die Pumpe aus oder abzumachen, das Insulin ist drin und wirkt. Beim Analog-Insulin kann ich auch spontan alle Aktionen mitmachen, um nicht zu unterzuckern, mache ich einfach die Pumpe aus… . Ist das mehr Lebensqualität? Und das ist egal?

    So. Das Analog-Insulin ist seit ca. 12 Jahren auf dem Markt. Wie und woher sollen da die Krankenkassensesselpupser die (positiven) Langzeitergebnisse beurteilen können (abgesehen von der Lebensqualität der Betroffenen!) Schein-Innovation! :grrr:

    Es gibt also ein schnellwirkendes Insulin, womit die Betroffenen besser und langfristig unbeschadeter (über)leben können und es soll nicht verwendet werden??? Warum wurde es dann (teuer) entwickelt? Warum wurden Wissenschaftler mit der Entwicklung beauftragt, die Forschung gefördert und Studien durchgeführt. Es gab eine erfolgreiche Markteinführung… und jetzt das? Für mich klingt es immer logisch, dass neuere Produkte teurer sind, als die “alten” . Nenne mir jemand bitte ein Beispiel, wo das nicht so ist.

    Also sollen die Krankenkassenbundesausschusssesselpupser doch schrottreife, alte und viel preiswertere Autos fahren. Bringt auch von A nach B! Wie? Ist doch egal! Oder statt BMW & co. wenigstens Dacia… oder so einen unaussprechlichen Billig- Koreaner. Nicht so sicher? Egal!

    Also meine Bitte an euch:

    Eure Stimme für:

    Petition:  Gesetzliche Krankenversicherung- Verordnung von kurzwirksamen Insulin-Analoga vom 15.3.2010

    Die Mitzeichnungsfrist endet am 5.05.2010.

    Bitte! Macht mit! Und bitte nutzt den Twitterbutton hier unten rege, wir brauchen einen großen Informations- Radius!

    Danke!

    :oops: :eyes:

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  7. By Miki in gefundenes, informatives, nachdenkliches

    … immer schön anschnallen….

    *räusper* stimmt’s, mein Liebster, bitte auch im Taxi…. :eyes:

    Bei Gilly gefunden -
    und für super gut befunden!
    Angucken! *streng guck*

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    Und gute Fahrt euch allen!
    :roll:

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  8. Alte böse Eule….

    Februar 4, 2010
    By Miki in gedankliches, gedichtetes, gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    Es gibt so viele alte Eulen,

    manche nur böse zanken und heulen.

    Doch es gibt auch die Klugen und Weisen,

    die einen nicht zeternd und neidisch umkreisen.

    Die wissend auch das Alter genießen,

    auch schmunzelnd mal die Augen schließen.

    Nicht neidisch sind auf die Jungen,

    nur weil auch ihnen nicht alles gelungen.

    Miki

    °

    Ich war in dieser Woche wieder in der Arztpraxis, die meinen treuen Lesern schon bekannt ist. (hier und hier)

    Über mich gibt es da derzeit gar nichts spannendes zu berichten, ich vertrage die Infusion gut und vertreibe mir die Zeit dort mit lesen. Ach doch: diesmal hatte ich wieder solch einen schönen Relax-Sessel.

    Und als wurde ich erhört, waren diesmal zwei sehr nette Krankentransporter in Aktion. Wegen Handy-Verbot in der Praxis haben sie eine Schwester in ihrer Firma anrufen lassen, ob sie gleich wieder jemanden mitnehmen sollen. Vielleicht erinnert sich jemand an meinen Ärger darüber, dass da letztes Mal so ein miesgelaunter, unflexibler Mann den Leuten das Leben (unnötig) schwer gemacht hat. Die beiden Burschen waren echt nett (und ansehnlich…öh… ich muss ooch nach Hause…. öhhmm… > naja, Scherz, schaffe das alleine und hab ja meinen Liebsten, der ist für mich eh der Schönste… aber gucken darf man/frau ja wohl…!!) :oops:

    Der Warteraum war proppevoll, hab gerade noch einen Platz abbekommen. Obwohl ein großes Schild mit der Bitte, die Angehörigen mögen bitte draußen (auch Stühle, alles da) warten, vorhanden ist, saßen einige nicht unmittelbar Betroffene rum. Das ist für die vielbeschäftigten Schwestern hinderlich, weil sie sich ihre Patienten zusammen – sammeln müssen.

    Der Altersdurchschnitt war überirdisch diesmal, ich ging direkt als Küken durch *lach*. Um so mehr hat mich geärgert, wie schief und vorwurfsvoll ich gemustert wurde, als mein Diensthandy klingelte. Klar, von der Rente bin ich wohl noch so weit weg, dass ich mir nicht mal sicher sein kann, überhaupt mal eine zu erhalten. Und nur, weil ich einmal wöchentlich eine Infusion erhalte, kann ich meine Kunden und meinen Chef nicht im Stich lassen. Ich bin auch gleich rausgesaust (war noch nicht vernadelt…) und hab das Gespräch abgewickelt. Als ich wieder reinkam, wollte grad eine garstig dreinschauende alte Dame meinen Schal und die Handtasche von mir wegräumen (um meinen Stuhl zu entern). Jetzt war ich doch schon sauer, hab nur gesagt „tut mir leid, ist besetzt“ und mich niedergelassen. Die olle Eule (sorry!) musste nun draußen sitzen, aber das fand ich doch sehr dreist. Sie glotzte dann zweiminütlich rein. Dabei verpasst man auch draußen nichts, die Schwestern holen einen schon. Aber vielleicht bin ich schon etwas dünnhäutiger geworden. Gerade Menschen, die ihre Krankheit vor sich hertragen, fordernd, verbittert, übellaunig, garstig… sammeln bei mir keine Sympathiepunkte. Die besagte Dame wurde später nochmals auffällig, als sie den Doktor- der im Laufschritt ihren Weg kreuzte, weil es einen kleinen Zwischenfall gegeben hat- vollsülzte wegen organisatorischer Nichtigkeiten. :grrr:

    Hä,hä, ich war 2x schadenfroh, einmal, weil sie während ihrer Arzt- Attacke einen freiwerdenden Platz verpasst hat und anschließend- sie saß immer noch draußen (wenn sie mal saß!)- ging Feueralarm los. Das war schon drin ziemlich laut, aber als die Tür aufging, merkte man, WIE laut es erst vor der Tür war. Tja, kleine Sünden werden sofort bestraft. Sie kam natürlich gleich zeternd wieder reinmarschiert, is klar…  :whaaa:

    Da war ich doch sehr froh, dass ich aufgerufen wurde, die Infusionen gibt’s in einem anderen Raum.

