Skip to content

  1. By Miki in bebildertes, gedichtetes, gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    dunkleWolken
    Die Gedanken sind heute schwer.
    Und werden im Kopf doch immer mehr.
    Am besten lassen sie sich vertreiben,
    wenn ich beginne sie aufzuschreiben…. :???:

    Nicht immer sprudeln die Worte wie ein munterer Bach.
    Oft mühsam gesammelt mit Weh und Ach.
    Heute umschwirren sie mich mit bösem Gelächter,
    und meine Reime werden schlechter.

    Kann mich nicht leiden, bin nicht auf der Höhe.
    Der Liebste alles and’re als grad in der Nähe.
    Die Gesundheit in weiter Ferne.
    Voll Energie wär ich so gerne.

    knurr

    Das Raubtier knurrt, der Himmel grollt,
    von schlechter Laune überrollt.

    SchneemannKröte

    X

    X

    X

    X

    Der Schneemann schmilzt, die Kröte glotzt,
    der Baum den vielen Jahren trotzt.

    Baum

    Nun helfe ich mir heut mit Maulen.
    Kommt jemand mir das Ego kraulen?
    Ein netter Kommentar von euch,
    ginge es mir besser gleich.

    X

    X

    Tags: ,

  2. Kind

    November 29, 2009
    By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    MutterKind

    Noch nie – und nie wieder – war ich so stolz, wie nach der Geburt meines Sohnes.
    Ich war noch nicht „Mutter“, noch nicht besorgt, eher erstaunt, aber sooo stolz.
    Ich hab wirklich – mit grad 19 – gedacht, da hast du was geschafft (erschaffen?).
    Ein Mensch, ein Leben, Zukunft.
    Außerdem war er wunderschön.
    Es gibt da allerdings einen Mechanismus, dass jede Mutter ihr Kind schön findet. Aber ich fand das Kind meiner Bettnachbarin absolut hässlich, da war jeder Hamster schöner (ich weiß = böööse). Also guter Mechanismus!
    Aber mein Kind muss nett ausgesehen haben (perfekter schwarzer Igelschnitt), denn gerade wechselte der Chefarzt und welches Baby hielt der neue Chef für die Presse im Arm? Meins!
    Wie jung und blöd war ich: davon hab ich keine Zeitung! Und auch keine andere! Hab nach 17 Jahren eine Berliner Zeitung (sauteuer) aus einem Archiv gekauft! (Hat er zum 18. Geburtstag bekommen).
    Naja, beim nächsten Kind hätte ich es gewusst!
    Aber mehr hab ich nicht, ich bin froh, dass ich das damals nicht wusste.
    Aber letztendlich war es meine Entscheidung. Winke, winke Ferdinand, Florentine, Caspar, … vielleicht im nächsten Leben.
    Ich habe in letzter Zeit so viele Artikel von Frauen um die 30 gelesen, die sich über ihren mangelnden Kinderwunsch wundern.
    Die Natur regelt das.
    Entweder so, dass es einfach passiert, oder dass man mit einem bestimmten Mann auch 7 Zwerge in die Welt setzen will, ohne Wenn & Aber.
    Nicht gut finde ich die künstlichen Befruchtungsmaßnahmen,
    1.) weil die Natur sich etwas dabei denkt und
    2.) weil es viele Kinder gibt, die gute Eltern gebrauchen könnten, aber nicht haben
    (sind natürlich nicht alles Babys, sondern schon Wesen, mit denen man sich richtig auseinander setzen muss).
    Was auch bei den eigenen Kindern mal passiert, aber da hat man Zeit zum Reinwachsen.
    Vielleicht haben die potentiellen Eltern in unserer Gesellschaft, wo alles abgesichert sein muss, der Bausparvertrag schon mit 18 abgeschlossen wird, auch den Mut und die Zuversicht verloren… und dann gibt’s auch keine Kinder…..
    Ich bin 40, mein „Kind“ 21… und stolz bin ich immer noch!
    Zugegeben, auch ein wenig auf mich selbst…aber das ist eine ganz andere Geschichte….

    Kind, leb dein Leben!
    Dafür hab ich es dir gegeben!

    X
    X

    Tags: , ,

  3. Weihnachten im Gefängnis

    November 27, 2009
    By Miki in aktuelles, informatives, nachdenkliches, weihnachtliches

    Nein! Nicht ich!
    Aber von vorne:
    Gestern habe ich ein Päckchen eines Online-Shops bekommen, ich bemühe mich eigentlich,  dass ich Kosmetika usw. preisgünstig online kaufe, das ist wesentlich günstiger als in Fachgeschäften. Klappt natürlich auch nicht immer.
    Und wie immer war auch einiges an Werbung mit im Päckchen. Und aus irgendeinem Grund habe ich mir diese (diesmal) angesehen.
    Da kam mir eine Karte entgegen mit dem Slogan:

    sterngross

    Es handelt sich um eine christliche Einrichtung, die dafür sorgt – oder sich bemüht- dass Gefangene in Strafvollzugseinrichtungen eine kleine Weihnachtsfreude haben.

    Da ich finde, dass dies eine schöne Sache ist habe ich mich schon mal erkundigt:

    Ein Gefangener bekommt im Jahr 3 Paketmarken.
    Das ist ja ganz schön wenig und wenn er diese dann für eine solche Aktion abgibt heißt das ja, dass er von jemand anderen nichts zu erwarten hat.
    Man meldet sich auf dieser (Link entfernt, Seite nicht mehr existent)  Website an und erhält per Post von der jeweiligen Strafvollzugsanstalt einige Richtlinien, was ins Paket rein darf und was nicht. Außerdem bekommt man die Paketmarke.
    So ist das Paket schon einem Gefangenen zugeordnet.
    Der Beschenkte sieht keinen Absender, hat aber die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über das Büro.

    Paket_GeschenkMir gefällt diese Aktion!

    Und ich halte es für besser und sinnvoller, als das „Blog-Wichteln“, welches ich auch süß finde, nur leider veranstalten das ja mehrere. So dass man gar nicht weiß, wo man mitmachen soll.

    Hier geht es natürlich nicht ums Beschenkt- werden, sondern wirklich darum, einem „vergessenen“ Mensch eine kleine Freude zu machen. Sehr gern gesehen ist auch ein(e) individuelle(r) Nachricht/ Brief,  was ich sehr schön und sehr persönlich finde.

    Ich habe hier schon einmal geäußert, dass ich nicht an Gott glaube.
    Aber ich glaube an die Menschen (und das Gute darin!).
    Es kommt niemand „böse“ oder „schlecht“ auf die Welt.
    Es gibt so viele Möglichkeiten, Fehler zu begehen.

