Vorhang auf! Gute Unterhaltung bei Miki!

Kategorie: nachdenkliches

Vergessen geht so schnell…

Ich hab euch vergessen…. ! Nein, nicht euch, meine lieben Leser, falls es noch welche gibt und nein, unsere „guten Zeiten“, als wir noch wie die Wilden bloggten und uns gegenseitig besuchten, kommentierten und uns Aktionen ausgedacht haben… *hach* schön war’s… hab ich auch NICHT vergessen!

Ich hab die Gesichter vergessen. Die einzelnen Anekdoten kann ich nicht mehr wirklich zuordnen. Die Gesichter von vor sechs Jahren. Ich saß so manches Mal mit euch in Arztpraxen, ihr habt eure Chemo erhalten, ward meist dünn, teils kahlköpfig, aber gut gelaunt – nach außen-, optimistisch, kämpferisch, mutig, beispielgebend. Und selbst schwach strahlte noch Stärke aus den Augen, das weiß ich noch.

Hier könnt ihr noch mal reinschauen… 

Das ist nun ca. sechs Jahre her…. und ganz sicher sind einige von euch schon gegangen. Zwischenzeitlich vergisst man die wichtigen Dinge, verliert sich in oberflächlichem Ärger. Damals habt ihr mir geholfen, eine bessere Sicht auf die Dinge zu bekommen. Warum auch immer…hab ich das aus dem Blick verloren. Und heute, als ich das hier gelesen habe, fiel es mir wieder ein.

Das passt mir gut, hab einiges ärgerliches um die Ohren…. aber ich will das auf der Ärger-Skala mal ganz gewaltig runterstufen, denn mehr hat es einfach nicht verdient.

Also hab ich doch nicht wirklich vergessen. Habt ihr den alten Artikel gelesen? Ich wüsste gern, wie es mit der Omi mit Hausgeist weiter gegangen ist. Gut möglich; nicht gut. Oder mit dem Opi mit Rückfall. Sehr wahrscheinlich nicht gut.

Ich hoffe, ihr Weg war nicht zu beschwerlich und ich will immer wieder daran denken; zum einen, wie schnell aus „großem Ärger“ ein ganz kleiner werden kann, weil man plötzlich ein „richtiges“ Problem hat und daran, dass es viel wichtiger ist, die Zeit, die man hat, zu schätzen und auch zu nutzen, als sich über die kleinen Stolpersteine des Lebensweges aufzuregen.

Denn – schwupp- sind sechs Jahre vorbei, vorüber, vergangen….

und wer weiß, wo wir in weiteren sechs Jahren sind…

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Meine damaligen Erlebnisse kann man nachlesen.

Inzwischen hab ich das Problem nicht mehr und hatte nach der Erkenntnis, dass das nichts besonders gutes ist, solch eine Substitution, auch keine Infusion mehr erhalten.

Kommt gut durch die Zeit,

eure Miki

 

Ost & West… immer noch unterschiedlich…

…. und wahrscheinlich so lange, bis „wir“ weggestorben (oder unwürdig in Heime eingesperrt) sind.   :whaaa:  „Wir“, die „erwachsen“ waren, als die Mauer fiel.

Ich mag solche Unterschiede und kommentiere sie nicht mehr, beobachte und merke, dass die An- und Einsichten sich wirklich nicht ändern, sie werden verschwinden…mit den Menschen…mit uns…

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Beispiel:

Fortbildung, Coaching. Die Truppe kennt sich teilweise nicht. Ein großer Teil aus dem Großraum Berlin und tatsächlich überwiegend „Ossis“. Ein kleinerer Teil (1/3) aus dem Großraum Westdeutschland, also nicht mal West-Berliner, die ticken noch mal anders.  :idea:

Achtung!: alles wertungsfrei, nur so festgehalten, wie empfunden und Begrifflichkeiten wie „Ossi“ und „Wessi“ sind bei mir eher liebevoll gemeint!

Vorstellungsrunde. Jeder füllt namenlos einen Zettel aus: Lieblings -Gericht, -Musik, -Film, Hobby, was wäre wenn…

Dann werden die Zettel eingesammelt und wild verteilt, jeder stellt einen anderen Teilnehmer nach diesen Angaben vor, dann wird geraten oder doch gewusst.