    Die Schwester wusste scheinbar noch, dass ich letzte Woche so einen doofen Stuhl hatte und hat mir freudestrahlend einen von den schönen Relax-Sesseln zugeordnet. Da saß ich nun, konnte lesen und ab und zu hab ich aus dem Fenster geguckt… zum Fernsehturm, meinem stillen großen Freund.

    

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  9. Infusion 2

    Januar 26, 2010
    By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    Heute war es wieder so weit.
    Stammleser erinnern sich an diese Geschichte: Wo ist mein Mantel?
    Heute stand nun die 2.Infusion an. Natürlich nicht das gleiche Präparat, ich bin ja nicht irre ;)   Aber schlauer. Habe mir ein Hinbringe- und Abhol-Kommando organisiert. Gebracht hat mich mein lieber Sohn und Admin :kiss:   und abgeholt eine gute Freundin aus dem realen Leben (kein Link, sowas gibt’s auch! 8O , kein Blog, kein Twitter!!)
    Die Schwestern konnten sich noch gut ans letzte Mal erinnern, daher war ich unter strenger Beobachtung.
    Also: Überpünktlich da gewesen, kein Vorteil, erstmal nur rumgesessen, war auch kein weiterer Stuhl im Wartezimmer übrig. Währendessen machten manche Leute sich und anderen das Leben schwer: Kommt so ein Krankentransporter und holt einen Patient ab. Wird von der Schwester gefragt “Nehmen Sie auch Herrn X mit?” er: “Nö, keene Zeit, hab ooch schon ‘n Folgeauftrag, nehme nur Frau Y mit” und geht.
    Kommt Herr X (gaanz niedlicher, dünner, bescheidener Opi) und fragt die Schwester “Kann ich da nicht gleich mitfahren?” Schwester: “Nein, er hat gesagt, er kann nicht, er hat noch andere Termine, setzen Sie sich mal hin, ich rufe an, dann werden sie sicher auch bald geholt.”
    Schwester ruft die Krankentransport-Firma an und sagt dem Opi “Er kommt doch noch mal zurück, geht gleich los.” Opi ganz besorgt “…aber er hat doch keine Zeit… wegen mir… der arme…auweia..jetzt schafft er wegen mir die Termine nicht…” Dann kommt der Typ zurück, muffelt rum und rennt dann so schnell mit dem Opi los, dass dieser kaum mitkommt. Der unglückliche Opi also hinterher.
    Muss sowas sein? Die Menschen, die in einer onkologischen Arztpraxis behandelt werden, sind nun schon nicht sooo gesund. Und können nicht alle mal ein wenig mitdenken? Muss man sich und anderen immer das Leben schwer machen? Hätte der doofe Fahrer nicht wenigstens selbst in seiner Firma nachfragen können, ob Herr X mit soll oder ob jemand anderes kommt? Sowas ärgert mich. Andere würden dessen Job bestimmt gern und wohl besser machen, mit mehr Menschlichkeit. (weiterlesen…)

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  10. By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches, trauriges

    Hier kommt eine wahre Begebenheit aus dem Jahr 2004, durchbrochen von viel weiter zurückliegenden wahren Ereignissen.

    Ein paar erklärende Worte: Ich war damals gebunden und noch nicht entschlossen genug, mich von meinem Partner zu trennen (Haus, Verpflichtungen…). In dieser Beziehung gab es keinen Sex. (Dazu sage ich nicht mehr). Das soll aber rechtfertigen, dass ich auf der Suche nach einem Liebhaber war, um dieses Defizit auszugleichen. Böses Miki. Ich weiß.

    Das ging nicht mehr lange so, ich hab den Mann 2005 verlassen. (Dies war nicht mein Ex-Ehemann, sondern mein 2. Versuch). Ein wenig turbulent – aber ich liebe mein Leben….

    5.02.04

    Ich hasse Blind Dates!
    Aber trotzdem ist es wieder so weit. Ein denkwürdiger Tag nimmt seinen Lauf. Aber noch ahne ich davon nichts.
    Wir sind lose verabredet, abends steht bei mir ein Geschäftsessen an und es besteht die Möglichkeit, dieses etwas zu verlängern.

    Leider habe ich wieder Verspätung beim Start ins tägliche Verkehrschaos, aber ich gebe immer tüchtig Gas, wenn die Möglichkeit besteht, selbst wenn ich es nicht eilig habe.
    Aber heute ist eben so ein Tag, wo mir dies zum Verhängnis wird. Blitz! Dumm glotze ich in die Richtung, aus der der rote Blitz kam. Nun bin ich auch niemand, der dann auf die Klötzer geht! Ist ja dann eh zu spät! Oh, wär ich doch! Ich habe gerade noch gesehen, dass links neben mir ein gelber Ford Ka auf gleicher Höhe fährt und noch kombiniert, dass der ja auch auf dem Bild sein könnte, dass sie mich dann nicht belangen können…und wie schnell war ich eigentlich….?
    BlitzgeraetBlitz! Au nein, nicht schon wieder! Hätte ich doch nur gebremst!
    Jetzt werd ich aber sauer! Bremsen? Nö. Hat Berlin denn so viele Laser-Pistolen?? Wat üben die denn hier!? Der Blitz war wieder rot, ich bin jetzt eher blass, der gelbe Ford Ka ist aber auch noch neben mir. Ich bin so sauer! Rufe per Handy ( natürlich mit Freisprechanlage, Polizei hat ja scheinbar Großeinsatz hier!) meinen damaligen Lebensgefährten an, der mir gleich noch einen Blitzer flüstert. Da fahr ich aber nicht lang, und so richtig trösten kann er mich auch nicht. „Wat fährste och immer so schnell“ hilfsberlinert er nur, aber nicht böse, ist wohl eher ein Appell an meine Lernfähigkeit. Diese Ansprache dringt nur an mein Ohr, ändert ( leider) nichts an meinem Fahrstil.