    Ich mache bei der Aktion mit!

    Wer noch??? ;-)

    Bitte weitersagen! :!:

    Weihnachtsfreude im Gefängnis

    Anmerkung: dafür, dass ich dies hier publiziert habe, erhalte ich nichts! Es ist als nicht als Werbung zu verstehen!

    Tags: , , ,

  4. By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches, trauriges

    Blumen

    21.11.

    Heute vor 3 Jahren sollte „meine“ (ähm.. unsere) Scheidung vollzogen werden. Meine Güte, sagt man das so?

    Jedenfalls hab ich gedacht, ich verlasse an diesem trüben Novembertag das Familiengericht in Berlin als geschiedene Frau. Nach nunmehr über 9 Jahren, in denen die Ehe nur noch auf dem Papier bestand, wurde das aber auch Zeit!
    Knackpunkt heute:
    a.) kommt der Noch-Mann?
    b.) erscheint er pünktlich?
    So, auf einmal hatte ich zu tun, pünktlich zu sein ..ich hasse –aus Autofahrersicht- Kreuzberg! Peinlich, ich als die Berlinerin, er soll extra aus Thüringen angeritten kommen!

    Was soll ich sagen. Ich war knapp pünktlich, er war schon da…aber die Anwältin fehlte! Ach du Kacke! Sorry! Aber es macht sich niemand ein Bild, was wir für diese finale Veranstaltung schon für bürokratische Vorarbeit geleistet haben, wie viele notarielle Urkunden schon vorhanden waren! Wie sehr ich auf diesen Termin gewartet habe! Wie oft der Noch-Mann zu wichtigen Gelegenheiten nicht angetreten ist! Wo ist die blöde Anwältin???Paragraphengrün

    Glück gehabt, die Kunden vor uns brauchten länger, die Anwältin kam angetrabt. Da sie so l-a-n-g-s-a-m s-p-r-i-c-h-t, dass man inzwischen eingeschlafene Füße bekommt, läuft sie wohl auch nicht schneller? Bei der Frau konnte man wirklich annehmen, sie wird nach Zeit bezahlt, naja, so hat sie es scheinbar zum Schluss auch gesehen. Mit der letzten Rechnung – die ich, wie alle anderen auch, alleine zahlen musste, sonst wäre ich heute noch nicht geschieden- gab es dann tatsächlich noch Ärger.

    Nun waren wir dran. Rein! Hinsetz. Richterin murmlt was “… alle Urkunden ja schon da… Versorgungsausgleich ausgeschlossen…Gütertrennung jahrelang vorhanden…warum mussten sie denn zum Termin erscheinen, ist doch alles klar…“

    Paragraphen2Ick werd weich!

    „Auf Wiedersehen, die Papiere werden Ihnen zugestellt.“

    Waaas? Ick bin nicht geschieden????

    Manno!

    So. Nochmal etwas langsamer. Man wird nicht an DEM Tag geschieden, sondern nach dem Richterspruch wird eine Urkunde erstellt. Als Scheidungsdatum gilt das Erstellungsdatum der Urkunde. Aha.

    Noch ein paar Kuriositäten.
    Nun war der Gerichtstermin am 21.11.006. Wie gerne hätte ich da den 28.11.2006 als Termin gehabt, denn am 28.11.1986 hatten wir uns das 1. Mal gesehen. Mein Ex-Mann und ich, meine ich. 20 Jahre. Stempel. Erledigt.Stempel

    Naja, das offizielle Datum der Ehe-Scheidung wurde dann der 28.12.2006. Geschafft.

    (Ein ganz klein wenig hatte ich noch gehofft, es würde den 17.12. erwischen… unseren Hochzeitstag.)

    Alles in allem eine wenig lohnenswerte Angelegenheit, so eine Ehe.ehe

    Aber wir haben in der DDR geheiratet (warum denken manche, ich müsste jetzt „ehemalige“ DDR schreiben, sagen wir auch das „ehemalige“ 3.Reich??).
    Zurück zum Thema, in der DDR war eine Ehe kein solcher Knebelvertrag und gegenseitige Versorgungsanstalt, um den Staat zu entlasten, wie heute.

    Und ich hab aus Liebe geheiratet.

    Nun wurde es Zeit, das Ganze komplett abzuschließen.
    Der Frust, der in den Gedichten Mein Ex-Arsch und Fortsetzung Mein Ex-Arsch steckt kam erst später dazu. Nachdem er sich gegenüber unserem Sohn genauso verlogen, dreckig und schäbig verhalten hat, wie zu mir.
    DAS nehme ich ihm übel für immer.

    Es war einmal… und für mich ist er gestorben…und keinen Heldentod, sondern den Tod eines Lügners, und verantwortungslosen Drückebergers.
    Kann weg!

    1899_0

    Meine Liebe zu dir – sie ruhe in Frieden.

    Tags: , , ,

  5. Ich & Ich …

    Oktober 24, 2009
    By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    Manchmal streite Ich mich mit mir.

    Dann sagt das andere Ich, im Leben muss alles seine Ordnung haben. Alles muss definierbar sein. Entweder man ist Single, hat also keinen Partner. Oder man hat einen Lebenspartner. Das muss sich in gemeinsamen Namen, wenn nicht, wenigstens in gemeinsamer Meldeadresse widerspiegeln. Alles andere ist nur für eine gewisse Übergangszeit in Ordnung. Und die darf nicht länger als ein, maximal zwei Jahre betragen.
    So, so. Schlaues Ich.
    Außerdem will dieses Streber-Ich, dass Arbeitsverträge bis zur Rente gelten und auch von beiden Seiten eingehalten werden!
    Na ohne mich! Man sollte schon genau darüber nachdenken, wo (und für wen) man einen großen Teil seiner (Lebens-)Zeit verbringt!
    Immerhin es hat mich dazu gebracht, dass Ich zwei kleine Renten-Zusatzversicherungen unterhalte. Was mein richtiges Ich jeden Monat aufregt, weil da sowieso nix rumkommt und Ich mit den über 100 Euro monatlich andere lustige Dinge kaufen könnte.
    Das andere Ich hält es für schwachsinnig, mit drei Riesen-Plüsch-Bären, einer Riesen-Plüsch-Ratte und diversen anderen (Mordillo- )Plüschtieren die Behausung zu teilen. Es hat auch ein Problem damit, dass riesige Zimmerpflanzen Jahr für Jahr lustig wuchern und mich mit meinen Nutz-Möbeln (Bett, Sofa, Schreibtisch, Stuhl…) in finstere Ecken der Wohnung verdrängen.
    Es meint auch, Ich verbringe zu viel Zeit am Computer. Jedenfalls privat. Arbeiten dürfte Ich daran wohl bis zum Umfallen, oder wie?
    Ja, ja… ein Auto ist ein emotionsloses Nutzding. Hauptsache es fährt!
    Krieg!!! Verschwinde, du Spassbremse!