Ganz unterhaltsam. Ein mittelalter, mir nicht bekannter Wessi- Kollege stellt jemanden vor, wo bei „was wäre wenn du ein Jahr bezahlten Urlaub hättest?“ steht: „Ich würde meinem Enkelkind beim Welt -entdecken helfen und sie ihm erklären“.

Der Kollege guckt sich um. Sagt: „Aufgrund der Hobbys (die hab ich vergessen) schließe ich auf eine Frau und da nur eine Frau höheren Alters hier ist, denke ich, es ist XXXXX“

Er hat Glück. Er hat recht. Meine Kollegin „höheren Alters“ ist etwas über fünfzig und glückliche Oma.

Aber mit im Raum: eine Kollegin, 46 Jahre alt, älteste Tochter 28, ich, 45, Sohn 26.

Und da ist der Unterschied; im Osten wurden Kinder in der Jugend und auf natürlichem Weg gezeugt. Darauf kommt der besagte Kollege gar nicht, er hat nicht mal ansatzweise die Möglichkeit in Erwägung gezogen.

Ich hab nichts gesagt, in der Runde saß ein frisch gebackener Vater, 40+ und ich habe einen – mit mir gleichaltrigen- Kollegen „im Verdacht“, dass er grad an einem Erst- Projekt bastelt.

Tja, es ist schön, dass mein Sohn eine flotte Oma hat, sie war 44, als er das Licht der Welt erblickte. Heutzutage müssen potentielle Omas ja „Angst“ haben, dass sie es gar nicht mehr erleben. Oder sind mindestens über 60, wenn es endlich passiert. Und ist doch wahr: ich habe kein Vertrauen, wenn ich richtig alte Tanten sehe, die Kinderwagen vor sich her auf die Straße schieben (ich meine jetzt die Omas).  :ko:

Aber trotzdem ist das keine Botschaft an meinen Sohn. Das Leben ist heute eben anders.

Aber an Paare, die sowieso einmal Kinder haben wollen: worauf wartet ihr eigentlich? Auf eine Erbschaft? Der Zaun ums Haus fehlt noch? Die Rücklagen reichen nicht? Ihr habt noch kein Geld für den Elite-Kindergarten und den Musikunterricht? Das Auto zu klein?

Armes Vaterland!

Böses Miki.  :oops:

Ruhig – aber es lebt!

mikiratlosSo weit ist es nun schon gekommen… fast 3 Tage lang bemerke ich nicht einmal, dass hier nur noch die Startseite „geht“, alles weitere brachte Nr. 404. Schäm. (Danke Sylvi !)

Wenn ich an die Begeisterung denke, mit der ich das hier mal betrieben habe… mit Geburtstagscountdown, Live- Blogging, neuer Header genau um Mitternacht….

Wo ist sie nur hin?

Gegangen…mit den Lesern und Kommentaren, mit Bloggergate, Abmahnungen und Reizüberflutung und anderen, schnelleren Plattformen. Es ist so schwierig geworden, neulich hab ich überlegt, wie es mit den Urheberrechten für unser Kreativ-Stöckchen-Bild aussieht. Wenn das irgendwo publiziert wird…wer kann dann sein Recht als Urheber einfordern? Wer hat Nutzungsrechte? Und welche? Und warum muss man sich darum überhaupt Gedanken machen? Wollten wir nicht, dass es eine Reise ins WWW macht?
So macht das doch keinen Spass!

Übrigens habe ich auch einige Artikel auf „privat“ gesetzt, nicht mehr abrufbar. Oder andere bestehen nur noch aus Text. Zu dünn das Eis, wenn die Herkunft der zigtausendfach durchgereichten Bilder nicht mehr nachvollziehbar ist. Schade, der Unterhaltungswert sinkt, aber zu viele Anwälte unterwegs, die wohl zu bequem sind, das Recht des kleinen Mannes in den Alltäglichkeiten vor Gericht durchzustreiten. Zu einfach, teure Abmahnungen an verunsicherte User zu verschicken. Ein paar Dumme werden schon bezahlen!

Aber denkt nicht, ich höre auf.

Ich bin nur ruhiger geworden, manchmal heißt es einfach abzuwarten.

Im Hintergrund bereite ich andere Dinge vor, die sich am Ende hoffentlich auch hier positiv niederschlagen.

Manchmal sag ich ja auch noch was. Vielleicht sogar demnächst, mein Pirat entführt mich nämlich… wieder…   :idea:

Und „Suchst du noch – oder liebst du schon?“ schuldet ja auch noch das Finale…

Also bis dahin… oder so!