    Ich will ja auch pünktlich zur Arbeit erscheinen, nehme eine Abkürzung, weg vom Hauptverkehrsfluss. Dort fahren nur ganz wenig lang, ist also schön leer. Der Nachteil ist, dass es teils eine 30er- Zone ist. Das ignoriere ich wie immer…und ich bin auch nicht stolz drauf. Als ich die Polizeikelle sehe, denke ich, ich träum heute nur schlecht. Mausefalle 3 ist zugeschnappt! Ich werde gleich rechts um die Ecke zum Interview gebeten. Ich bezahle gleich, dreimal Post an meine Firma, auf die das Auto ja gemeldet ist, wäre selbst mir peinlich. Ich bin erschüttert. Will es einfach nicht glauben. Wieder so eine Geschichte, die mir kein Mensch glaubt! Na ja, einmal hab ich schon schriftlich und zweimal kommt Post. Dann hab ich die Beweise.
    Ich schleiche auf den Straßen weiter, Autofahrer, die mich sonst nur von hinten sehen, können heute mal bei mir ins Auto glotzen.
    Nun will ich aber unbedingt mit jemandem sprechen, spontan und unüberlegt rufe ich ihn an.
    „Schüßler“ Was? Heißt er nicht anders? Ich fasel was und mach dann auf Funkstörung, kann ich ihm später immer noch erklären. In unserer Situation müssen wir ja auch vorsichtig sein, man weiß nie, wer noch so Zugriff auf das Handy hat, wobei man gerade stört. Will ja niemand in Erklärungsnot bringen. (weiterlesen…)

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  11. By Miki in informatives, lustiges, nachdenkliches, unterhaltsames, witziges

    Heute mal was ganz anderes hier bei mir! Werbung! Sonst sage ich ja, dass ich das schlicht für Volksverblödung halte, aber dieser Film gefällt mir. :-)
    Wenn man sich natürlich auch über den Slogan streiten kann, denn sie könnten ja nicht wirklich kommen.
    Aber der Grundgedanke leuchtet schon ein.
    Also ich finde einfach toll, wie er da angedüst kommt. Und saubere Landung! :-)
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  12. By Miki in gedichtetes, gefundenes, nachdenkliches, persönliches

    Das Jahr-

    egal wie es am Ende war:

    die Tage reihen sich aneinander,

    nichts bringt die Reihenfolge durcheinander.

    Nur wir gucken am Ende dumm,

    so schnell ist es schon wieder um!

    Miki

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  13. 2009/2010

    Dezember 30, 2009
    By Miki in gedichtetes, nachdenkliches, persönliches

    sterne gedrehtsternel

    Auf Wiedersehen 2009,
    aufs nächste Jahr wir uns schon freun.
    Trotzdem sag ich „Wiedersehn“,
    die Zahl bleibt ja für immer stehn.

    Sie steht in vielen Urkunden,
    wo Paare ihre Liebe bekunden.
    Oder auch im ersten Schein,
    das soll die Urkunde für’s Leben sein.

    Andere mussten dieses Jahr gehen,
    das Ende will man nicht verstehen.
    So steht die Zahl auf so manchem Stein,
    so war es und wird’s  immer sein.

    Ein Jahr ganz neu beginnt,
    erscheint uns jung.
    12 Monate die Zeit verrinnt,
    schon wieder ist es um.

    Wie viele Jahre haben wir?
    Auch nicht zu viel verschwendet?
    Lasst uns leben jetzt und hier!
    Wir wissen nicht, wann’s endet.

    2009 „Auf Wiedersehn!“
    Herzlich wilkommen 2010!

    Miki

    Sektanimiert

    Ich wünsche euch einen guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahrzehnt!

    :idea:

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  14. Fünf Jahre

    Dezember 29, 2009
    By Miki in gedichtetes, gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    Heute vor fünf Jahren haben wir uns das erste Mal gesehen. Per Blinde Date. Üblich und gesellschaftsfähig in Zeiten von Zeitmangel & Alltagsstress. Dann noch unter unseren besonderen Rahmen- Bedingungen.
    Ich war zuerst da. Hat Vorteile. So konnte ich dich (und dein Auto ;-) ) schon sehen, deshalb hatte ich uns auch einen schönen Tisch am Fenster ausgesucht.
    Dann kamst du reingestürmt. Ich bin gleich aufgestanden, damit du dir ein Bild davon machen kannst, auf was für ein “großes Mädchen”  du dich da einlassen willst (?) ;-) . Scheint dich nicht abgeschreckt zu haben. (Und du sagst heute noch „…da haste dich extra groß gemacht…“ :grin: )
    Worüber wir gesprochen haben, weiß ich nicht mehr, wahrscheinlich haben wir uns auch über unsere spannenden Mails und Telefonate unterhalten, die uns schon vor dem Date so seltsam nahe gebracht hatten.

    Die Zeiten und Bedingungen um uns herum haben sich inzwischen mächtig verändert.
    Das Kribbeln, welches ich schon nach unserer ersten Begegnung hatte ist noch da. Unser Feind ist nicht der Alltag, sondern der nicht gelebte Alltag. Mal trennen uns nur wenige Kilometer innerhalb der Großstadt und mal sind wir auf verschiedenen Kontinenten. Durch die moderne Technik verbunden, vergesse ich manchmal sogar, wo du gerade bist.
    Das Kribbeln ist manchmal ein schmerzhafter Sturm und mal komplett ausgeblendet, wenn es mir denn gelingt. Heute wird es mir nicht gelingen. Bisher haben wir es immer geschafft, uns an diesem Tag zu sehen.
    Heute nicht.