    Sammeln! Man muss nichts sammeln! Was bringt das? Steht und hängt alles nur in der Gegend rum! Kostet Geld! Brauchst du nicht!
    Doch! Brauche Ich! Will Ich! Hab Ich Spass mit!

    Aber manchmal höre Ich doch auf mein Vernunft- Ich. Wenn mir das aber gar nicht gut tut und Ich es nicht wahrhaben will, kommt mein drittes Ich: der Körper!
    Magenschmerzen sind immer das beste Indiz für eine Schieflage.
    Wenn man dann den Mann abschafft und die Schmerzen bleiben, hat man was falsch gemacht. Dann war es wohl doch der Job?! x-(
    Auf meinen Magen (Bauch) hab Ich bis jetzt immer gehört, einmal allerdings erst so spät, dass Ich schon fast ein Magengeschwür hatte. Aber da kannte Ich die Funktion dieses 3. Ich’s noch nicht, mit Mitte 20.

    Doch Ich hab mein Vernunft- Ich ganz gut im Griff.
    Es ist mein skeptischer Ratgeber. Fast ein eingebauter TÜV. Wirft regelmäßig Fragen auf und wenn Ich sie gut beantworten kann, gibt es wieder Ruhe. Für eine Weile.

    Gut ist, was gut tut.
    Und das ändert sich eben auch mal.
    So kann sein, dass etwas, was heute noch in Ordnung ist, morgen nicht mehr so geht.
    Und deshalb finde Ich gut, dass mein 2. und 3. Ich so gut auf mich aufpassen.

    kaktros

    Tags: , ,

  6. Piano

    Oktober 15, 2009
    By Miki in nachdenkliches, schönes

    Hier mal etwas schönes zum Nachdenken, nicht perfekt, aber lässt Freiräume für die eigenen Gedanken und die Fantasie…

    Tags:

  7. Stille

    September 6, 2009
    By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    SonnenuntergangSeeIch habe heute noch kein einziges Wort gesprochen.
    Und ich will auch nicht.
    Und keiner merkt´s, niemand ist sauer.
    Ich lebe allein. Und das ist auch gut so.
    Jetzt.
    Ich genieße dieses Schweigen mit mir.
    Dabei war ich nicht kommunikationslos. Ich habe ja schon gebloggt, war also sogar kreativ, habe in anderen Blogs kommentiert.
    Ansonsten hatte ich heute ausgeschlafen… sehr lange… aber das ganze Haus ist heut still. Das passt doch.
    Dann habe ich meinen einsamen Kaffee genossen, mich in meine Puzzle-Ecke zurückgezogen und diesem stillen Hobby gefrönt.
    Habe ein wenig aufgeräumt, der Staubsauger wäre mir heute aber einfach zu laut gewesen.
    Konnte mich zum Sport aufraffen, bin jetzt zufrieden.
    Habe heute mehrere (Mädchen-)Blogs gelesen, wo Endzwanziger hadern, weil sie freitags faulenzen (und nicht, wie sie denken, dass erwartet wird, die Nacht durchtanzen) und / oder Single sind, sonntags mit niemandem spazieren gehen (können) und so gar nicht ihrem von sich und dem Leben erwarteten Bild entsprechen.
    Ist das schön, dass ich gelernt habe, das Leben so zu nehmen und zu genießen, wie es ist!
    Das Leben kennt nämlich nicht unsere Drehbücher im Kopf! Und es ist viel besser! Oder viel unvorhersehbarer! Für jeden ein eigenes Strickmuster. Ähnlichkeiten zufällig?
    Meins ist jedenfalls ziemlich gut erkennbar ein Unikat.
    Und das gefällt mir!
    Was ja nicht dagegen spricht, dass bei vielen auch ein gewisser “Klassiker” gelebt wird im positivsten Sinne.
    Wenn von Hochzeiten die Rede ist, werd ich schon mal ziemlich ruppig, mein Spruch ist dann (im Gegensatz zu den “Ahhs” und “Ohhs” von heiratswilligen Mädels) “Was geht mich fremdes Leid an?”. ;-)
    Naja, brauch ich halt nicht mehr.
    Aber heute bin ich einem Hochzeitsbild begegnet, welches ich so schön fand, so ausdrucksstark und tiefgründig glücksgetränkt…wow!
    Und vom damaligen Bräutigam unter “Glücksmomente” abgelegt! Einfach schön.
    Seht selbst:
    Glücksmomente

    Ja, das Leben ist schön, voller Überraschungen, Herausforderungen, geglückten und geplatzten Träumen, schweren Entscheidungen, Schicksalsschlägen, Verlusten, die sich dann doch als Gewinn entpuppen können….

    Es ist mal laut und mal leise…

    und heute genieße ich die Stille.

    Tags: , , ,

  8. By Miki in gedichtetes, informatives, nachdenkliches, persönliches

    Asche

    Warum rauchst du?
    Und ein anderer nicht?
    Warum steckst du dir
    dieses Unkraut ins Gesicht?

    Warum atmest du nicht,
    die Lunge würd´s danken
    die saubere Luft,
    sondern musst Ruß erst tanken?

    Was gibt dir der Nebel,
    der um deinen Schädel,
    in Wolken schwebt,
    sich gelb auf die Umgebung legt?

    Wieso verräucherst du dir den Sinn?
    Schmeckst alsbald keine Nuancen
    im Essen drin.

    Da kann der Gourmet nun lange zaubern,
    die toten Nerven das Erlebnis dir rauben.

    Auch riechen kannst du nicht mehr gut,
    deine Nase hat wohl Wut,
    doch der Mund zieht am Stängel heiss,
    deine Zähne blitzen längst nicht mehr weiss.

    Du riechst wie eine alte Socke,
    folgst räuchernd deinem alten Trotte.
    Klar sagst du jetzt;“ ich muffel nicht!“,
    die Mit-Raucher, die riechen´s nicht.

    So sortiert man sich die Freunde,
    wo kann man räuchern und wo nicht,
    leider auch an diesem Laster
    eine Freundschaft mal zerbricht.

    Manchmal sogar eine Liebe,
    die Lügen sind die tödlichen Hiebe.
    Der Süchtige nun heimlich raucht,
    nicht sagt, dass er eigentlich Hilfe braucht.

    Vielleicht ist das ein Problem?
    Auch das hab ich schon gesehn:
    Der coole Raucher will´s nicht sagen,
    dass auch ihn die Stängel plagen?