Und noch einer guckt…. bin umzingelt…

A photo posted by Miki Ina (@miki_ina) on

Unausgelastet?

mikirotWas ist mit einem los, wenn man sinnlose Gedanken hat?

Beispiel: Früh aufwachen, zwei schöne, inzwischen zweckentfremdete Schuhkartons sehen. Einer beherbergte ehemals Schuhe Gr. 42, der andere Größe 46. Darüber nachdenken, ob einer Frau mit 1,84m die Größe 42 zusteht. „Ja“ denken. Mann 1,90m, Gr. 46. „Auch ok.“ denken. Dann über Mann und Frau nachdenken. Und dann dran denken, dass Pirat 46 und Miki 42 Jahre alt waren, als sie sich begegneten. Kurz „Schade, so spät“ denken. Dann „Aber nicht zu spät“ denken. Froh sein. Dann sich bescheuert finden, weil nach dem Sichten von Schuhkartons so ein Gedankensalat entsteht. Dann sich freuen, dass man nicht (mehr) als erstes an den Ärger über die Arbeit nachdenkt. Weil Arbeitspause.

Und sonst? Mir geht’s ganz gut, Bauch fühlt sich noch so an (und sieht leider auch so aus), als hätte ich einen Fußball verschluckt. Aber geht schon. Noch nicht strassentauglich, aber so innerhäusig schon wieder mobiler. Wird.

Ansonsten wird gestrickt und gelernt. Aus Gründen kann ich das hier nicht vertiefen.

Inzwischen fliegt der Chefin die Bude um die Ohren. Da bin ich froh, dass ich derzeit meinen Fussball pflegen muss. Aber wär der Fussball nicht, wär ich schon weg geflogen…doch das ist alles Schicksal…

Bis denne! mikipause

Heldenhaftes Kanonenfutter- NASA, Columbia…

bombVor 10 Jahren (genau: am 1.02.2003) verunglückte die Raumfähre Columbia. Ich verlinke nicht zu Wikipedia, weil da die offizielle, von der NASA publizierte Version des Unglücks dargestellt wird.

Jetzt spricht ein Ingenieur.:

  • Die Gefahr war bekannt. (warum auch nicht, wenn sich nach dem Unglück Amateure und Augenzeugen melden, die die Beschädigung beim Start bemerkt und/oder gefilmt haben. Warum sollte DAS die NASA nicht bemerkt haben??)
  • Eine Rettungsaktion wäre denkbar gewesen!
  • Es wurde überlegt, ob man die Astronauten über die Gefahr informiert! (Hat man nicht, sie sollten nach erfolgreicher Mission glücklich sterben!) Mal anders: hätten sie vielleicht auf ihre Rettung bestanden? Oder wenigstens einen Versuch? Sicher! Aber die Geldgeber wollten wohl nur die Forschungsergebnisse… und leider waren die ja im Sack!

One-Way- Ticket!

Ihr Helden seid Kanonenfutter!

Wusstet ihr das, als ihr elend verglüht seid?

Hier kann es jedermann offiziell lesen:

Handelsblatt

Zitat:Wissenschaftler der Nasa hatten das zwar bemerkt, aber das Ausmaß des Schadens wohl unterschätzt. Eine Notfall-Rettungsmission wäre wahrscheinlich möglich gewesen, ergaben spätere Untersuchungen. Doch die Nasa unternahm nichts.

Und noch ein BILD- Link, mach ich nicht gerne, weil diese oft nicht sehr langlebig sind, aber ansonsten findet man nicht sehr viele Informationen. Nur eben Unglück, Trauer, arme NASA, schade….

Warum ist das keine Schlagzeile??

Weil Geld die Welt regiert.

Leben. Freundschaft. Bierdeckel.

Bierdeckel.mädchen

Ich habe einen Bierdeckel.

Da steht eine Nummer drauf. Diesen Bierdeckel hab ich seit September 2008.

Wir haben uns nach einigen Jahren wiedergesehen. Teure Freundin.

Wir sind nicht mehr klargekommen. Unsere Leben komplett verschieden.

Ich hab arglos meine Freude über mein brandneues Auto mit dir teilen wollen, hatte eine erfüllende Liebe, einen guten Job, war in meiner Mitte. Dazu hast du gesagt, ich sähe gut (oder sagtest du jung?) aus.