    Ich hab Winter ….Winter

    …du hast Sommer Sommer

    Wie sagst du immer?

    „Der Weg ist das Ziel“

    Fluss

    Das Leben ist ein launischer Fluss,

    in dem man schwimmt oder ertrinken muss.

    Für die Masse die Fließrichtung die Bestimmung,

    dies entspricht nicht deiner Gesinnung.

    Bist nicht zum Spass in der weiten Welt,

    auch geht’s dir nicht ums große Geld.

    Schwimmst für die Welt gegen den Strom,

    große Aufgaben warten schon.

    Ich mach dir jeden Abschied leicht,

    hilft auch ein kleines bisschen vielleicht.

    Pass auf dich auf, komm bald zurück,

    das hilft mir hier jetzt auch ein Stück.

    Miki

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  15. By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches, trauriges

    ChaosDie Pannenserie setzt sich fort.
    Meine Lieben sind wieder alle zu Hause, war schön, mal wieder das „Kind“ ein wenig bemutteln zu können. Nun wieder allein, Gästebett weggeräumt, Tisch in die Küche zurück, umschalten auf gemütlich und allein. Nach dem Trubel auch wieder schön.
    Jetzt würde ich also gern im warmen, gemütlichen Wohnzimmer (beim Weihnachtsbaum) sitzen. Ha! Leider geht mein WLan nur noch in der Küche (gegenüber FritzBox). So hocke ich also ohne Baum auf ungemütlichem Stuhl, um online zu sein. Das ist doch Grütze!
    (siehe Tücken, Technik, Internet ).
    Aber ohne Internet im Wohnzimmer? Und dann? Ich will doch eure Blogs besuchen, lesen, was ihr Weihnachten so angestellt und erlebt habt. Kommentieren.

    Mein Liebster hat Deutschland aus wirtschaftlichen, steuerlichen und ideellen Gründen den Rücken gekehrt, fliegt morgen “nach Hause” nach Afrika. Hier ist kein Platz für innovative Ideen, Politik und Wirtschaft sind fest miteinander und ineinander verstrickt, wer nicht mitmacht, wird massiv behindert.
    Im Augenblick passt bei mir gerade dieser Spruch gut:

    „Leben ist das, was passiert, während man etwas anderes plant“

    Nun werde ich wohl morgen – ein Zeitpunkt, an dem ich Einkaufstempel, insbesondere Technik-Buden, wegen Umtausch-Wahnsinn meiden würde- losfahren und mir ein laaanges Netzwerkkabel holen. Wenn ich gaanz unvernünftig bin, nehme ich ein wenig von meinem „Weihnachtsgeld“ mit, wobei auf’s taggenau verzinste Sparkonto einzahlen auch noch schlau wäre.
    Da fällt mir ein, der Kühlwasserstand von meinem Auto ist unterhalb „minimum“, leider ist „mein“ Autohaus Zellmann zur Servicewüste verkommen. Als mir die Wischwasseranlage eingefroren war, haben sie mir eine Garage empfohlen und auf den Rückruf vom Dienstag warte ich immer noch :shock: … hat stark nachgelassen der Laden. Schon aus mehreren Ecken gehört. Müssen sich Brummer und ich auch noch was neues suchen.

    Vor Weihnachten lassen sich die Probleme so schön ins nächste Jahr verschieben, aber nun rückt dieses immer näher. Naja, wird schon wieder ein bisschen was passieren, was ich dann hier zum Besten geben kann.

    Buchstabenchaos

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  16. Armut

    Dezember 18, 2009
    By Miki in nachdenkliches

    Ein wohlhabender Mann fährt mit seinem Sohn auf’s Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbringen einen Tag und eine Nacht auf einem bescheidenen dörflichen Bauernhof.

    Als sie wieder zurückkehren, fragt der Vater seinen Sohn: “Wie war dieser Ausflug für dich?”

    “Sehr interessant!” antwortet der Sohn.

    “Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?” “Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.”

    “Was hast du daraus gelernt?” will der Vater wissen. Und der Sohn antwortet:
    “Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute dort haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.”

    Der Vater war sprachlos.

    Und der Sohn fügte noch hinzu: “Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.”

    Sterne.

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  17. Weihnachts- “Zeit”

    Dezember 14, 2009
    By Miki in nachdenkliches, weihnachtliches

    Ein alter Mann ruft seinen Sohn an, der am anderen Ende des Landes wohnt und sagt:
    “Junge, ich habe schlechte Nachrichten. Deine Mutter und ich, wir werden uns trennen und lassen uns scheiden”.

    “Aber das geht doch nicht…” stottert der entsetzte Sohn. “Ich buche einen Flug und komme zu euch… und dann reden wir darüber!”

    Der Sohn ruft daraufhin seine Schwester an, die genauso weit von den Eltern entfernt wohnt. Sie ist auch ganz schockiert, sagt “..sind die denn verrückt geworden…?”

    Sofort ruft sie den Vater an und beschwört ihn: “Entscheidet jetzt noch nichts, ich steige sofort in den Flieger und dann reden wir darüber.”

    Der alte Mann lächelt, geht  ins Wohnzimmer zu seiner Frau, küsst sie auf die Stirn und sagt:

    “Liebling, die Kinder kommen diesmal zu Weihnachten.”

    Engel

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  18. Wo ist mein Mantel?

