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  1. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

    [Achtung! Die Story's sind nicht tagaktuell. Ich hab zwar zu der Zeit gebloggt, wollte mich hier aber nicht als aktuell "suchend" outen. Ein Klick aufs Herz bringt dich zu allen Artikeln dieser Reihe.]

    Eigentlich bin ich grad richtig zufrieden. Gelegentlich geht es sogar so weit, dass ich denke, ich will mich auf gar keine Beziehung mehr einlassen. Aber das schwankt …. sehr :red: . Und nun bin ich in diesem Online-Partner-Such-Laden angemeldet, also mal wieder gucken gehen…

    „Falls es da draußen noch eine normale Frau gibt (kein Model und kein halber Kerl mit rauer lauter Stimme und mehr säuft als ich) warmherzig und liebevoll die sich eine Familie und vielleicht ein Baby vorstellen könnte……würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen….“

    Höhö…. Na von seinen Erfahrungen wüsste ich gern mehr! Hört sich ja wild an! Nix für mich…weiter.. :idea:

    Schade, dass ich hier keine Bilder zeigen kann. Stellt euch einfach ein gut besuchtes Gruselkabinett vor. In der Rubrik „meine Besucher“ könnte ich Akquise für Seniorenresidenzen betreiben. Passt doch. Die Opa’s lesen „42“ und trauen es sich mal zu…. Wovon träumen die nachts? Ich hab ja nichts dagegen, dass sich ein flotter 60er eine 55Jährige zutraut. Aber man kann’s auch übertreiben mit seinem Optimismus… :ko:

    Und ich selbst gucke so um die Vierzig rum. Problem: Kinderwunsch. Ich denke zwar, dass das oft nur reingeschrieben wird, um den Aktionsradius zu erweitern. Das merke ich daran, dass ich angeschrieben werde, obwohl bei Kinderwunsch eindeutig „nein“ steht und bei ihm „ja“.

    Aber Entschuldigung, ich bin 42… ich finde, da sollte das Thema Fortpflanzung abgeschlossen oder eben vom Plan genommen sein. Meine Meinung. Aber das gleiche Thema bei Männern:  Um die 50 und Kinderwunsch! Steht da jemand auf „Wiederholung“ oder war einfach bisher feiern & Co wichtiger? Da kann schon mal ein Zug verpasst werden…oder mehrere… :ko:

    Na egal, ich überlasse den Part Kinder machen und kriegen gerne und kampflos den jungen Leuten. Ist wohl auch besser und fairer den Kindern gegenüber. (Davon schließe ich mal Paare, die schon einige Kinder haben und ein Nachzügler kommt noch, aus.  Diese Paare dürften jung geblieben sein und außerdem hat das Kind noch Geschwister, die im Fall von Krankheit o.ä. auch mal einspringen können). Kinder von Eltern, die erst mit 40+ das Thema Fortpflanzung in Angriff genommen haben, tun mir leid. Da ist doch die eigene Schulzeit, das eigene, unbefangene Erleben schon viel zu lange her. Von diesen Kindern wird viel zu viel erwartet. Meine Erfahrung und meine Meinung.  :idea:

    So, ein wenig über’s Ziel hinaus, wir wollten doch hier Spass haben…

    Bitte sehr:

    „Sehr geehrte Damen,
    ich bin Romantiker und suche hier die große Liebe, äh……ihr lacht euch gerade zu Tode?“

    (gefällt mir)

    Und von den Erfahrungen wüsste ich auch gern mehr. Vielleicht sollte ich die Leute mal anschreiben und direkt Interviews machen. Da hätten wir auch Spass!  :alien:

    Nachtrag: natürlich schreibe ich hier nur etwas über prägnante, (mir) oft negativ aufgefallene, männliche Exemplare. Es ist mir klar, dass es auf beiden Seiten so aussieht und auch mit mir ist -ganz sicher!- nicht jeder zurechtgekommen. Außerdem hab ich mir meine Eindrücke zu der Zeit direkt von der Seele geschrieben und möchte den Text- auch wenn ich es jetzt anders sehen würde- nicht im Nachgang ändern. Das wäre nicht authentisch.

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  2. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

    [Achtung! Die Story's sind nicht tagaktuell. Ich hab zwar zu der Zeit gebloggt, wollte mich hier aber nicht als aktuell "suchend" outen. Ein Klick aufs Herz bringt dich zu allen Artikeln dieser Reihe.]

    Ich hab ja nicht gedacht, dass man so seltsame Dinge bei der Partnersuche erlebt. Es gibt Männer, die kontaktieren einen schon so „…du hast es sicher schwer mit deiner Größe…“. Soll das meinen Marktwert (oder mein Selbstwertgefühl) runterschrauben, damit ich mich auf so einen 50+ Affen einlasse? Bitte Männer ü 50 jetzt nicht sauer sein, aber es nervt, wenn man ständig Ansprachen von älteren Herren bekommt, obwohl in meinem Profil steht, bis 50*. Ich bin 42. Rechnet mal, die Lebenserwartung von Frauen ist geringfügig höher. Jetzt soll ich mir einen 10 Jahre älteren Mann anlachen? Damit er 75 ist, wenn ich knusprige 65 bin und mir die Welt ansehen will? (Zumindest, was davon noch übrig ist…) :idea:

    Anmerkung: da mache ich Unterschiede, auf  freier Wildbahn zählt auch mehr das Erscheinungsbild als die blanken Zahlen. Charme und Ausstrahlung siegt. Aber „hier“ gibt es nun mal erst die Fakten. Ich werde ja auch bei vielen automatisch rausgefiltert, weil sie bis 40…oder so…suchen.  Das ist eben so. (Die wissen ja nicht, was sie verpassen …) :wow:

    Die andere Anmache ist komplett anders, gefällt mir aber auch nicht. Ungefähr so: „was macht eine so bildschöne Frau hier auf dieser Plattform?“ *rotwerd* Hört sich ja einerseits gut an, aber mich stört da einiges. Zum einen die Abwertung der Plattform an sich- ich finde das absolut zeitgemäß- und auch dieses „sich-klein-machen“. Die richtige Ansprache wäre ungefähr so: „Hey, tolle Frau, hier ist er, dein Held! Wann und wo kann ich dich abholen?“ …oder so. Geht natürlich voll in die Hose, wenn es dann (wieder) so ein gealtertes Exemplar ist. Und dann kommt noch dazu: Männer mogeln gnadenlos beim Alter! Gnadenlos! 5 Jahre sind da mal gar nix! :ko:

    Was ich auch richtig blöd fand: ein Profil eines ansehnlichen Kerls, Dank Filterfunktionen richtige Stadt, Größe, Alter, Nichtraucher… was lese ich da?? „Ich hab es ja eigentlich gar nicht nötig, „hier“ zu suchen, aber ich hab sonst so wenig Zeit.“ Aha. Sackgesicht. Xxxxx xxx x  xxxxxx xxxxx xxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxx xxxxxxxxxxxxxxxx!!! (Zensierte Ausdrücke)! Schade nur, dass es genug doofe Weibsbilder gibt, die auf den anspringen. Auf jedem Foto ein anderes fettes Auto mit drauf. Der hat es TOTAL nötig! :ko: :sick:

    Einer geht noch! Schreibt mich ein großer Kerl an, 2 Jahre jünger als ich. Foto schwer grenzwertig, er auf (schrecklichem) Sofa, neben sich ein gesticktes Kissen mit Weihnachts-Super-Kitsch-Motiv. Auf der Sofalehne ein extrem hässlicher Plüschbär (und wenn ICH das schon sage!). Seine Mail 08/15. Ich so: „das Foto ist doch hoffentlich nicht bei dir entstanden, sondern das ist Muttis Sofa?“  Kommt prompt: „Nein, das ist mein Sofa und auch wenn Knut jetzt schon tot ist, der bleibt hier!“ Naja, ich hatte ja schon gedacht, nach meiner Antwort meldet er sich gar nicht mehr. Tapfer hat er es noch mehrmals versucht. Ein junger Mann mit Olibar, Pullunder, Stickkissen und Plüschknut. Wer will? :whaaa: :alien: :sick:

    Was mache ich eigentlich hier? :ko:

    *Auch das hatte ich inzwischen runtergeschraubt. :wow:

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  3. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

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    Ja mei!

    Ein Münchner schreibt mich an. Mein Profil gefiele ihm so. Schreib ich zurück, ja, schade, aber passiert mir auch manchmal. Kann man nix machen. (Dass er mir zu alt ist, schreibe ich nicht). :ko:

    Er lässt nicht locker. „Bin demnächst in Berlin“. Ach herrje. Ich erstmal „ohne Bild geht nix“. Also meine Mailadresse raus, ist sowieso nur für diese Aktion erstellt, wird nur dafür genutzt. Ich fürchte nur, das arme Postfach wird ein Kuriositäten-Kabinett. :sick:

    Dann ist er auf einmal offline, ich denke noch „aha, kein Bild, so schlimm isses also“. Nach 10 Minuten issa wieder „da“. Nanu, wurde er von seiner Frau gestört? Sein Profil ist nämlich so dürftig ausgefüllt, das könnte „so einer“ sein.

    Dann kommt das Foto. Ach herrje, Miki, nu lass dir mal was nettes einfallen. Das klingt dann so:

    Hallo M…..,
    danke für dein Bildchen.
    Ich hatte gestern dann keine Zeit mehr für eine Antwort.
    Wurde geradezu bombardiert mit Nachrichten (seltsam, die Tage davor war es gähnend langweilig). Es ist ein Berliner in den Focus gerutscht. So dass mein Wunsch nach einem Bild von dir fast schon überholt war, als es ankam. Ich hoffe, du bist mir nicht böse.
    Ich kann das so gut verstehen, da gefällt einem jemand und dann gibt es solche Hinderlichkeiten, die ein schnelles Kennenlernen verhindern und dann noch die Konkurrenz…

    Aber danke für dein nettes Kompliment.
    Liebe Grüße
    …….

    Das war auch nicht gelogen, den Abend war richtig was los noch. Zwei neue Kandidaten im Visier, Größe, Alter, Wohnort ok., einer wieder ohne Bild. Man darf gespannt sein, ich werde berichten.

    Aber will man es glauben? Ich erhielt noch eine Antwort:

    Betreff: Absage??  :ko: …whaaa…

    Hallo ….,

    Deine Absage ist sehr höflich.-vermutlich bin ich nicht Dein Typ.

    Ich geh ja 100% nicht davon aus, dass Du binnen weniger Stunden,
    Deinen Traummann gefunden hast.
    Also ich bin irgendwann ohnehin in Berlin,..ist Dein “Zug”.
    Wäre schade,..ne Berliner Weisse geht immer.
    Danke, M….

     

    Sagt ihr mal, ist der blöd?

    Und klar, da kommt er mal nach Berlin und ich schwinge mich wenn’s geht noch in die Innenstadt, zahle Parkraumbewirtschaftung oder wahlweise Knöllchen für ne Berliner Weisse und ein Gespräch mit einem alten – vermutlich verheiratetem – Glatzkopf! Tolle Aussichten! :disapointed:

    Den hab ich mal schön ausgeblendet, so werde ich bei meinen abendlichen Belustigungsrunden auf der Verkupplungsseite nichts mehr von ihm sehen.

    Gut so!