Du erzähltest von deinem 10 Jahre jüngeren Freund, den du (wegen der Absicherung) unbedingt heiraten willst. Kennst du meine Art nicht mehr? Ich sagte wohl: „Oh zeig mal! “ Uns haben doch noch nie die gleichen Männer gefallen. Du hattest doch nicht- wie viele andere oberflächliche Ex-Freundinnen- Angst, weil ich zu der Zeit mit einem offiziell verheiratetem Mann liiert war?? Hattest du Angst?

Kein sehr schöner Abend, du hast viel getrunken, mach ich auch mal gern, aber ich war mit dem Auto da. Deine Gastgeberqualitäten haben mich erschüttert, lange geplanter Besuch und nichts (nichts!) zu essen.

Ich wollte mit dir „Gassi fahren“. Schön mit meinem  Brummer durch unsere gemeinsame Vergangenheit fahren, vielleicht was essen gehen (Hunger!), ich lade dich ein (Hunger!) oder Drive-in, wenn du (in deinem Holzfäller-Hemd) nicht ausgehen willst (Hunger!)

Nein, du wolltest nicht.

Ich hab einen Bierdeckel mitgenommen. Mit deiner ICQ- Nummer. Ich hab dich hinzugefügt. Geschrieben. Immer mal wieder. Keine Antwort. Nie.

Ich hab dich aus meiner Liste genommen.

Der Bierdeckel hat einen festen Platz bekommen. Heute hab ich ihn mir geholt. Und nicht nur angeguckt.

Heute hab ich dich wieder hinzugefügt.

Damit du mich erkennst, hab ich dir einen kleinen Text geschrieben.

Geht’s dir gut?

Bierdeckel.mädchen

Diagnosen und Sensibilität … eher selten?

Ich hab mal wieder eine Blog- Neuentdeckung gemacht. Ist aber auch ein Frischling. Shape’s MH Blog.

Realshape wird uns von seiner Krankheit erzählen. Ich finde das gut, wird er vielleicht auch mal Zuspruch von uns brauchen und uns für manche Dinge die Augen öffnen und auch sensibler machen?  Muss ich an „BlogFrosch“ denken. Michaela hat ja ihre erfolgreiche Leukämie- Therapie gebloggt. Schade, dass sie nicht weitergemacht hat, schön, dass sie wieder gesund ist!

Im 2. Artikel bekommt Shape mehr oder weniger den Diagnosehammer zu spüren. Und da kann ich ins Lied einstimmen, den kenne ich nämlich auch…gut… :ko:

Ich war 17. Ziemlich gestresst von der Fachschule. Mitten in der Ausbildung zur Krankenschwester. Winter. Ein bissel Schnee. Und ich merke, ich kann manchmal so schlecht gucken. Wie verblitzt oder so. Kann nicht „scharf“ stellen. Vom Schnee geblendet? (was für einen Käse man sich selbst einredet! :ko:  oder hofft!) Es wurde schlimmer. Früh der 1.Blick: sehe ich das Tapetenmuster? Nee. Heute nicht. Am nächsten Tag besser. Hm. In der Schule sehe ich nicht mehr, was an der Tafel steht. Die Beschriftung der S-Bahn(die ich täglich fahren muss) wird unlesbar. Nächsten Tag wieder besser. Was soll das? Als es wieder richtig schlimm ist zum Augenarzt. „Sie brauchen ’ne Brille, warum kommen Sie damit als Notfall?“ Kann nich sein, ne? Langsam wird’s spannend, nächsten Tag nochmal Augenarzt, später dann Neurologe, dazwischen brav volles Programm Schule. Dass die einen Tumor im Kopf vermuten und suchen ist klar. Termin für’s CT wird gemacht, auf dem Röntgenbild „sieht man schon was“. Eine Straßenbahn erwischt mich fast, sind aber auch leise die Dinger! Ich verdränge und funktioniere weiter. Kein Fehltag in der Schule. Termin Internist steht an. Ich halte kaum eine Stunde ohne sinnfreies Trinken (man kann sagen „Saufen“ ) von Wasser und entsprechend häufigem Wasserlassen aus. Ich bin in der Ausbildung zur Krankenschwester. Ich ahne und ignoriere.