    Dezember 10, 2009
    By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    Ich bin Krankenschwester und begegne im Berufsleben oft schwer kranken Menschen.
    Obwohl ich immer nur sehr partiell zuständig bin, da ich ja nicht pflege, sondern nur fachliche produktspezifische Hilfestellung gebe, versuche ich mich einzufühlen und auch Bedürfnisse oder Versorgungslücken zu erkennen, auch wenn sie mir nicht auf dem Tablett serviert werden.
    Oft erkenne ich auch, dass ich nur für einen Schwatz und ein paar „Mut-mach-Parolen“ geordert werde, was ich aber nicht verübel, sondern im Gegenteil, das Beste an meiner Arbeit ist.
    Trotzdem habe ich immer einen Schutzmantel an. Einen Distanz-Mantel. Damit ich ihn zu Hause, oder besser schon im Auto, auch mal ablegen kann, zu kummervoll und sorgenschwer wäre mein eigenes Leben, wenn ich alles mitschleppen müsste.
    Aber heute war dieser Mantel weg…
    ArztpraxisIch war Patient. In einer onkologischen Arztpraxis, mittendrin. Guten Tag, Name, Termin, bitte kommen Sie mit, wo möchten Sie sitzen, hier die Flexüle, na die Venen sind ja prima, rumms, rin die Nadel, ran die Flasche, abgefertigt. Zwischendurch wurde aufmerksam geguckt, eine Schwester war immer da, also alles bestens.
    Nach und nach kamen die anderen Patienten. Eine alte Dame mit Perücke, bei mir Rubrik „süsse Omi“ dachte, sie tut sich einen Gefallen, nah an der Heizung zu sitzen. Ihr war schrecklich kalt, sie war eingewickelt in Decken. Leider hatte sie übersehen, dass sie einen schlichten, unbequemen Stuhl erwischt hatte und quälte sich zunehmend. Dies quälte wieder mich, aber in der Voraussicht auf mindestens 4 Stunden Infusion wollte ich meinen bequemen Relax-Sessel, den alle anderen auch hatten, nicht eintauschen. Bald wurde aber eine Nachbarin neben mir fertig und diesen Stuhl konnte die „süsse Omi“ dann übernehmen. Und trotz ihrer anfänglichen Stuhl-Misere belustigte sie uns mit Story’s von ihrem „Geist“ zu Hause. Ständig fehlt was, Waschmaschine verstellt, Gewürze auf dem Boden verstreut, brauchbares Essen im Mülleimer. Sie hat derzeit täglich Chemo und wenn sie nach Hause kommt äugt sie erstmal vorsichtig, was sich in ihrer Abwesenheit alles wie verändert hat. Dann setzt sie sich in die Küche um sich abzuregen. Und dann versucht sie, das Chaos in Ordnung zu bringen, während ihr „Geist“ sie fragt, was sie schönes eingekauft hätte, war doch so lange weg? Ich hab auch einen Augenblick gebraucht um zu begreifen, dass ihr Geist ihr dement werdender Mann ist.
    Was ist für sie schlimmer, ihre Krankheit oder ihr (Quäl-)Geist?
    Eine andere Frau war um die 60, auch mit Perücke, das hab ich aber erst zur Kenntnis genommen, als sie davon sprach, dass die Haare weg wären: „…aber was tut man nicht alles, um zu leben…“. Sie war etwas verständnislos ob der dienstlichen Anrufe, die ich erhielt. In einem Gespräch war mir wohl anzumerken, dass ich unter Zeitdruck stand, die Zeit in der Arztpraxis nur mühsam der Arbeitszeit entrissen… Sie erzählte mir, das Leben sei zu kurz, um sich abzuhetzen, der Körper würde sich wehren, man sollte auf ihn hören… Sie hat ja recht, aber (….)
    Ein Opi und sein Elend hat mir das Herz abgeschnürt. Lustige derbe Sprüche, ein Berg Zeitungen…los geht’s. Irgendwie aufgeschnappt: Rückfall, jetzt Lungenkrebs, kennt das Procedere. Haste gedacht! Bei der 2. Tüte kommt die Schwester und erklärt ihm, wegen der Nebenwirkungen (Fingernägel könnten abfallen…) bekommt er Eis- Handschuhe. Erst ungläubig (Witz? hoff?), dann , naja, wird schon gehen… und dann kommt die Schwester mit halben Boxhandschuhen! Da sass er nun, nix Zeitung lesen, nix festhalten, nur Löcher in die Luft starren! Ca. 2 Stunden. Danach tat er mir noch mehr leid, Handschuhe weg, Muttis Vesper-Box raus; lecker Schrippen! Die hätte er nun die ganze Zeit gern gegessen! Von wegen kennt sich aus! Es kann alles immer noch schlimmer werden!
    Ich will meinen Mantel wiederhaben!!
    Aber alle wurden irgendwann fertig (gab noch mehr…) und ich, die sich am gesündesten vorkam ( bei mir sollte wegen schlechter Blutwerte „nur“ Eisen substituiert werden) hatte jetzt meinen Einsatz! Nach ca. 2 Stunden hatte ich schon Herzschmerzen bekommen, ich hab das dann als „heftiges Seitenstechen in Herzgegend“ definiert. Halbe Stunde Pause. Mist. Ick will hier raus! Danach etwas langsamer (Mist!) aber alles ok. Auf einmal: Rechte Hand schwillt an zur Pauke. Linke Hand zieht nach. In meinen Stiefeln wird es aber eng! Nächste Stufe: alle Gelenke schmerzen und bei Bewegung erwarte ich Knarrgeräusche. Rost? Eisen? Äh? Aha, Aufmerksamkeit erfolgreich auf mich gezogen! Schwester: „so, ich mach sie jetzt ab, den Schluck können wir lassen.. ich hab hier ein Medikament..“ „Welches?“ „Prednisolon“ „Will ich nicht!!“ Rückfrage Doktor. Ergebnis: keine Diskussion! Rin! Und dann zur Beobachtung bleiben. Oh nööö.
    „Muss auf Toi.“ „Ja gehen Sie mal, aber schließen Sie nicht ab, falls was passiert.“ Hö? Passiert doch nix. Sollte den Tag den Doc ja nicht sehen. Eigentlich. Aber als ich zu mir kam, war er voll mit mir beschäftigt. Hab meine ganze Länge in einem winzigen Toiletten-Vorraum drapiert. Als ich aufwachte, dacht ich noch „warum liegen meine Beine auf dem Kloo?“ Alles klar. Kreislauf stabilisieren. Den Abgang hab ich total verpasst.
    Naja, Miki will natürlich gleich heldenmäßig aufstehen, die Schwestern bringen einen Rollstuhl, setzen mich auch noch rein, dann fehlt wieder ein Stück.
    So ging das dann eine Weile, ich dachte es geht..Versuch..schwank… hinleg.
    Inzwischen konnte ich mich kaum noch bewegen, alle Gelenke gefühlte Ballons, schwergängig, bei Bewegung sofort schmerzhafter Protest!
    Naja, was soll ich sagen. War wohl noch mindestens zwei weitere Stunden vor Ort, das Zeitgefühl ging mir verloren. Zum Schluss waren es ungefähr sieben Stunden. Sieben Stunden, die mein Auto auf dem Gehweg geparkt war, in Friedrichshain! Hab ich mir solche Sorgen gemacht! Und dass sie mich – ohne Abholkommando- nicht so schnell aus der Praxis lassen konnten, war auch klar! Und mein Auto DORT und ÜBERHAUPT allein zu lassen? Nie!! (Treue Leser kennen ja meine Auto-Macke).
    Naja, nun hocke ich hier, wusste gar nicht, wieviel Gelenke so eine Hand hat, ALLES tut bei JEDER Bewegung weh, aus den Stiefeln bin ich gar nicht rausgekommen, Füsse dick wie vom Elefant geborgt und die Hände können nicht zufassen! Später hab ich es geschafft, Kaffee kochen ging irgendwie, Stulle schmieren nicht, auch egal…
    Aber ich bin froh, auf meinem Sofa zu sitzen, mein Auto vor der Haustür geparkt und alles andere wird auch wieder…
    Über’s Fernsehprogramm ärgern? Zeitverschwendung! Wie unwichtig!
    An den Opi und die Omi & Geist denken? Ja. Leider. Oder nicht (leider)?