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  4. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

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    Da hat man sich gerade vom verbeamteten Kleingeist erholt ( Anwalt bzw. Rechtspfleger) und chattet mit einem ganz interessanten Exemplar der Gattung Mann (und auch Anwalt…seltsam… 8O ). Die „technischen Daten“ stimmen. Sein Mail – Stil erinnert mich mehr an Telegramm-Nachrichten vergangener Zeiten. Daher steigen wir auf den Chat um, was mir in diesem Fall recht ist. Ein Foto wird mir per Mail geliefert -> sympathisch.
    Und nun geht die Frage-Stunde los, nur etwas einseitig: er fragt, ich antworte.
    Bist groß.
    Nö, nur hoch.
    Wie bist du so. :ko:
    Blöde Frage… frech, humorvoll, kontaktfreudig… ja, was soll man da antworten?
    Hast du eine gute Figur?
    Ich geh nicht drauf ein.
    Aber die Frage kommt wieder, diesmal „ABER du hast eine gute Figur?“
    Is der blöd?
    Nun frag ich, was er darunter versteht.
    „Gute Beine.“ Aha. Beine hab ich. 8-)

    Ich kann ja auch gemein sein. Jetzt frag ich:
    Berliner oder Hilfsberliner (hehe..)
    Er: Komme aus NRW.
    Ich: Aha. Hilfsberliner also.
    Ich: Kurzbeiner oder Langbeiner? (Ich seh sein dummes Gesicht förmlich vor mir).
    Dann kommt: 184.
    Aha. Das ist aber die Gesamtlänge, mein Guter. Ich wollte wissen, ob du ein Sitzriese (und Dackelbeiner) bist oder eher Langbeiner eben.
    Er entscheidet sich für Tor 3 …ähm…Langbeiner :ko:

    Ich finde ja, ich bin humorvoll. Hä,hä… :alien: :doof:

    Der Chat war dann schnell beendet. Gut so.

    :idea:

     

     

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  5. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

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    Wieder mal ein Blind Date. Nach so vielen Jahren. Seit ein paar Tagen telefoniert, davor gemailt. Ich hab mehrere Bilder gesehen, er eins. Treffpunkt  ziemlich weit weg von meiner Wohngegend, 45 Minuten Autofahrt. Ist mir lieber, als bei mir in der Ecke.

    Erstes Hindernis: ich wache früh auf, gestern war nix, heute beidseitige allergische Bindehautenzündung! BLIND Date einmal anders! Ich bin zwar Mordillo-Fan, aber hab ich gesagt, ich will aussehen, wie seine Glubsch-Viecher? Nein!

    Wir bleiben trotzdem bei der Verabredung. Ich sag noch „bin ich beim 2. Date eben schöner…“ :awink:

    Kurz vor’m Treffpunkt müssen wir uns noch zurecht – telefonieren, ist ein belebter Platz, also viele Positionen möglich. Als ich dem Treffpunkt näher komme, sehe ich jemanden stehen. Ein bissel rundlich und unförmig angezogen. Je näher ich komme, umso älter wird er. Schade.

    Naja, wir gehen in ein nettes Lokal, eine Art Bar und Cafe in einem. Er ist nett… ja,ja, „nett ist die kleine Schwester von Sch…“ Aber was soll man machen? Als ein fliegender Händler reinkommt und toll duftende Erdbeeren für einen Schleuderpreis anbietet, nehme ich traurig wahr, dass ich von seinem Körper niemals eine Erdbeere naschen werde. Nicht traurig wegen IHM, sondern einfach doof, dass die Erdbeeren noch warten müssen….

    Er kriegt ziemlich viel nicht mit. “Reitet” auf seinem sicheren Job rum und gibt mit Wohneigentum an. Davon wird er auch nicht schöner! Ich nenne ihn „Hilfsberliner“, unterstelle ihm als Beamten (gar nicht meine Zielgruppe!) eine gewisse Schwerfälligkeit, interessiere mich nicht für seine Eigentumswohnung (irgendeine winzige Klitsche, die er schon über mehrere Beziehungen hinweg hat, aber immer bei den Frauen gewohnt hat… herrje, was sich manche Frauen so antun…)

    Am Ende geht er noch für kleine Jungs und ist so schnell wieder da, dass mir die Bedienung leid tut, die das Geld, welches er eben noch in der Hand hatte, ja nehmen muss…egal, was er vorher… egal *Kopfkino aus* 8O

    Ich hab ihm zum Abschied übrigens nicht die Hand gegeben, sicher weiß er nicht, warum… Wenn er auch so nett war, mein Auto mit mir zusammen zu suchen. Diese Paniknummer wieder. Und weg…

    Noch eine SMS in Beamtendeutsch “… ich gehe nach der Verabschiedung ohne Umarmung und Kuss (!) :ko:   davon aus, dass du kein Interesse hast..”  (wovon träumt der nachts??) und dann nie wieder was von ihm gehört. Gut so.

    Draus gelernt: frag nach, von wann die Fotos sind! Aber da hat das ganze Paket nicht gestimmt.

    Auf ein neues!

     

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  6. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

    Ein Klick aufs Tagebuch bringt euch zu allen Geschichten aus dieser Reise in Mikis Vergangenheit. Und hier unbedingt bis ganz unten lesen! :smile:

    31.08.2004

    Vielen Dank, mein liebes Handy, wenn es dich und deine unzähligen Artgenossen nicht gäbe, hätte ich heute ein Date verpasst! Da wollten sich zwei Dussels treffen und hatten nicht mal einen Treffpunkt, und die Alternative des nicht vorhandenen Treffpunkts öffnet erst um 16 Uhr, das Leben ist hart!

    So musste man sich permanent verständigen, Ende der Irrfahrt: ich sitze in meinem Mohrchen, ordentlich abgeparkt ( verabredet auf einem schnöden Parkplatz- wie unromantisch) und ER rauscht erst mal vorbei, verräterisches Merkmal: außerirdisches Kennzeichen, das hat er nun davon. Also wieder bimmeln, Flucht aus meinem Corsa und flitz in seinen …Renault.?, glaub ja. Anschmunzel, ein paar Meter weiterroll, einpark….prima, noch ein paar Meter laufen und schon sitzen wir bei einem netten Italiener. Er sucht gleich MEINEN Milchkaffee, aber das weiß er ja nicht, gibt’s sowieso nicht, also eine Latte…. :oops: Macciato natürlich, und für jeden.