    Schlechte Haut und gelbe Finger.
    Eine Lulle im Gesicht.
    Eins ist klar, dass diese Dinger,
    optisch fallen ins Gewicht.

    Das soll für die jungen Leute,
    die cool sein wollen heute,
    auch gleich ein wicht´ger Hinweis sein;
    lasst euch gar nicht erst drauf ein.

    Die Gründe sprechen alle dagegen,
    es kostet Geld und ist ungesund,
    man belästigt and´re mit Qualm und Ascheregen
    viel zu selten benannt als wichtiger Grund.

    Es galt ja mal als schick
    und dieses Missgeschick,
    ereilte die heute „Alten“
    soll´n sie halt ihr Laster behalten.

    Aber heute ist es bekannt,
    der Qualm aus der Gesellschaft verbannt.
    Ich rede nicht drumrum,
    wer heut damit anfängt ist dumm!

    Doch man kann sich mal irren,
    die Sinne können verwirren,
    zum Aufhören ist es niemals zu spät,
    mit eig´nem Willen es auch geht.

    Man spart die Zeit, man spart viel Geld,
    die Gesundheit länger hält.
    Die Umgebung es dir dankt,
    die Leistung wird hoch anerkannt!

    Zu Asche werden wir alle mal,
    heute hast du noch die Wahl.
    Ich muss nicht lange überlegen,
    nicht die Asche, sondern Leben!

    Miki

    Leben

    Tags: , ,

  9. Leben

    August 28, 2009
    By Miki in nachdenkliches, persönliches

    WolkenMein liebes Leben,

    du warst schon bei mir, als ich noch nicht einmal über dich nachdenken konnte. Lange Zeit mussten andere auf mich aufpassen, damit du bei mir bleiben konntest. Aber das ist normal.
    Und weil es so normal ist, vergessen manche, über ihr Leben auch einmal nachzudenken. Nehmen es einfach hin. Als selbstverständlich.
    Dabei finde ich, kann ein wenig Demut nicht schaden.

    Du hast mich in einer klassischen Familie in einem friedlichen Land platziert.
    Um mich herum gab es Familien, Kinder… Schule, Ferien, Klassenfahrten, Kindergeburtstage…und ich mitten drin.
    Neben meiner Schwester hatte ich noch einen „gefühlten“ Bruder, Nachbarskind im selben Haus. Wir haben „Alfons Zitterbacke“ von der Schallplatte gehört, mit der Eisenbahn gespielt und gebastelt, getobt, Hängematte geschaukelt, Nachbarn geärgert, Mist gemacht….
    Leider habe ich ihn mit dem Erwachsenwerden komplett verloren, keinen Kontakt.

    Du hast mir Liebe vor die Füße gespült, nicht immer habe ich zugefasst. Mit 15 zu jung, um zu erkennen, jemand besonderem begegnet zu sein. Undurchsichtig war für mich, was wichtig und unwichtig sein sollte. Liebe ist unabhängig von Körpergröße und Prestigedenken. Mütter haben nicht immer recht.
    Als ich ihn nach zwanzig Jahren endlich wirklich wiederfinden wollte, hatte er seinen Vertrag mit seinem Leben schon gekündigt.

    Die nächste Liebe fühlte sich ganz anders an. Mehr geglättet, nicht so Berg und Tal.
    Und die Liebe zum eigenen Kind ist noch einmal etwas ganz anderes.

    Leider habe ich meine Heimat verloren. Das Elternhaus sozusagen. Das Haus, welches mir 19 Jahre lang ein Dach geboten hat. Die Eltern haben sich getrennt, ihr Leben noch einmal neu sortiert.
    Zwei Häuser gibt es, die ich manchmal besuche. Dich, mein Heimathaus mit deinem ehemals ungeliebten Keller, in dem ich so manche Schippe Koks verballert hab. Jetzt ist natürlich alles viel moderner. Aber ruhig ist es geworden, stimmt’s? Zwei ältere Leute wohnen dort, wo einst zwei Familien mit je zwei Kindern wohnten. Aber Häuser überleben Menschen…auch du wirst wieder lebendiger werden. Ich roll mal wieder langsam bei dir vorbei, richtig besuchen kann und will ich dich nicht. Mein Sohn wohnt in deiner Nähe und ist bei dir schon entlang geradelt. Ihn kennst du noch als Zwerg… nun ist auch er schon groß.
    Das zweite Haus, welches ich besuche, habe ich „selbst“ gebaut. Na gut, auf dem Papier.
    Aber diese sonderbare Liebe zu einem großen Mann, der dann doch ein zu groß geratener Junge war, hat nicht viel Zeit überdauert.
    Das mit Herzblut entstandene Haus loszulassen war der Preis für die Freiheit. Dich, mein liebes Haus, besuche ich frohen Herzens, ich bin stolz darauf, dass du so schön und gelungen bist und froh darüber, dass du so lebendige Bewohner hast.

    Mein liebes Leben, was hast du noch mit mir vor? Diese Aktionen von Heirat mit 18, Mutter mit 19, alleinerziehend mit 29, Hausbesitzerin mit 34, Single-Haushalt mit Fernliebe ab 36… seit dem Auszug aus dem Elternhaus sieben Umzüge… was wird noch kommen?

    Jobs. Tja, auch da sind wir das Dream – Team „Überraschungsei“ – mein Leben und ich.
    Scheinbar bin ich mit einem Extra- Feature ausgestattet, Knopf „Optimieren aktivieren“.
    Mag Chefs nicht, die einen klein halten wollen mit der Argumentation „draußen gibt’s keine Jobs“, „andere Bewerber stehen Schlange vor der Tür“. Ich muss meine Arbeit mit Überzeugung tun, sonst liefer ich schlechte Arbeit ab. Und dann kommt dieser Knopf ins Spiel. Bisher wurde er 10 x aktiviert. Wie machen das bloß die anderen, die 20 Jahre+ in einer Firma sind?
    Eine Bekannte hat mal zu mir gesagt: „ Hirn raus, feuchtes Tuch drüber, auf Beifahrersitz legen, arbeiten, dann Hirn wieder rin, leben….“
    DAS ist keine Alternative für mich.

    Es gibt Kindheitsträume, über die man später lächelt.
    Ich wollte mal Lokführer werden. Das war noch unrealistisch. Architektin. Das hätte gut gepasst, aber die Rahmenbedingungen waren eher schlecht. Ich noch zu jung, die Hindernisse für damalige Verhältnisse zu groß für mich. Heute würde mir das nicht mehr passieren. Naja.
    Ich wollte keine Familie gründen, keine Kinder haben, das Beispiel der Eltern war nicht überzeugend. Aha.