    Wo ist mein Mantel???

    Mantel

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  19. Einfach nur leben….

    Dezember 9, 2009
    By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    Einfach nur leben und leben lassen-
    neue Wege gehen, die alten verlassen.
    Manchmal umdrehen und auch nachdenken,
    Erinnerungen bewahren und als Schatz in der Seele versenken.

    Auch mal trauern und zweifeln.
    Anhalten, grübeln, abwägen dann und wann.
    Aber auch begreifen,
    dass man keinen Weg rückwärts gehen kann.

    Sehen bis zum Horizont,
    aber alles nur verschwommen,
    doch lieber leben im hier und jetzt,
    sonst ist die Chance zerronnen.

    Jeder Anfang heißt auch Ende,
    immer gibt es auch den Schmerz,
    viele hoffen auf eine Wende,
    hören aber nicht auf ihr Herz.

    Und das Herz ist ein dummes Ding,
    lässt sich nicht vom Kopfe lenken.
    Man kann es wegschließen.
    Oder verschenken.

    Ich hab schon vieles falsch gemacht.
    So manchen Schmerz einfach weggelacht.
    Aber ich kehre nicht um, gehe den Weg bis zum Schluss,
    selbst wenn ich dann einen Irrtum erkennen muss.

    Miki

    Nebel

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  20. By Miki in bebildertes, gedichtetes, gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    dunkleWolken
    Die Gedanken sind heute schwer.
    Und werden im Kopf doch immer mehr.
    Am besten lassen sie sich vertreiben,
    wenn ich beginne sie aufzuschreiben…. :???:

    Nicht immer sprudeln die Worte wie ein munterer Bach.
    Oft mühsam gesammelt mit Weh und Ach.
    Heute umschwirren sie mich mit bösem Gelächter,
    und meine Reime werden schlechter.

    Kann mich nicht leiden, bin nicht auf der Höhe.
    Der Liebste alles and’re als grad in der Nähe.
    Die Gesundheit in weiter Ferne.
    Voll Energie wär ich so gerne.

    knurr

    Das Raubtier knurrt, der Himmel grollt,
    von schlechter Laune überrollt.

    SchneemannKröte

    X

    X

    X

    X

    Der Schneemann schmilzt, die Kröte glotzt,
    der Baum den vielen Jahren trotzt.

    Baum

    Nun helfe ich mir heut mit Maulen.
    Kommt jemand mir das Ego kraulen?
    Ein netter Kommentar von euch,
    ginge es mir besser gleich.

    X

    X

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  21. Kind

    November 29, 2009
    By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    MutterKind

    Noch nie – und nie wieder – war ich so stolz, wie nach der Geburt meines Sohnes.
    Ich war noch nicht „Mutter“, noch nicht besorgt, eher erstaunt, aber sooo stolz.
    Ich hab wirklich – mit grad 19 – gedacht, da hast du was geschafft (erschaffen?).
    Ein Mensch, ein Leben, Zukunft.
    Außerdem war er wunderschön.
    Es gibt da allerdings einen Mechanismus, dass jede Mutter ihr Kind schön findet. Aber ich fand das Kind meiner Bettnachbarin absolut hässlich, da war jeder Hamster schöner (ich weiß = böööse). Also guter Mechanismus!
    Aber mein Kind muss nett ausgesehen haben (perfekter schwarzer Igelschnitt), denn gerade wechselte der Chefarzt und welches Baby hielt der neue Chef für die Presse im Arm? Meins!
    Wie jung und blöd war ich: davon hab ich keine Zeitung! Und auch keine andere! Hab nach 17 Jahren eine Berliner Zeitung (sauteuer) aus einem Archiv gekauft! (Hat er zum 18. Geburtstag bekommen).
    Naja, beim nächsten Kind hätte ich es gewusst!
    Aber mehr hab ich nicht, ich bin froh, dass ich das damals nicht wusste.
    Aber letztendlich war es meine Entscheidung. Winke, winke Ferdinand, Florentine, Caspar, … vielleicht im nächsten Leben.
    Ich habe in letzter Zeit so viele Artikel von Frauen um die 30 gelesen, die sich über ihren mangelnden Kinderwunsch wundern.
    Die Natur regelt das.
    Entweder so, dass es einfach passiert, oder dass man mit einem bestimmten Mann auch 7 Zwerge in die Welt setzen will, ohne Wenn & Aber.
    Nicht gut finde ich die künstlichen Befruchtungsmaßnahmen,
    1.) weil die Natur sich etwas dabei denkt und
    2.) weil es viele Kinder gibt, die gute Eltern gebrauchen könnten, aber nicht haben
    (sind natürlich nicht alles Babys, sondern schon Wesen, mit denen man sich richtig auseinander setzen muss).
    Was auch bei den eigenen Kindern mal passiert, aber da hat man Zeit zum Reinwachsen.
    Vielleicht haben die potentiellen Eltern in unserer Gesellschaft, wo alles abgesichert sein muss, der Bausparvertrag schon mit 18 abgeschlossen wird, auch den Mut und die Zuversicht verloren… und dann gibt’s auch keine Kinder…..
    Ich bin 40, mein „Kind“ 21… und stolz bin ich immer noch!
    Zugegeben, auch ein wenig auf mich selbst…aber das ist eine ganz andere Geschichte….