    Nun muss die Realität den Wünschen standhalten und wir haben die Latte ziemlich hoch gelegt. Mir gefällt, dass er blaue Augen und blonde Haare hat, das passt in mein Beuteschema, auch wenn ich da nicht sooo festgelegt bin. Auf den Fotos sah er dunkler aus. Wir reden und reden…Moment mal, kommt er denn auch zum Zug?.. Ja, hab doch allerhand erfahren. Die Zeit vergeht im Flug, ist auch doof, wenn man das immer im Blick haben muss.

    Die Vorzeichen für dieses Date waren grottig schlecht, einen Tag vorher, aber dafür recht spät, einen dienstlichen Termin reingedrückt bekommen, unverschieblich. Ihn nicht informieren können, Handy zu der Tageszeit tabu und Schicht in der Firma bis ca. 22 Uhr, Überstunden natürlich, auch unverschieblich.

    Dann spät abends noch Mailabtausch, o.k., egal wie, Termin muss gehalten werden. Wollte früh eigentlich etwas eher aufstehen, hab das vernichtende Spiegelbild schon geahnt, aber das ist auch unlogisch, bin ja spät ins Bett gekommen. Also irgend so ein Mittelding, Wecker klingelt ( wie immer zu früh) ich hau ihn dafür ( auch wie immer) und er macht das Spiel aller fünf Minuten mit mir, auch wie immer. Irgendwann doch rausroll, quäl, glotz in den Spiegel o weh, o weh…. :sick:

    Anti-Lachfalten-Creme hilft auch nicht weiter, Kaffee…schon besser…. :eyes:

    Vorhänge auf, rausguck, gaaanz kurze Überlegung, ob ich nicht wieder ins Bett krabbeln sollte ( noch isses warm). :oops: Entscheidung dagegen, der Chef könnte ein Problem damit haben, also: Fenster auf und ich stelle mich dem Elend. Die Haarbürste kann ich mir bei dem Wind und zeitweisen heftigen Regenschauern sparen, aber ich kann ja wenigstens meinen guten Willen zeigen…bürst….

    Das Anzieh- Problem lasse ich gar nicht aufkommen, Motto: wie immer. Dann kann ich mich im Zweifelsfall immer noch steigern, Schmuckproblem: sparsam, alles gerückt und gerichtet, Kaffee geschlürft, Computer, dem ich keine Nachricht von IHM mehr entlocken konnte, meinem Nachtschreiber…hmm…schade…runtergefahren und los! (weiterlesen …)

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  7. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

    Jetzt geht’s Schlag auf Schlag, Fans dieser Serie dranbleiben, morgen gehts schon weiter! Hier ein Date (Mission Mann für gewisse Stunden) 5 Tage nach dem gestern beschriebenen. Wer alles lesen will, klickt aufs Tagebuch!

    10.12.2003

    Kalte Füße, auch nicht so richtig neu, wie war das letzte Woche? Bin ja auch selbst schuld, wieder zu früh losgegangen und zu spät angerufen. Jetzt laufe ich vorm Café auf und ab und warte, er hat gesagt, er ist gleich da. Plötzlich vibriert meine Manteltasche, er ist erst mal vorbeigesaust, will das Lenkrad rumreißen und gleich hier sein. Roter Nissan, ich sage noch, er soll mich nicht mit der Littfaßsäule verwechseln, na ja, wollte ihn nur erschrecken. :aaah:

    Dann kommt er, ich kriege einen Schreck nach dem anderen. Der Nissan ist winzig und eine alte Büchse, er ist schlecht angezogen…und leider nicht mein Typ. :sick:

    Heute ist das Programm aber anders als sonst, ich kann sowieso nicht nach einer viertel Stunde gehen, er weiß, dass ich bis ca. 18.30 Uhr Zeit habe. Also rein in die gute Stube und „freu“ auf einen Kaffee. Erstmal hilfloses Rumstehen, aber dann eine einstimmige Entscheidung für einen Tisch.

    Ich bestelle mir einen Milchkaffee, er auch. Hm. Dann wird der Postverkehr und das Telefonat ausgewertet, wieder jemanden mit meinem Berliner Slang jeschafft.

    Er schreibt toll und vor allem phantasievoll, wir führen ein sehr interessantes Gespräch, lachen….aber er gefällt mir nicht. Schade.

    Ich frage ihn öfter nach der Uhrzeit, er versucht immer ossigerecht zu antworten, er würde gern „viertel vor…“ sagen, müht sich aber „dreiviertel sechs zu sagen, das nützt ihm aber auch nix. Ich erfahre, er ist 40, ist das „unwesentlich“ älter?? In seiner Anzeige, (er weiß nicht, dass ich sie kenne) steht 38, so ist das also!

    Der Kaffee ist lecker und ich hab Zeit, ich langweile mich auch nicht, aber plötzlich fragt er: „Sehen wir uns wieder??“. So ohne jede Vorwarnung kann ich darauf nicht frei antworten, sage ihm, dass sich das bei mir erst „setzen“ muß. Ok.

    Ist auch keine Lüge, für mich sind immer die Gefühle, die nach einem Treffen übrig bleiben entscheidend, was ich denke, wenn ich morgen früh an ihn denke, ob ich mich auf Post oder über SMS oder Anrufe freue, ob mein Herz dann einen Hüpfer macht. Sieht nicht so aus.

    Er muß noch ein paar Mal eine Zeitansage für mich machen, dann sucht er schon mal vom Platz aus nach den Toiletten, das mache ich sonst auch immer so :awink: , aber ich muß nicht. Damit ich nicht allein hocken bleibe, soll ich erst mal gehen, dann geht er für kleine Jungs. Wir stehen beide auf und schwupps! steht die Bedienung da und will kassieren. Ich muss lachen, sehen so die Zechpreller von heute aus?? :alien: :alien:

     

    Nachtrag: war ein wenig anstrengend, ihn wieder “los” zu werden, hatte noch lange Mail-Alarm. :sick: :disapointed:

     

     

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  8. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

    Hier wieder eine vom Leben längst überholte Episode aus dem Jahr 2003. Miki sucht Mann für gewisse Stunden. Ein Klick auf’s Tagebuch öffnet alle Story’s zu dem Thema. Und dran bleiben! Morgen gibt’s die nächste!

