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  1. By Miki in bescheuertes, gemaltes, gesuchtes

    So, Jungs! Ja, ihr: Kampffussel, Pirat :pirate: , Sven, Felix und Andi ….  da habt ihr euren Arsch!  :evil:

    Für die anderen Leser zur Erklärung: in meinem Such- Quickie 3 erwähnte ich die Suche ” ich liebe dich obwohl du ein arsch zu mir warst”, ohne diesen zu bebildern.
    Das wurde schwer kritisiert und ich liefere hiermit nach.

    Und Tekima: Minderheiten kann ich da leider nicht berücksichtigen :red:

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  2. By Miki in bebildertes, persönliches, schönes

    Das Glück ist doch ein dämliches Ding. Erst lässt es sich ewig gar nicht blicken und dann kommt eine Dosis… die muss man erstmal verkraften…. :oops: :oops:

    So fing es ja mal an:

    Nun ist diese Liebe 41 Tage jung (sagt Pirat… ich hab nicht nachgezählt… :oops: ) und ich wurde von demselben entführt! Wohin? In ein einsames Haus am See, idyllisch, romantisch… öhm… komfortabel (auch Miki-wichtig!) und einfach wunderschön. Und guckt:

    Das sind übrigens 41 Rosen, eine für jeden Tag…

    Wie das weitergehen soll? Frag ich mich auch manchmal… :oops:
    Auf jeden Fall schön, weil wir es beide so wollen und alles dafür tun werden.
    Und so wird diese Entführung friedlich enden…am Montag… und hoffentlich nicht die letzte sein.
    Ihr würdet mich aber befreien kommen, oder??? :eyes:

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  3. Eiche und Zypresse

    Juni 30, 2011
    By Miki in gefundenes, schlaues, zitiertes

    „Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel: Lasst sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seelen sein.
    Gebt eure Herzen aber nicht in des anderen Obhut.
    Denn nur die Hand des Lebens kann eure Herzen umfassen.
    Und steht zusammen, doch nicht zu nah: Denn die Säulen des Tempels stehen für sich, und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten der anderen.“
    Kahlil Gibran (1883-1931)

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  4. Blatt im Wind

    Juni 16, 2011
    By Miki in gedankliches, gedichtetes, persönliches


    Ein Blatt im Wind
    wehte vor deine Füße,
    schickt auf diesem Weg
    dir liebe Grüße.

    Einige Jahre
    hing’s an einem Baum.
    Träumte vielleicht schon
    unseren Traum.

    Vom Tanz im Sturm,
    trotzend jeder Gefahr.
    Vom Flug hoch zum Turm,
    dem Himmel ganz nah.

    Nun sind wir zu zweit,
    und fliegen im Wind.
    Staunen wie nah
    wir dem Himmel schon sind.
    Miki

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  5. By Miki in gelebtes, persönliches, vergangenes

    Ein Klick aufs Tagebuch bringt euch zu allen Geschichten aus dieser Reise in Mikis Vergangenheit. Und hier unbedingt bis ganz unten lesen! :smile:

    31.08.2004

    Vielen Dank, mein liebes Handy, wenn es dich und deine unzähligen Artgenossen nicht gäbe, hätte ich heute ein Date verpasst! Da wollten sich zwei Dussels treffen und hatten nicht mal einen Treffpunkt, und die Alternative des nicht vorhandenen Treffpunkts öffnet erst um 16 Uhr, das Leben ist hart!

    So musste man sich permanent verständigen, Ende der Irrfahrt: ich sitze in meinem Mohrchen, ordentlich abgeparkt ( verabredet auf einem schnöden Parkplatz- wie unromantisch) und ER rauscht erst mal vorbei, verräterisches Merkmal: außerirdisches Kennzeichen, das hat er nun davon. Also wieder bimmeln, Flucht aus meinem Corsa und flitz in seinen …Renault.?, glaub ja. Anschmunzel, ein paar Meter weiterroll, einpark….prima, noch ein paar Meter laufen und schon sitzen wir bei einem netten Italiener. Er sucht gleich MEINEN Milchkaffee, aber das weiß er ja nicht, gibt’s sowieso nicht, also eine Latte…. :oops: Macciato natürlich, und für jeden.

    Nun muss die Realität den Wünschen standhalten und wir haben die Latte ziemlich hoch gelegt. Mir gefällt, dass er blaue Augen und blonde Haare hat, das passt in mein Beuteschema, auch wenn ich da nicht sooo festgelegt bin. Auf den Fotos sah er dunkler aus. Wir reden und reden…Moment mal, kommt er denn auch zum Zug?.. Ja, hab doch allerhand erfahren. Die Zeit vergeht im Flug, ist auch doof, wenn man das immer im Blick haben muss.

    Die Vorzeichen für dieses Date waren grottig schlecht, einen Tag vorher, aber dafür recht spät, einen dienstlichen Termin reingedrückt bekommen, unverschieblich. Ihn nicht informieren können, Handy zu der Tageszeit tabu und Schicht in der Firma bis ca. 22 Uhr, Überstunden natürlich, auch unverschieblich.