    An richtige Träume kann ich mich gar nicht weiter erinnern…doch: zwei:
    Den einen hab ich vererbt (… ): eine laange Rutsche, in die man oben reinhüpft, ruuuutscht… und unten gewaschen, angezogen, frisiert, gezahnputzt usw. wieder rauskommt.
    Oder eben abends gebügelt und geschniegelt für’s Bett.

    Und der zweite? Erfüllt! Auto, Auto, Auto…
    Tagtraum von früher Kindheit an: ich sitze bei toller Musik im Auto und fahre, fahre, fahre…
    Technische Ansprüche ans Gefährt hatte ich keine, weil a.) keine Ahnung und b.) zu DDR Zeiten galt „Hauptsache fährt“.
    Mit 25 hab ich den Führerschein gemacht, fahre seitdem immer. Mal netten Gebrauchtwagen als Familienkutsche gehabt oder eben Dienstwägelchen.

    Aber seit einem Jahr: Traum erfüllt!
    Seht ihr eine Golf GT Sport- Fahrerin (schneeelll gucken…) mit blödem Grinsen im Gesicht? Das bin ich.
    Witzig: Ich durfte als Kind keine langen Haare tragen. Ein Traum von mir ( also doch noch einer!) war oft; ich wache auf und die Haare sind lang! (Ich glaub ich hab als kleines Mädchen sogar früh manchmal vorsichtig hingefasst, ob es jetzt endlich geklappt hat…)
    Und in diesem Auto-Traum hab ich lange, dunkle und glatte (wichtige Anmerkung nach den Verfehlungen der 80er Jahre!) Haare.
    Und soll ich was sagen? Ich HABE lange, glatte dunkle Haare! Und Auto!!!
    Glück! Glücklich!
    (Link zu einem der glücklichst- machenden Tage)

    Als Teenager mag ich manchmal gedacht haben am falschen Fleck geboren worden zu sein. 250 km westlich gab es in jedem Laden „Mars“- Riegel, meine heimliche Maßeinheit für Glück.
    Aber wenn auch die individuellen Möglichkeiten beschränkt waren, würde ich heute diesen Gedanken revidieren.
    Mein liebes Leben, wir haben uns zur richtigen Zeit getroffen. Ich musste bisher keinen Krieg erleben, 50 Jahre eher geboren wäre ich an meiner chronischen Krankheit alsbald eingegangen.
    Ich habe mit 20 eine Revolution erlebt, zahle heute bereits mit der dritten Währung mein täglich Brot.

    Ich bin gespannt, was wir noch zusammen anstellen werden. Und auch darauf, was uns einmal trennen wird. Und wann.

    Ja, manchmal habe ich Angst, du könntest mich plötzlich verlassen. Nein. Nicht Angst. Es ist mir bewusst, dass es passieren kann. Ich will dich nicht als selbstverständlich betrachten. Ich will dich jeden Tag schätzen. Auch wenn es mir nicht immer gelingt, wenn ich gelegentlich wegen Nichtigkeiten die Wichtigkeiten vergesse.

    Solltest du mich doch ohne Vorwarnung verlassen und ich keine Zeit mehr für folgende Worte haben, so sage ich sie jetzt:

    Es war schön mit dir! Danke dass du bei mir warst!

    Aber vielleicht haben wir erst Halbzeit, also lass uns weiter machen!

    Was hinter mir liegt, wird klein. Was vor mir liegt ist groß.

     

    Tags:

  10. was ist Glück?

    August 2, 2009
    By Miki in gefundenes, nachdenkliches, persönliches

    genHimmelWas ist Zufriedenheit? Oder Glück? Wann ist man glücklich? Und wie glücklich ist man wann?
    Manchmal erscheint es mir wie ein Wettlauf. Bin ich unterwegs, arbeiten oder Besorgungen machen, denk ich, ich wäre gern schon zu Hause.
    Dort angekommen packt mich das nächste Elend und ich denke, wäre doch nur schon aufgeräumt, die Wäsche gewaschen, eingekauft. Wenn ich das erledigt habe, könnte man denken, jetzt kann man „glücklich“ – ich ersetze diese Umschreibung für einen offenbar ziemlich unerreichbaren Zustand durch „zufrieden“- sein.
    Dann kommt vielleicht ein Anruf einer guten Freundin, aber anstatt mich darauf zu konzentrieren und zu entspannen, laufe ich dabei noch rum und sortiere einhändig irgendwelche Dinge von links nach rechts. Statt „glücklich“ zu sein darüber, mit einem lieben Menschen zu sprechen und mal andere Dinge zu vergessen.
    Selbst wenn ich mir mal ein „Tagschläfchen“ gönne (ich liebe es) denke ich beim Einschlafen schon daran, was ich danach alles machen MUSS.
    Vielleicht fängt Glück ganz woanders an.
    Ich bin gesund (relativ, aber jeder hat ja irgendetwas), ich habe keine Schmerzen (komisch, dass einem immer nur auffällt, wenn man mal welche hat, vielleicht ist das schon verpasstes Glück?), ich hab eine schöne Wohnung, kann selber für mich sorgen, mich bedrohen keine Schulden, alles übersichtlich, ich habe Freunde und Familie, keinen Kummer mit meinem Sohn, einen geliebten Mann, ist das nicht schon Glück?
    Wo ich ein Empfinden für Glück habe ist beim Auto fahren. Da vergesse ich gelegentlich sogar, wohin ich fahre. Das liegt natürlich auch an der Erfüllung eines Traumes vor inzwischen auch schon fast einem Jahr. Mein Auto. Fahren tue ich schon ca. 15 Jahre fast täglich, weil beruflich. Aber eben erst jetzt mit diesem Auto (ich gebe jetzt nicht an, soll sich jeder vorstellen, was er mag). Frage mich nur manchmal was die Leute im Bus neben mir denken, wenn sie sehen, dass ich das Lenkrad streichel…. Naja, lange sehen sie mich ja nicht… Staubwolke… ;-)
    Aber ich will mehr. Ich will froh sein, wenn ich sitze, dass ich sitze, ich will mein Essen genießen, auch wenn ich nicht (immer) DAS und SOVIEL essen kann, wie ich gerne möchte (Gewicht!). Ich möchte froh sein, auf meinem Sofa zu sitzen und zu faulenzen, möchte das, was ich mache, gerne tun. Eigentlich möchte ich nur mein ewiges schlechtes Gewissen, diese immer in der Ecke lauernde „ABER“ loswerden.
    Ich möchte einfach im JETZT leben. Das Jetzt ERLEBEN. Auch schnöde Dinge wie die Tasse Kaffee zwischendurch. Den Schwatz mit Nachbarn, während der Müllbeutel immer schwerer wird. Den Postboten verulken und lachen. Nachbars Katze ärgen (nich doll!).
    Nicht immer schon denken, jetzt mach ich das, nachher das, morgen dies und in drei Wochen ist Urlaub, DARAUF freue ich mich. Nein. Doch. Ich freue mich natürlich auf den Urlaub, aber jeder Tag muss doch gelebt werden.
    Ich will ab heute noch mehr darauf achten.