    5.12.2003

    Es ist schon ein wenig anstrengend, mir fehlt sogar die Aufregung. Beinahe hätte ich verpasst, loszufahren!

    Hauke, seltsamer Name, aber ist ja auch ein Nordlicht. 26 Jahre jung, 1,90 m groß, auweia, auf was hab ich mich da nur wieder eingelassen? Im Chat bin ich offensichtlich in der Rubrik „Dr. Sommer“ gelandet, Kummerkasten für alle Fälle, mal sehen, was ich danach bin? :awink:

    Ich bin zu früh, rufe aber erst vom Zielort aus an, schinde Zeit sozusagen. Er muss noch duschen und herkommen, na jetzt aber flott! Ist es eigentlich normal, dass Studenten um 12.15 Uhr ungeduscht zu Hause sind? Na egal! Ich sehe mich inzwischen nach einer (beheizten!) Sitzgelegenheit um, doch ganz schön kalt im Dezember, Kneipen noch zu, aber dort ist ein Italiener! Zurück zur vereinbarten Stelle und nach einem Parkplatz für ein halbes Auto umsehen (Smart). :ko: Ihn anrufen, „wo steckst Du?“, aha, wird bald aufschlagen.

    Da kommt er, nicht zu übersehen, gelbes kleines Ding. Winke, winke, da, vorm Baum ist noch Platz, entweder für eine Mülltonne oder einen Smart. Prima, passt. :alien:

    Ich hin, er steigt aus, Entsetzen macht sich bei ihm breit: „…bist ja größer als ich…“. Ich : “ ..wär auch nicht neu für mich, aber es sind wohl eher die Schuhe…“ (tröst).

    Er folgt mir willenlos, wir reden tatsächlich übers Wetter- ist das angeboren?-, ein paar Schritte sind’s schon bis zum Italiener, er macht recht große, aber ich kann gut mithalten. Angekommen, er reißt die Tür auf und prescht durch, ist mir angenehm, nicht als Frau –aus Höflichkeit- vorgeschubst zu werden. Aber den Platz suche dann doch ich aus.

    Wir sitzen uns gegenüber, er ist ein netter Bursche, schon mein Typ, sieht eigentlich recht erwachsen aus. Ich will einen Kaffee und ich staune nicht schlecht: er bestellt Spaghetti. Ich bin zu nervös, überhaupt was zu essen und er traut sich an diese widerborstigen immer zu langen und permanent auf der Flucht vor Mund und Gabel befindlichen Dinger! Ich bin gespannt! :doof:

    Zwei ( wirklich ) alte Tanten sitzen noch im Raum, einzeln, können beim Essen ihre Antennen in unsere Richtung justieren, einen Verstärker brauchen sie nicht. Er redet frei und ungeniert; „ Chat, Frauen, hübsch, hässlich, doof, nicht doof, Blinde Date oder auch nicht, seine Ex hat einen Neuen, der ist 53 (deprimierend), Internet, diverse Adressen, zur Abwechslung mal Autos…“, (alternativ reden wir auch mal über den Smart). Die ganze Zeit versuche ich aus irgendeiner Geste oder einem Blick zu erkennen, in welche seiner Rubriken ich geraten sein könnte. Er verzehrt nebenher völlig gelassen ( und sehr geschickt) seine Portion Spaghetti, Trefferquote 99%, Schlabberquote 0, ein kleiner Ausreißer wegen wirklicher Überlänge. Über den reden wir dann kurz und lachen, denn sonst wäre doch ein Schweigen aufgekommen und während seiner Schlangenbändigungsnummer konnte er ja nicht noch was erzählen. :droling:

    Ich gewinne schon ein paar Einblicke in das Studentenleben, scheint ganz lustig und entspannt zuzugehen. Er lebt mit seiner Ex – genannt Mitbewohnerin – in einer Wohnung, aber sie ist selten da, dann ist sie bei dem …sagen wir mal…älteren Herrn, ich bin da vorsichtig, es kommt doch immer sehr auf die Perspektive an und wenn man den Gerüchten glaubt, sind die nächsten 20 Jahre schneller „weg“ als die letzten, und das ging schon schnell!

    Zurück zur Jugend.

    Aufgegessen, abgeräumt, er lehnt sich weit rüber zu mir, und…ach ja, macht sich Lippenpomade drauf, das hab ich mit solcher Selbstverständlichkeit a)bei einem Mann und b)dann noch im Restaurant am Tisch noch nie gesehen! Seine Unverklemmtheit fasziniert mich, ich muss aufpassen, ihn nicht zu sehr anzustarren.

    Unser Treffen hat das Motto, „mal gucken, mit wem wir gechattet haben..“. Völlig unbedacht hatte er sich im Vorfeld als potentieller Kandidat disqualifiziert mit der Bemerkung: „..wenn ich mal eine feste Beziehung habe, brauche ich keine Nebenbeziehung..“. Tja, dann würde die Nebenbeziehung also abrupt enden, gut zu wissen… (Singels habe ich dann künftig gleich ausgeschlossen bei meiner Suche, ich wollte schließlich einen Mann in ähnlicher Situation wie meine zu dem Zeitpunkt war)

    Wir finden mehr Gesprächsthemen, als abgearbeitet werden können, ich rede gern mit ihm, höre ihm gern zu, sehe seine schönen Zähne blitzen, lecker Kerlchen, aber die Zeit drängt. Ich überlege, wie ich seine Aussage bewerten soll, dass ihn neulich eine 34jährige zum Kaffee eingeladen hat –er trinkt gar keinen Kaffee !!-, ich bin nicht bereit, ihm sein Futter zu bezahlen. Er übernimmt freiwillig; „…den Kaffee schaffe ich auch noch…“. Besser ist. Wir sprinten zurück, er bemitleidet mich noch wegen meinem kleinen Corsa. Aber ich behalte das letzte Wort, mein Auto ist ein Dienstflitzer, sein Smart nicht mal ein Auto! Nettes „Tschüß“ und ab! „Man sieht sich!“

    Nachzutragen wäre, dass ich auf einer Skala von 1 bis 10, unter Berücksichtigung meines Alters ( er nennt das „altersbereinigt! :ko: ) die 9 erreicht habe.