Vor’m Termin beim Internist esse ich eine ganze Tafel Milka-Schokolade. Am 16.1.1987. Die ist noch von Weihnachten (1.Goldstaub, bin Ossi, 2. völlig unnormal, dass die noch lebt). Ich hab keinen Appetit, trinke fast nur noch, hab 7 kg abgenommen.

In der Poliklinik den Doktor zu finden… nicht einfach. Hilft nur fragen. Sämtliche Beschriftungen und Wegweiser sind für mich unlesbar. Aber ich finde alles. Der Doktor braucht nicht lange und schickt mich zum Blutabnehmen ins Labor. Dort soll ich warten und mit dem Befund zurückkommen.

Eine keifige Stimme ruft mich auf. Ich folge der Richtung. Es keift: „Immer diese schlampigen Diabetiker, mit solch versauten Werten rumrennen…. und sich dann wundern… richten Sie sich gefälligst nach Ihrer Diät…wo soll das denn hinführen… unvernünftig…keif…keif…keif…“  Schwupp – hab ich den Laborzettel in der Hand. Lesen kann ich den Wert nicht.
Ich flüster: „ich bin kein Diabetiker.“

Irgendwie finde ich den Weg zum Doktor zurück.

Krankenhaus. Insulin. Abfinden. Hadern. Akzeptieren. Damit leben.

Der Labor-Kuh hätte ich später noch gern in den Hintern getreten. Und damals (und in der DDR) war alles etwas schwieriger. Nicht so mit jederzeit BZ messen, keine Selbstanpassung des Insulins ans Essen, sondern essen straff nach Plan. Schreckliche Mehrweg-Spritzen und -Kanülen zum Auskochen. (Ich hatte dann bald West-Spritzen). Aber es wurde immer besser, regelmäßiges Messen möglich, Insulin-Pen’s, Selbstanpassung, Insulinpumpe… mal sehen, was noch so kommt. :awink:

Und die Erklärung für das wechselnde Sehvermögen: der Körper versucht über die Nieren, den Zucker loszuwerden. Das heisst, man muss wie verrückt pinkeln. Man trinkt zwar viel nach (Durst!) aber trotzdem kommt es zu einer Austrocknung des Körpers … und der Linsen. Damit ändert sich die Krümmung…und die Welt wird unscharf. Das ist aber bei jedem anders und war bei mir sehr ausgeprägt. Und die Fachärzte haben sowieso gern mal einen Tunnelblick. Der Internist wird es gleich gewusst haben, brauchte den Wert nur zur Bestätigung.

Ich finde schon prägnant, auf welch nette Art und Weise ich erfahren habe, dass ich bis an mein Lebensende einen eher unerwünschten Begleiter habe. Ist eben eine treue Seele, so ein (Typ I) Diabetes. Aber ich komme klar mit ihm. :awink: :teddy:

Schmetterling

Schmetterling 23.04.2009: Der Schmetterling bewegt sich leicht und geschmeidig durch die Lüfte, fächelt mit dem Schwung seiner Flügel frische Luft in ihre Richtung. Er ist immer bei ihr, obwohl er nicht immer auf ihren Blütenblättern sitzen kann. Schönheit liegt im Auge des Betrachters und so schimmern seine Flügel immer in den schönsten Farben. Er ist der Sonnenschein ihres Lebens und selbst, wenn er wieder wegfliegt in den Himmel, macht es sie nicht traurig, die Gewissheit seiner Wiederkehr, die schönen Worte und die Leichtigkeit ihrer Begegnung hallt noch lange in ihr nach…
Wer solch einen Schmetterling zum Begleiter hat, strahlt wohl auch selbst, schwebt, schöpft Kraft, fühlt sich nicht alleine, bekommt Flügel, fliegt mit…. in Gedanken. Aber die Blume kann nicht mitfliegen. Sie weiß es, aber manchmal, wenn sie sich im Wind wiegt, vergisst sie es.

Aber nur, weil sie es vergessen will…

23.04.2011: Die Blume will nicht mehr vergessen….

Foto: Stefan Filla

Anmerkung: den Original-Artikel hat sich am 18.04.2011 jemand komplett mit Bild bei mir kopiert (Achtung, ICH habe von Herrn Filla die persönlich gegebene Erlaubnis, sein Bild zu veröffentlichen!) , aber immerhin sind dadurch diese 2 Jahre alten Worte wieder in mein Blickfeld geraten.
Meine Worte.