    (Könnte auch daran liegen, dass ich gestern den ganzen Tag Magenschmerzen hatte. Dann war das sogar zu etwas gut?!)

    Ein weiser Mann hat einmal gesagt:
    „….”Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein….” (Name nicht bekannt).

    Hat irgendjemand verstanden, was ich meine?

    Tags: , , ,

  11. 27.Juli

    Juli 27, 2009
    By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches, trauriges

    27. Juli – ein sonderbarer Tag…
    Liebe Liane,

    gestern wärst du 70 geworden und morgen bist du 16 Jahre tot.
    Wenn ich es in meinem Leben besonders “bunt treibe” muss ich immer an dich denken, warum eigentlich? ;-)
    Aber nicht nur dann… ich habe dich fast immer ein wenig bei mir…mit meinem Parfüm, wovon ich den ersten Flakon von dir bekommen habe.
    Damals habe ich trotzdem immer wieder mal ein anderes Parfüm probiert und gekauft, aber irgendwann hab ich erkannt: DAS ist MEIN Duft.
    Irgendwie passt das, du hattest auch so einen speziellen Duft, bist du in einem Raum gewesen, hat man das später noch lange gerochen… so ein angenehmer Hauch. Später hab ich Dinge von dir eingetütet um diesen Geruch zu konservieren.

    Flakon

    Das geht natürlich nicht und von den meisten Sachen hab ich mich inzwischen getrennt.
    Ja, wir mussten loslassen… und du fehlst….
    Das Datum ist eigentlich nicht wichtig, besonders denke ich an dich bei Feiern & Feten… oder wenn ich was mache, was dir gefallen hätte… ist das nicht schön?

    Ich schließe die Augen, umarme dich…siehst du, dann rieche ich dich und hör dich lachen….

    Bis denn!

  12. By Miki in bebildertes, informatives, nachdenkliches, witziges

    Ich mag keine Stierkämpfe.

    Was ist das auch für ein Kampf?

    Abgesteckt nach den Bedingungen des Menschen, keine Chance für den Stier.

    Ende vorprogrammiert.

    Hier nur in Stichpunkten die Vorgehensweise beim „Stierkampf“.

    Wer es ausführlich braucht, findet alles hier:  Stierkampf

    ______________________________________________________________________________

    „…..Im ersten Drittel geht es darum, die Tapferkeit und Angriffslust des Stier zu zeigen, der mehrmals angreifen soll, obwohl er dabei bestraft wird. Die verwundete Nacken- und Schultermuskulatur zwingt den Stier zum Absenken des Kopfes, was die spätere Tötung durch den Matador mit dem Degen erst ermöglicht….“

    „Im zweiten Teil treten die so genannten Banderilleros auf, deren Aufgabe es ist, dem Stier drei Paare langer, mit bunten Bändern versehene Spieße so in den Rücken zu stechen, dass sie hängen bleiben….
    Ziel ist es, den Muskelstrang zwischen den Schulterblättern des Stieres zu treffen, zu schwächen und zu markieren, ohne jedoch den Zugang für den finalen tödlichen Stoß des Matadors zu versperren.“

    „Im dritten und wichtigsten Teil des Stierkampfes sind nur noch der Matador, ausgerüstet mit einem kleineren dunkelroten Tuch und einem Degen, und der Stier in der Arena.
    Der Stier ist zu diesem Zeitpunkt schon schwer verletzt. Sollte der Matador in gefährliche Situationen geraten, eilen seine Helfer herbei, die den verwundeten Stier ablenken. Um Verletzungen des Matadors zu verhindern, werden häufig die Hörner des Stieres abgeschliffen.
    Zuletzt sticht der Matador dem Stier mit seinem Degen tief in den Nacken, in den Spalt zwischen den Schulterblättern.
    Da dieser Stich den Stier nicht sofort tötet, wird er von den anderen helfenden Stierkämpfern zu einigen Hin- und Her- Bewegungen des Kopfes und kurzem Lauf gereizt, bis er vollkommen erschöpft niedersinkt. Dann wird er durch einen Helfer gezielt, mittels eines Dolchstoßes ins Genick, getötet….“

    ______________________________________________________________________________

    Ein Tier, eingeengt, bedrängt, verletzt…sucht einen Ausweg, will leben…. wird vorgeführt, umzingelt, geschwächt, getäuscht und abgeschlachtet.
    Für die Menschen eine Show. Aber Menschen sind so.

    Für den Torrero geht es um Stolz, Ehre, Sieg oder Schande.
    Hier eine aktuelle Story, die mich zu diesem Artikel veranlasst hat.
    Man beachte die Bilder!!

    Ich danke diesem Stier!

    Der Torero kann nicht immer gewinnen…

    Er gehört zu den berühmtesten Toreros Spaniens: Manuel Jesus (35), genannt „El Cid“. Doch auch er kann nicht immer gewinnen…

    Beim dritten Stierkampf des San Fermin Festivals in Pamplona (Spanien) musste er diese bittere Erfahrung machen. Sein Gegner in der Arena war der Kampfstier „El Ventorrilo“.

    Stier0Stier1
    Vor Tausenden Zuschauern auf den Rängen berechnet der erfahrene Matador einen Angriff des Bullen falsch. Er kommt aus dem Gleichgewicht. Beim Stürzen erwischt „El Ventorrilo“ den Torero mit einem seiner Hörner an der knallengen Hose, schlitzt sie auf.

    Stier3Stier5

    Als „El Cid“ am Boden liegt, setzt die 600-Kilo-Kampfmaschine noch einmal nach, stochert mit einem seiner Hörner zwischen den Beinen seines Gegners nach.

    Die Picadores (Reiter mit Lanzen) trennen den rasenden Stier von dem Torero. „El Cid“ wankte mit bloßer Mannespracht unverletzt, aber sichtlich in seinem Stolz gekränkt, aus der Arena…

    Stier6Stier7


    …ob ihn wohl der Gedanke an das, was hätte passieren können, dann doch noch umsinken lässt…?