    Ob ich mich damit anfreunden will, ich weiß nicht, ich trage es mit Fassung und Humor, auch auf die Gefahr hin, dass sich noch mehr Lachfältchen in mein Gesicht graben! :alien:

    Er bedauert, sich durch die zu ehrliche Äußerung im Vorfeld so aus dem Rennen katapultiert zu haben, gerne hätte er mit mir was ausprobiert. Tja, was er in jedem Fall lernen muss: die Vokabel „ältere Frau“ und „Alter“ überhaupt aus seinem Wortschatz zu streichen, sonst wird dat nix!

    Aktueller Nachschlag: Ich war damals 34, jetzt ist er 34. Ob er wohl die “Altersbereinigung” immer gut übersteht?  :alien:   Ich bin froh, dass ich mir das früher so aufgeschrieben habe, denn diese Episoden wären inzwischen alle vergessen!

     

     

     

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  9. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

    Heute mal wieder eine Story aus vergangenen Zeiten. (27.11.2003) Damals schon aufgeschrieben, aber was Bloggen ist… wusste ich da noch gar nicht wirklich.
    Wer mehr Story’s aus der Rubrik lesen will, kann auf das Tagebuch klicken.
    Und zum besseren Verständnis, da es bei dem Stück keine Einleitung gibt: Miki sucht Mann (für gewisse Stunden…).

     

    Vorhang auf!

     

    27.11.03 20.48 Uhr

    SMS: BIN IN BERLIN.WOLLEN WIR UNS TREFFEN ?

    -angerufen, in Köpenick verabredet-

    Drehbuch* korrekt abgearbeitet, ohne es zu kennen, super. :razz:

    *Das Drehbuch war eine Sache aus der Rubrik „böses Miki“. Meine Kolleginnen haben mich immer- wegen hohem Unterhaltungswert – unterstützt, fast möchte ich sagen „gedeckt“, wenn ich meine Dates hatte. Immerhin brachte ich immer lustige Geschichten mit. Und in diesem Fall hatte ich den Kandidaten –der damit schon den 1. Härtetest nicht bestanden hat- mit einer nicht-vorhandenen Frau verabredet. Und wo? Genau vor der Firma (da war ein nettes Cafè gegenüber). Für „mich“ hatte er mit einer Ausrede keine Zeit. Aha. Somit durfte er dort rumstehen und warten…und wir konnten gucken und lachen. Und als Notnagel hat er mich dann angesimst. Und genau so stand es in MEINEM Drehbuch. Männer….. 8-)

    Flucht aus der Firma, Kolleginnen  in Funktion Spiegel haben ok. gegeben, ab ins Auto, noch mal telefoniert. Er ist inzwischen in Schöneweide, was will er denn dort?? Aha, hat sich einen Burger bei Ami-Food reingeschoben. Sehr originell.

    Ich hinterher, war so schnell, dass er noch kaut, als ich einfliege. Er steht neben einem beuligen Ford Escort in beuligem Trench-Mantel und hat auch vom Burger (beulige) dicke Backen. 8O

    Ich bleibe in der Einfahrt stehen , kurbel ,kurbel Fenster auf, er tritt heran, Flosse schütteln. Er scheint alle Kneipen ringsum zu kennen, vorzugsweise Billiard- Kneipen. Ich mit dem Gedanken an verräucherte Klamotten (passt nicht zu Alibi), lasse mich mangels Idee dazu hinreißen, ihm zu sagen, er soll vorfahren und ich komme hinterher. Also ab, hinter dem beuligen Escort her und an jeder roten Ampel nett gucken ( man weiß ja, wie die eigenen Bremslichter das Gesicht des Hintermanns erröten lassen), na ja, Rotlicht schmeichelt dem Teint…

    Anfangs Fahrstil Großvater, aber es wird, is das langweilig! Dann mitten durch Adlershof, super, der hat wohl keine Nachbarn?? Immerhin muss er denken, ich wohne hier! (Damals wohnte ich allerdings in Grünau, Adlershof war geschwindelt. Lustig, wa? Wo ich doch nun seit fast 6 Jahren hier wohne).

    Auf einmal hält er sich was ans Ohr (Kartoffel…?), nee, Handy, und bei mir klingelts. Ob mir Köpenick recht wäre? Ja, brauche unbedingt frische Luft, hab die Lüftung aus, weil sein Auto so stinkt, und nett gucken auch noch….die Anforderungen steigen…………. (weiterlesen …)

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  10. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

    Heute tische ich euch mal wieder eine ganz alte Kamelle auf, aus der Zeit von „Blind Date und erste Liebe“.
    Aber keine Angst, diese Story hier wird nicht so lang!
    Es ist also genau einen Monat nach dem o.g. legendären Date.

    5.03.04
    Treffpunkt finden ist schon schwer- anzukommen noch viel mehr

    Erst die ganze Nacht unruhig geschlafen- was bei mir als Schlaftier schon was heißen will- , dann früh verschlafen ( ist auch klar, wo man EIGENTLICH besonders gut aussehen wollte und nun auf Spar-Schmink-Programm schalten muss) und dann hat ein Kollege einen in der fraglichen Zeit schon anderweitig terminiert, wirklich prickelnde Rahmenerscheinungen…Egal, alles passend gemacht und los…Dann Nähe Zielort anhalten, Spiegel- gucken: Schreck! :disapointed:   Also Mut- Mach- CD rein und Gesicht restaurieren ( viel kann man ja doch nicht machen, aber mal mit Lippenstift drübergehen soll auch schon Wunder wirken…), so, fertig, Zeit passt auch und los…He? Auto sagt nix, nur ein sehr ungesundes Geräusch dringt an mein Ohr. Das glaubt mir sowieso keiner! :what:   IHN anrufen, Panne ansagen ( Vorteil: bin schon ganz in der Nähe), er: „ich komme!“ Da ich aber Straße falsch durchgesagt habe, kommt niemand. Noch mal anrufen; “..na, der falschen Dame geholfen…?“ :awink: , „nee, wo bist du?“ 2. Versuch, da kommt er. Geräusch anhören, Starterkabel raus, die Autos werden intim, er: „ is doch schon mal was“ :awink:   …schade: Auto springt trotzdem nicht an! Zwischendurch die Frage nach dem „Herzklopfen“, hab ich in der Aufregung glatt vergessen!