    Kind, leb dein Leben!
    Dafür hab ich es dir gegeben!

    X
    X

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  22. Weihnachten im Gefängnis

    November 27, 2009
    By Miki in aktuelles, informatives, nachdenkliches, weihnachtliches

    Nein! Nicht ich!
    Aber von vorne:
    Gestern habe ich ein Päckchen eines Online-Shops bekommen, ich bemühe mich eigentlich,  dass ich Kosmetika usw. preisgünstig online kaufe, das ist wesentlich günstiger als in Fachgeschäften. Klappt natürlich auch nicht immer.
    Und wie immer war auch einiges an Werbung mit im Päckchen. Und aus irgendeinem Grund habe ich mir diese (diesmal) angesehen.
    Da kam mir eine Karte entgegen mit dem Slogan:

    sterngross

    Es handelt sich um eine christliche Einrichtung, die dafür sorgt – oder sich bemüht- dass Gefangene in Strafvollzugseinrichtungen eine kleine Weihnachtsfreude haben.

    Da ich finde, dass dies eine schöne Sache ist habe ich mich schon mal erkundigt:

    Ein Gefangener bekommt im Jahr 3 Paketmarken.
    Das ist ja ganz schön wenig und wenn er diese dann für eine solche Aktion abgibt heißt das ja, dass er von jemand anderen nichts zu erwarten hat.
    Man meldet sich auf dieser Website an und erhält per Post von der jeweiligen Strafvollzugsanstalt einige Richtlinien, was ins Paket rein darf und was nicht. Außerdem bekommt man die Paketmarke.
    So ist das Paket schon einem Gefangenen zugeordnet.
    Der Beschenkte sieht keinen Absender, hat aber die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über das Büro.

    Paket_GeschenkMir gefällt diese Aktion!

    Und ich halte es für besser und sinnvoller, als das „Blog-Wichteln“, welches ich auch süß finde, nur leider veranstalten das ja mehrere. So dass man gar nicht weiß, wo man mitmachen soll.

    Hier geht es natürlich nicht ums Beschenkt- werden, sondern wirklich darum, einem „vergessenen“ Mensch eine kleine Freude zu machen. Sehr gern gesehen ist auch ein(e) individuelle(r) Nachricht/ Brief,  was ich sehr schön und sehr persönlich finde.

    Ich habe hier schon einmal geäußert, dass ich nicht an Gott glaube.
    Aber ich glaube an die Menschen (und das Gute darin!).
    Es kommt niemand „böse“ oder „schlecht“ auf die Welt.
    Es gibt so viele Möglichkeiten, Fehler zu begehen.

    Ich mache bei der Aktion mit!

    Wer noch??? ;-)

    Bitte weitersagen! :!:

    Weihnachtsfreude im Gefängnis

    Anmerkung: dafür, dass ich dies hier publiziert habe, erhalte ich nichts! Es ist als nicht als Werbung zu verstehen!

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  23. By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches, trauriges

    Blumen

    21.11.

    Heute vor 3 Jahren sollte „meine“ (ähm.. unsere) Scheidung vollzogen werden. Meine Güte, sagt man das so?

    Jedenfalls hab ich gedacht, ich verlasse an diesem trüben Novembertag das Familiengericht in Berlin als geschiedene Frau. Nach nunmehr über 9 Jahren, in denen die Ehe nur noch auf dem Papier bestand, wurde das aber auch Zeit!
    Knackpunkt heute:
    a.) kommt der Noch-Mann?
    b.) erscheint er pünktlich?
    So, auf einmal hatte ich zu tun, pünktlich zu sein ..ich hasse –aus Autofahrersicht- Kreuzberg! Peinlich, ich als die Berlinerin, er soll extra aus Thüringen angeritten kommen!

    Was soll ich sagen. Ich war knapp pünktlich, er war schon da…aber die Anwältin fehlte! Ach du Kacke! Sorry! Aber es macht sich niemand ein Bild, was wir für diese finale Veranstaltung schon für bürokratische Vorarbeit geleistet haben, wie viele notarielle Urkunden schon vorhanden waren! Wie sehr ich auf diesen Termin gewartet habe! Wie oft der Noch-Mann zu wichtigen Gelegenheiten nicht angetreten ist! Wo ist die blöde Anwältin???Paragraphengrün

    Glück gehabt, die Kunden vor uns brauchten länger, die Anwältin kam angetrabt. Da sie so l-a-n-g-s-a-m s-p-r-i-c-h-t, dass man inzwischen eingeschlafene Füße bekommt, läuft sie wohl auch nicht schneller? Bei der Frau konnte man wirklich annehmen, sie wird nach Zeit bezahlt, naja, so hat sie es scheinbar zum Schluss auch gesehen. Mit der letzten Rechnung – die ich, wie alle anderen auch, alleine zahlen musste, sonst wäre ich heute noch nicht geschieden- gab es dann tatsächlich noch Ärger.

    Nun waren wir dran. Rein! Hinsetz. Richterin murmlt was “… alle Urkunden ja schon da… Versorgungsausgleich ausgeschlossen…Gütertrennung jahrelang vorhanden…warum mussten sie denn zum Termin erscheinen, ist doch alles klar…“

    Paragraphen2Ick werd weich!

    „Auf Wiedersehen, die Papiere werden Ihnen zugestellt.“

    Waaas? Ick bin nicht geschieden????