    Stier8

    Quelle http://www.berlinonline.de

    Tags: , , ,

  13. Liebe

    Juli 9, 2009
    By Miki in nachdenkliches, persönliches

    Ich habe geschrieben, gedacht, gegrübelt…wieder geschrieben…verworfen.
    Interpretiert, Beispiele aufgeführt, Weisheiten aneinander gereiht.
    Erfahrungen beleuchtet, Erinnerungen wiederbelebt, getextet, geträumt, den Faden verloren… dem folgte ein Gedanken- und Wortschwall.
    Ich habe alles wieder gelöscht, denn alles was ich dazu denken, sagen und empfinden kann steckt in diesen Worten:

    Liebe bleibt, wo sie gelebt wird.

  14. Du weißt nicht…

    Juni 18, 2009
    By Miki in gedichtetes, gefundenes, nachdenkliches, persönliches

    Du weißt nicht ob das Lied der Amsel,
    die heut im hohen Baum noch singt,
    auch morgen noch in aller Schönheit,
    so unbeschwert und fröhlich klingt.
    Du weißt nicht, ob der Duft der Rosen,
    der deinen Garten heut erfüllt,
    auch morgen deine große Sehnsucht
    nach Schönheit und Idylle stillt.
    Du weißt nicht, ob die hellen Sterne,
    auch morgen noch am Himmel stehn,
    ob über grüne Wiesen sanft
    ganz zart die lauen Winde wehn.
    Was immer unsren Weg begleitet, was auch an Schönheit uns verzückt,
    wer weiß schon, ob vielleicht schon morgen, ein großer Kummer uns bedrückt.
    Drum leb dein Leben, leb es heut,
    nimm’s als Geschenk des Schicksal’s an.
    Du weißt doch, dass vielleicht schon morgen,
    sich alles jäh verändern kann.
    So tu es heute, wenn es geht,
    es nicht zu tun hat seinen Preis.
    Vielleicht ist’ s morgen schon zu spät,
    die Chance fort wie geschmolzenes Eis.

    Eis

    Original von O.Kuhn, geändert und fortgesetzt

    Tags: ,

  15. Wir

    Juni 13, 2009
    By Miki in nachdenkliches, persönliches

    LiebeDu bist ganz anders als ich.
    Du bist mutig. Du suchst (und findest) große Herausforderungen.
    Du bist oft so vernünftig und auf deine Weise pflichtbewusst. Du bist zielstrebig.
    Du bist stark. Du erscheinst unverletzlich. Manchmal machst du mir Angst.
    Ich bin ein Hasenherz. Ich suche den bequemsten Weg (heißt nicht, dass ich ihn finde!). Ich bin unvernünftig.
    Meine Ziele und Träume wechseln. Meine Wünsche wachsen in den Himmel. Ich bin ungeduldig.
    Ich höre dir zu. Ich glaube an dich.
    Wir haben Sehnsucht. Wir haben Spass. Wir sehen uns selten. Wir sind immer in Verbindung.
    Wir basteln Papierflieger. Wir erzählen uns Witze. Wir haben lustige Eigennamen für lustige Sachen.
    Wir können miteinander lachen. Wir können uns vertrauen.

    Was verbindet uns?
    Ist das Liebe?

    Gehen wir auch sorgsam genug mit ihr um?

    Tags: , , ,

  16. By Miki in gefundenes, nachdenkliches, trauriges, unterhaltsames

    11SchritteDer Zirkusbär

    Es war einmal ein Zirkusbär.

    Sein Zuhause bestand aus einem kleinen Käfig. Er war bereits in einem solchen Käfig geboren worden und verbrachte seine Freizeit damit, in diesem Käfig zehn Schritt vorwärts zu machen und wieder zehn Schritte rückwärts.

    Irgendwann beschloss der Zirkusdirektor, den Zirkus aufzugeben, da er nur noch Verluste machte. Er fuhr mit den Bären in den Wald, stellt den Käfig ab und öffnete die Tür, bevor er abfuhr.

    Der Bär steckte die Nase aus der offenen Käfigtür. Nun stand ihm die Welt offen für ein Leben als ein freier Bär.

    Der Bär sprang aus dem Käfig. Er stapfte einen Schritt vorwärts, vier, sechs, acht, neun… Aber nach dem zehnten Schritt ging der Bär wieder zehn Schritte rückwärts…