    Also doch ADAC, wird ca. eine Stunde dauern. Wollen mich 10 Minuten vor Ankunft anrufen, wir können also zum eigentlich vereinbarten Treffpunkt fahren. Es ist ein netter Italiener, wir suchen uns einen Zweiertisch am Fenster aus, für jeden ein Kaffee muss her! Da „mein“ Milchkaffee nicht auf der Karte steht empfiehlt mir mein Begleiter, mal nett zu zwinkern, aber bei der Bedienung vergeht es mir, so Marke „Super- träge- Schlaftablette“, aber auch ohne Zwinkern klappt es. Wir sitzen in der Sonne und kommen gut ins Gespräch. So gerne hab ich noch nie (lange) auf den ADAC gewartet. Irgendwann ein Zwischenanruf vom ADAC, sie brauchen noch `ne halbe Stunde, is uns recht…aber irgendwann kommt er doch. Also zum Auto und auf den Fritzen warten. Bin eigentlich nette spritzige junge Burschen gewöhnt, aber der…“ wie alt ist denn Ihre Batterie?“….“35“..verständnisloses Glotzen, er hat’s einfach nicht begriffen…..jedenfalls kriegt er den Laden in Schwung, quatscht dabei nur zu viel. So. Auto fährt wieder, wir haben aber noch nicht genug und fahren noch an den Malchower See, spazieren ein wenig in der Sonne. Und auch zurück bei den Autos fällt der Abschied schwer, wir reden noch lange, aber das Zeitgefühl hat mich eh verlassen….ich hab richtig kalte Füße, als ich einsteige und skeptisch den Schlüssel umdrehe, und Mohrchen springt widerspruchslos an! Er gibt mir seine positiven Eindrücke mit auf den Weg, eine wirklich schmackhafte Wegzehrung. Noch eine unkomplizierte Verabschiedung, ist mir auch lieber als jede Art von Berührung, weil ich darauf schon seit frühester Jugend zu abweisend reagiere, auch wenn es nur für diesen Augenblick so verstanden werden sollte. Also ab in die Firma, Gedankensalat sortieren, bei ATU noch eine neue Batterie einbauen lassen und konzentriert arbeiten, oder eher unkonzentriert bei der Fülle von Gedanken, die auf mich einströmen! Strategie: wichtig gucken, Schreibtisch wochenendfein machen und ab nach Hause! Gleich an den Computer springen, aber leider keine Post. So kreisen die Gedanken und nur eines ist sicher: FORTSETZUNG FOLGT :smile:

     

    Nachschlag

    Ganz so einfach ist das natürlich nicht, von wegen schnell zu ATU fahren. Problem Eins: Akku vom Handy komplett alle, also erst mal ein wenig Strom von lädierter Batterie ziehen lassen (au Backe), dann mit Firma telefonieren. Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, wie ich feststellen darf, erst geht niemand ran, dann landet man in völlig falscher Abteilung,  :whaaa: Bewunderung für unsere Kunden macht sich breit, die sich tagtäglich auf diesen Hindernislauf einlassen. Zweimal abgehängt und währenddessen drängt wegen flottem Fahrstil die Entscheidung, wo ich nun aufschlagen soll. Vor der vorletzten Ampel vor der Entscheidung ( obwohl, im Kreisverkehr hätt ich auch noch ein paar Minuten rumgekriegt, nur nicht anhalten !!!  8O ) dann eine Aussage: ab zu ATU! Und irgendwas scheint merkwürdig an diesem Tag, auch da wimmelt es wieder von Männern, einer gibt sich sogar richtig Mühe, aber heute gefällt mir echt keiner; erst der Blödo -Kellner, dann der furztrockene ADAC Fritz mit seinen dumm und verständnislos glotzenden Hamsteraugen (sorry, arme Hamster..) und nun so ein dummes Bürschchen, der doof ( aber wenigstens nett ) guckt, als ich zur Batterie noch ein Fußbad und einen Kaffee wünsche…. :oops: vielleicht liegt’s ja an mir….Außerdem, wer soll da durchsehen ( so als Mann…), erst über kalte Füße klagen und dann mit Dauergrinsen dastehen…Na ja, EINER hat mir da wohl doch gefallen. In der Hoffnung, dann fertiggegrinst zu haben, bekomme ich nach einer halben Stunde mein Mohrchen wieder, und wenn in der Firma wer was sagt…. da fällt mir schon was ein, schließlich ist heut Freitag………….

     

    Und nun noch ein aktueller Nachschlag: es war auf beiden Seiten viel da, Sympathie, Kribbeln… aber irgendwie hat die Chemie doch nicht gestimmt…

    Aber auch gut, sonst hätte ich ja meinen Liebsten nie kennengelernt… doch darauf musste ich noch ziemlich lange warten…einen ganzen Sommer…. :eyes: :teddy:

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  11. Zeitreise

    Juli 25, 2010
    By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

    Eine ziemlich neue – wenn auch plötzliche, unerwartete, ungeplante und unpassende – Neuanschaffung kürzlich ( wegen plötzlichem Totalschaden ) ist ja auch* ein neuer Alleskönner… Drucker, Kopierer, Scanner, Fax… Und das Scannen ist für mich ganz neu, weil das Ding im Netzwerk eingebunden ist, klappt das prima, das alte Gerät hat immer gezickt, wurde nicht erkannt und hat so nie funktioniert.