    Manno!

    So. Nochmal etwas langsamer. Man wird nicht an DEM Tag geschieden, sondern nach dem Richterspruch wird eine Urkunde erstellt. Als Scheidungsdatum gilt das Erstellungsdatum der Urkunde. Aha.

    Noch ein paar Kuriositäten.
    Nun war der Gerichtstermin am 21.11.006. Wie gerne hätte ich da den 28.11.2006 als Termin gehabt, denn am 28.11.1986 hatten wir uns das 1. Mal gesehen. Mein Ex-Mann und ich, meine ich. 20 Jahre. Stempel. Erledigt.Stempel

    Naja, das offizielle Datum der Ehe-Scheidung wurde dann der 28.12.2006. Geschafft.

    (Ein ganz klein wenig hatte ich noch gehofft, es würde den 17.12. erwischen… unseren Hochzeitstag.)

    Alles in allem eine wenig lohnenswerte Angelegenheit, so eine Ehe.ehe

    Aber wir haben in der DDR geheiratet (warum denken manche, ich müsste jetzt „ehemalige“ DDR schreiben, sagen wir auch das „ehemalige“ 3.Reich??).
    Zurück zum Thema, in der DDR war eine Ehe kein solcher Knebelvertrag und gegenseitige Versorgungsanstalt, um den Staat zu entlasten, wie heute.

    Und ich hab aus Liebe geheiratet.

    Nun wurde es Zeit, das Ganze komplett abzuschließen.
    Der Frust, der in den Gedichten Mein Ex-Arsch und Fortsetzung Mein Ex-Arsch steckt kam erst später dazu. Nachdem er sich gegenüber unserem Sohn genauso verlogen, dreckig und schäbig verhalten hat, wie zu mir.
    DAS nehme ich ihm übel für immer.

    Es war einmal… und für mich ist er gestorben…und keinen Heldentod, sondern den Tod eines Lügners, und verantwortungslosen Drückebergers.
    Kann weg!

    1899_0

    Meine Liebe zu dir – sie ruhe in Frieden.

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  24. Ich & Ich …

    Oktober 24, 2009
    By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    Manchmal streite Ich mich mit mir.

    Dann sagt das andere Ich, im Leben muss alles seine Ordnung haben. Alles muss definierbar sein. Entweder man ist Single, hat also keinen Partner. Oder man hat einen Lebenspartner. Das muss sich in gemeinsamen Namen, wenn nicht, wenigstens in gemeinsamer Meldeadresse widerspiegeln. Alles andere ist nur für eine gewisse Übergangszeit in Ordnung. Und die darf nicht länger als ein, maximal zwei Jahre betragen.
    So, so. Schlaues Ich.
    Außerdem will dieses Streber-Ich, dass Arbeitsverträge bis zur Rente gelten und auch von beiden Seiten eingehalten werden!
    Na ohne mich! Man sollte schon genau darüber nachdenken, wo (und für wen) man einen großen Teil seiner (Lebens-)Zeit verbringt!
    Immerhin es hat mich dazu gebracht, dass Ich zwei kleine Renten-Zusatzversicherungen unterhalte. Was mein richtiges Ich jeden Monat aufregt, weil da sowieso nix rumkommt und Ich mit den über 100 Euro monatlich andere lustige Dinge kaufen könnte.
    Das andere Ich hält es für schwachsinnig, mit drei Riesen-Plüsch-Bären, einer Riesen-Plüsch-Ratte und diversen anderen (Mordillo- )Plüschtieren die Behausung zu teilen. Es hat auch ein Problem damit, dass riesige Zimmerpflanzen Jahr für Jahr lustig wuchern und mich mit meinen Nutz-Möbeln (Bett, Sofa, Schreibtisch, Stuhl…) in finstere Ecken der Wohnung verdrängen.
    Es meint auch, Ich verbringe zu viel Zeit am Computer. Jedenfalls privat. Arbeiten dürfte Ich daran wohl bis zum Umfallen, oder wie?
    Ja, ja… ein Auto ist ein emotionsloses Nutzding. Hauptsache es fährt!
    Krieg!!! Verschwinde, du Spassbremse!

    Sammeln! Man muss nichts sammeln! Was bringt das? Steht und hängt alles nur in der Gegend rum! Kostet Geld! Brauchst du nicht!
    Doch! Brauche Ich! Will Ich! Hab Ich Spass mit!

    Aber manchmal höre Ich doch auf mein Vernunft- Ich. Wenn mir das aber gar nicht gut tut und Ich es nicht wahrhaben will, kommt mein drittes Ich: der Körper!
    Magenschmerzen sind immer das beste Indiz für eine Schieflage.
    Wenn man dann den Mann abschafft und die Schmerzen bleiben, hat man was falsch gemacht. Dann war es wohl doch der Job?! x-(
    Auf meinen Magen (Bauch) hab Ich bis jetzt immer gehört, einmal allerdings erst so spät, dass Ich schon fast ein Magengeschwür hatte. Aber da kannte Ich die Funktion dieses 3. Ich’s noch nicht, mit Mitte 20.

    Doch Ich hab mein Vernunft- Ich ganz gut im Griff.
    Es ist mein skeptischer Ratgeber. Fast ein eingebauter TÜV. Wirft regelmäßig Fragen auf und wenn Ich sie gut beantworten kann, gibt es wieder Ruhe. Für eine Weile.

    Gut ist, was gut tut.
    Und das ändert sich eben auch mal.
    So kann sein, dass etwas, was heute noch in Ordnung ist, morgen nicht mehr so geht.
    Und deshalb finde Ich gut, dass mein 2. und 3. Ich so gut auf mich aufpassen.

    kaktros

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  25. Piano

    Oktober 15, 2009
    By Miki in nachdenkliches, schönes

    Hier mal etwas schönes zum Nachdenken, nicht perfekt, aber lässt Freiräume für die eigenen Gedanken und die Fantasie…
    This video was embedded using the YouTuber plugin by Roy Tanck. Adobe Flash Player is required to view the video.

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