    nach Bert Hellinger

    Tags: , ,

  17. Brief an Miki

    April 26, 2009
    By Miki in nachdenkliches, persönliches

    BlauerHimmel

    Liebe Miki,
    du bist eine clevere Frau. Schwierigkeiten sind dazu da, gelöst zu werden.
    Du hast schon so vieles geschafft.
    Als du noch sehr jung warst, dachtest du noch, du brauchst jemanden, der dich beschützt, dir den richtigen Weg zeigt. Du dachtest, du findest ihn nicht allein. Du hast dich immer an etwas anlehnen wollen, oft nicht den richtigen Halt gefunden, zumindest nicht dort, wo jedes Kind ihn finden sollte. Du hast den falschen Menschen vertraut und bist enttäuscht worden. Du hast Mechanismen entwickelt, du hast getrickst, um doch noch zu bekommen, was du wolltest. Du hast nur die guten Zensuren gezeigt, um keinen Ärger zu bekommen. Du hast dich aus dem Haus gelogen, um mit dem dir zu dieser Zeit am nächsten stehenden Menschen zusammen sein zu können. Wenn du die Dinge klar und traurig vor dir gesehen hast, die andere (noch) verdrängt haben, hast du deren Verdrängungsstrategien kopiert, du hast schon getrunken, da warst du erst 14.
    Du hast weiter kopiert. Du dachtest, wenn es für andere gut geheißen wird, einen Fachschulabschluss zu machen, ist es für dich auch gut. Du wolltest etwas anderes, aber das hat nie jemanden interessiert. Gleis B war dir bestens bekannt, denn du warst ja gesund.
    Als dein Körper in den Streik trat hast du versucht, dich anders zu orientieren. Zum einen erfolgreich weitermachen, zum anderen aus einem Umfeld, welches nicht in deiner Macht stand, es zu ändern, zu entkommen.
    Du hast mit 18 geheiratet, für viele Dinge nicht selbst die Verantwortung übernommen, sondern deinem Mann überlassen. Ein großer Fehler. Du bist mit 19 Mutter geworden, warst festen Willens, alles „richtig“ zu machen. Ganz sicher nicht gelungen, aber du hast alles gegeben, was du konntest.
    Dein Vertrauen wurde enttäuscht, du musstest aus einem Scherbenhaufen aus Ehe-Aus und Schuldenberg ein Zuhause für dich und deinen Sohn zaubern. Das hast du geschafft.
    Deinen Traum von Familie und Geschwistern für dein Kind hast du bewusst und schmerzlich geopfert um dir und deinem Sohn ein geordnetes Leben zu ermöglichen.
    Du musstest die volle Verantwortung für euch beide übernehmen, du hast in dieser Zeit mehrmals den Job verloren, mehrmals wurde dir wegen der leider noch bestehenden Ehe das Konto gesperrt, es war kein Opa für deinen Sohn da, der helfen wollte und keine Oma vor Ort, trotzdem hast du es immer geschafft, etwas essbares zu organisieren und euch ein gemütliches Heim zu schaffen…
    Du hast verhandelt, abgestottert, gespart… du brauchtest keinen „Zwegert“.
    Dabei bist du ein fröhlicher und optimistischer Mensch geblieben, Fotos und Geschichten zeugen von einem gern gelebten Lebensabschnitt mit einem gut geratenen Jungen. Du hast nicht vorgetextet, du hast vorgelebt.
    Aber noch immer hattest du kein Vertrauen zu mir. Du hast dir aus Vernunft einen Mann gesucht, deiner eigenen inneren Stimme nicht zugehört.
    Du hast die vermeintlichen Maßstäbe „anderer“ zu deinen gemacht. Du hast dich und deine Bedürfnisse aus dem Blick verloren. In dieser Zeit hast du sogar die Lust an sich und am Leben verloren, du hast nur funktioniert.
    Auch dann hast du wieder umsortiert, umstrukturiert, neu angefangen.
    Bald bist du nun auch aus der Verantwortung für deinen Sohn entlassen (… was sind schon noch die paar Jahre, irgendwann ist jedes Studium mal fertig…), du lebst jetzt schon allein und kannst endlich ganz frei entscheiden.
    Tust du das? Wartest du nicht schon wieder darauf, dass andere die Weichen stellen?
    Was willst du? Und wann?
    Ich entbinde dich von jeglicher Verpflichtung anderen gegenüber. Väter, Mütter und Geschwister sind genau wie du mit den notwendigen Mitteln vom Leben ausgestattet, ihr Leben selber zu regeln und zu gestalten, Notfälle natürlich ausgeschlossen.
    Du bist nicht dafür verantwortlich.
    Hör auf dich, tu was du kannst und willst, lauf, flieg… Lerne, verändere, träume, trau dich!
    Hab keine Angst, und wenn doch; überwinde sie!
    Vertrau mir!
    Ich bin immer bei dir, ich liebe dich und bin stolz auf dich!

    Deine Miki

    Pusteblume3

    Das Leben ist das, was wir daraus machen.

    (Grandma Moses)


    Tags: , , ,

  18. … dem Liebsten…

    Februar 24, 2009
    By Miki in gedichtetes, nachdenkliches, persönliches

    Ich fühle deine Liebe
    in jedem Atemzug
    und wünschte , dass sie bliebe,
    bis ich sag „genug“.

    Doch das wird’s nicht geben,
    will ohne dich nicht leben,
    auch wenn du bist nicht hier,
    bist du doch mit mir.

    Ob nun jeden Tag beisammen,
    oder nur für wenig Stunden
    fühl ich mich mit dir
    inniglich verbunden.

    Du mein Mensch, mein Tageslicht,
    sehn mich nach dir oder auch nicht.
    Bin normal trotz aller Liebe,
    wäre froh, wenn es so bliebe.

    Das Leben einen überfährt,
    das hat die Zeit uns schon gelehrt,
    so manche Sache ist gewollt,
    die andre uns so überrollt.

    So wolln wir akzeptieren,
    nicht alles kann man regulieren,
    das Beste und zugleich beschwerlich,
    alles vergeht, sind wir mal ehrlich.

    Doch wir geben uns den Raum,
    lassen träumen uns den Traum.
    Könnten uns für immer lieben,
    wem ist schon so viel Glück beschieden.

    9119108

    Tags: , ,

  19. ein Tag

    Februar 10, 2009
    By Miki in gedichtetes, gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    Fast immer muss ich ihn vermissen.
    Lieg allein in meinen Kissen.
    Steh alleine auf.
    Der Tag nimmt seinen Lauf.

    Die erste Frage, die mich erwischt:
    Zieh ich was rotes an oder nicht?
    Besser grün, mit passendem Schal?
    Jeden Tag dieselbe Qual.

    Inzwischen ist der Kaffee fertig,
    Computer ist mein Fenster zur Welt.
    Die Wetterseite zeigt mir artig,
    mein Outfit ist leider falsch gewählt.

    Naja, ich bin ja flexibel,
    die 2.Wahl ist dann nicht übel.
    Kaffee schlürfen, Computer glotzen,
    der Trägheit muss ich irgendwie trotzen.

    Also raus aus der Hütte,
    ab durch die Mitte.
    Auf in den Kampf im Straßenverkehr,
    die anderen Autos stören doch sehr.

    Schon wieder ein Skoda, drin Opa mit Hut,
    schleicht vor mir her, da krieg ich Wut.
    Doch seh dort vorne eine Lücke,
    schwing mich rein mit List und Tücke.

    Die Ampeln sind sehr gerne rot,
    Geschwindigkeitskontrolle droht.
    Also siegt doch der Verstand,
    sonst wächst der Flensburg-Punkte-Stand.

    Und irgendwann bin ich am Ziel,
    ein Parkplatz muss nun her.
    Drei Runden suchen ist nicht viel,
    halb im Verbot, so steht er.

    Beim nächsten Mal da parkt er richtig,
    der Termin auch mächtig wichtig.
    Termine, Tour, Telefonate ohne Pause,
    endlich fertig- ab nach Hause!

    Einkauf wird zwischendurch erledigt,
    der Briefkasten böse Ahnung bestätigt.
    Heizung und Computer an,
    und dann an den Schreibtisch ran.

    Im besten Fall ein wenig Sport,
    jagt so manche Wolke fort.
    Danach wie neu und richtig fit
    mach ich jede Schandtat mit.

    Dann wird sich doch glatt noch beschwert,
    erst dachte ich, hab mich geirrt.
    Aber nein, was für ein Schock,
    wird angemahnt ein neuer Blog!

    So endet der Tag wo er begann,
    die Nase am Computer dran.
    So ähnlich ist’s fast täglich,
    das find ich ganz erträglich.

    Etwas anders kann es sein,
    verbringt den Tag man nicht allein.
    Doch für hier und heute,
    soll’s genug sein, Leute!

    Schnell will ich nur noch sagen,
    kein Tag ist mehr wert von vielen Tagen.
    Jeder einzelne macht Sinn,
    steckt doch ein Teil unseres Lebens drin.

    Miki

    Tags: , ,