    * wie die Waschmaschine, der Fön, der Staubsauger…. :whaaa: :what:

    Lange Rede, kurzer Sinn….

    Miki ist heute auf dem Nostalgietrip… mit einem Foto, welches vor ca. 22 (!!) Jahren entstand, man denke sich einen Kinderwagen mit dem Inhalt eines zwei Monate alten Baby’s, welches bis heute zu meinem meist lieben Admin mutiert ist, dazu.
    Naja, ‘n bissel Arbeit war das schon :awink: :teddy:
    Aber wenn ich mir das Foto lange angucke, mich reinfühle… ich war glücklich damals. Und dabei hatten wir “kein” Geld, kein Auto, keine Couchgarnitur, keinen Fernseher (ehrlich!), keinen Waschvollautomaten… die Liste ist lang… aber wir hatten uns (Mama, Papa, Kind), unsere Liebe und unsere Zuversicht…. einen Versuch war’s wert…. :eyes:

    Gut dass man nicht alle Hürden des Lebens vorher schon kennt und man wächst mit seinen Aufgaben!
    Und noch ein Spruch der mir gefällt, Quelle unbekannt:

    “Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muss man es vorwärts.”

    Und wenn alles mal ganz bescheiden läuft hilft Sarkasmus:

    “Das Leben ist wie eine Hühnerleiter: kurz und beschissen!”

    Gute Nacht!

    :sleepy: :awink: :teddy:

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  12. By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches, trauriges, vergangenes

    Hier kommt eine wahre Begebenheit aus dem Jahr 2004, durchbrochen von viel weiter zurückliegenden wahren Ereignissen.

    Ein paar erklärende Worte: Ich war damals gebunden und noch nicht entschlossen genug, mich von meinem Partner zu trennen (Haus, Verpflichtungen…). In dieser Beziehung gab es keinen Sex. (Dazu sage ich nicht mehr). Das soll aber rechtfertigen, dass ich auf der Suche nach einem Liebhaber war, um dieses Defizit auszugleichen. Böses Miki. Ich weiß.

    Das ging nicht mehr lange so, ich hab den Mann 2005 verlassen. (Dies war nicht mein Ex-Ehemann, sondern mein 2. Versuch). Ein wenig turbulent – aber ich liebe mein Leben….

    5.02.04

    Ich hasse Blind Dates!
    Aber trotzdem ist es wieder so weit. Ein denkwürdiger Tag nimmt seinen Lauf. Aber noch ahne ich davon nichts.
    Wir sind lose verabredet, abends steht bei mir ein Geschäftsessen an und es besteht die Möglichkeit, dieses etwas zu verlängern.

    Leider habe ich wieder Verspätung beim Start ins tägliche Verkehrschaos, aber ich gebe immer tüchtig Gas, wenn die Möglichkeit besteht, selbst wenn ich es nicht eilig habe.
    Aber heute ist eben so ein Tag, wo mir dies zum Verhängnis wird. Blitz! Dumm glotze ich in die Richtung, aus der der rote Blitz kam. Nun bin ich auch niemand, der dann auf die Klötzer geht! Ist ja dann eh zu spät! Oh, wär ich doch! Ich habe gerade noch gesehen, dass links neben mir ein gelber Ford Ka auf gleicher Höhe fährt und noch kombiniert, dass der ja auch auf dem Bild sein könnte, dass sie mich dann nicht belangen können…und wie schnell war ich eigentlich….?
    BlitzgeraetBlitz! Au nein, nicht schon wieder! Hätte ich doch nur gebremst!
    Jetzt werd ich aber sauer! Bremsen? Nö. Hat Berlin denn so viele Laser-Pistolen?? Wat üben die denn hier!? Der Blitz war wieder rot, ich bin jetzt eher blass, der gelbe Ford Ka ist aber auch noch neben mir. Ich bin so sauer! Rufe per Handy ( natürlich mit Freisprechanlage, Polizei hat ja scheinbar Großeinsatz hier!) meinen damaligen Lebensgefährten an, der mir gleich noch einen Blitzer flüstert. Da fahr ich aber nicht lang, und so richtig trösten kann er mich auch nicht. „Wat fährste och immer so schnell“ hilfsberlinert er nur, aber nicht böse, ist wohl eher ein Appell an meine Lernfähigkeit. Diese Ansprache dringt nur an mein Ohr, ändert ( leider) nichts an meinem Fahrstil.

    Ich will ja auch pünktlich zur Arbeit erscheinen, nehme eine Abkürzung, weg vom Hauptverkehrsfluss. Dort fahren nur ganz wenig lang, ist also schön leer. Der Nachteil ist, dass es teils eine 30er- Zone ist. Das ignoriere ich wie immer…und ich bin auch nicht stolz drauf. Als ich die Polizeikelle sehe, denke ich, ich träum heute nur schlecht. Mausefalle 3 ist zugeschnappt! Ich werde gleich rechts um die Ecke zum Interview gebeten. Ich bezahle gleich, dreimal Post an meine Firma, auf die das Auto ja gemeldet ist, wäre selbst mir peinlich. Ich bin erschüttert. Will es einfach nicht glauben. Wieder so eine Geschichte, die mir kein Mensch glaubt! Na ja, einmal hab ich schon schriftlich und zweimal kommt Post. Dann hab ich die Beweise.
    Ich schleiche auf den Straßen weiter, Autofahrer, die mich sonst nur von hinten sehen, können heute mal bei mir ins Auto glotzen.
    Nun will ich aber unbedingt mit jemandem sprechen, spontan und unüberlegt rufe ich ihn an.
    „Schüßler“ Was? Heißt er nicht anders? Ich fasel was und mach dann auf Funkstörung, kann ich ihm später immer noch erklären. In unserer Situation müssen wir ja auch vorsichtig sein, man weiß nie, wer noch so Zugriff auf das Handy hat, wobei man gerade stört. Will ja niemand in Erklärungsnot bringen. (weiterlesen …)

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