    Dann spät abends noch Mailabtausch, o.k., egal wie, Termin muss gehalten werden. Wollte früh eigentlich etwas eher aufstehen, hab das vernichtende Spiegelbild schon geahnt, aber das ist auch unlogisch, bin ja spät ins Bett gekommen. Also irgend so ein Mittelding, Wecker klingelt ( wie immer zu früh) ich hau ihn dafür ( auch wie immer) und er macht das Spiel aller fünf Minuten mit mir, auch wie immer. Irgendwann doch rausroll, quäl, glotz in den Spiegel o weh, o weh…. :sick:

    Anti-Lachfalten-Creme hilft auch nicht weiter, Kaffee…schon besser…. :eyes:

    Vorhänge auf, rausguck, gaaanz kurze Überlegung, ob ich nicht wieder ins Bett krabbeln sollte ( noch isses warm). :oops: Entscheidung dagegen, der Chef könnte ein Problem damit haben, also: Fenster auf und ich stelle mich dem Elend. Die Haarbürste kann ich mir bei dem Wind und zeitweisen heftigen Regenschauern sparen, aber ich kann ja wenigstens meinen guten Willen zeigen…bürst….

    Das Anzieh- Problem lasse ich gar nicht aufkommen, Motto: wie immer. Dann kann ich mich im Zweifelsfall immer noch steigern, Schmuckproblem: sparsam, alles gerückt und gerichtet, Kaffee geschlürft, Computer, dem ich keine Nachricht von IHM mehr entlocken konnte, meinem Nachtschreiber…hmm…schade…runtergefahren und los! (weiterlesen …)

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  6. 10+1 Wörter

    Dezember 22, 2010
    By Miki in gedankliches, persönliches

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  7. Freud und Leid

    November 21, 2010
    By Miki in gedichtetes, gelebtes, persönliches

    (weiterlesen …)

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  8. Liebe im Netz

    April 9, 2010
    By Miki in informatives, persönliches

    Oder “aus” dem Netz?

    Ja, warum auch nicht? Ich hab’s auch schon getan!

    Dabei hab ich schon nette Leute kennengelernt, einfach mal zusammen einen Kaffee getrunken und festgestellt, dass sonst nichts geht. Ich hatte auch nette und interessante Mailkontakte und aus den unterschiedlichsten Gründen ist es zu gar keinem Treffen gekommen. Zweimal habe ich bisher auf diese Art einen Partner gefunden, dass die eine Partnerschaft davon nach knapp 4 Jahren Geschichte war, ja dafür kann das Internet nix! Also ich bin dafür!

    Einmal ist mir allerdings passiert, dass ich mich beim Date fast totgeniest habe, bis wir drauf kamen, dass er eine Katze hat. Tja, man lernt dazu, auch wieder ein No-go, was künftig vorher abgefragt wurde.

    Aber man (Frau!) muss vorsichtig sein! Da wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Auch sehr nett: Nichtraucher gesucht und das erste, was man riecht ist Rauch und was man sieht: ausgebeulte Brusttasche mit Zigaretten. Und dann wird man als zickig bezeichnet.

    Thema Treffpunkt. Tipps für Berliner: Verabredet euch an der Weltzeituhr und nehmt, was euch gefällt! :alien:   Ist mir mal passiert: dort verabredet, gewartet und mindestens 4 Kerle auch. “Meiner” war nicht bei, aber einer, der mir sehr gefallen hat. Hätte ich den mal angesprochen, denn “Meiner” hat mir nicht gefallen! 8O

    Und nun, was ich richtig doof finde! Warum gibt es so viele Single-Börsen? Wäre es nicht besser, alle partnersuchenden Männer und Frauen würden auf der gleichen Seite suchen? Die Auswahl wär größer und die Chance, “seinen” Mensch zu finden auch.

    Aber ich habe mal was nützliches für diejenigen, die diese Möglichkeit ins Auge gefasst haben. Der Single-Börsen-Vergleich.

    Und hier noch etwas, was vielleicht witzig ist, aber NICHT stimmt! Frauen ab 40 schwer vermittelbar?? Nö! Ich kenne diverse Gegenbeispiele! :wink: Ich finde nur, dass sich da die Spreu vom Weizen trennt. Die ehemals Klassenschönsten vergangener Tage rollen inzwischen auch ohne Auto…. und die ehemals Dürren :wink:   mit ohne viel Busen oder so :oops: , die immer in den Papierkorb gesetzt wurden…sind heute gut in Form! :P   Und die ehemaligen Helden haben heute Bauch und die wallende Lockenpracht ist Geschichte! Und die ehemaligen Hänschen sind zu stattlichen Mannsbildern mutiert! Aber trotzdem finde ich die Ratschläge witzig, hier.

    Also, es gibt auf beiden Seiten gut erhaltene Modelle und auch welche, die erstmal so alt werden müssen, wie sie aussehen. Ob solariumgeschädigte Ledertasche, überangetakelt, schrill blondiert oder im Natur-Look, Schminke oder Haarfarbe nein danke! …alles dabei. Die eine mag Bart, eine andere gar nicht, groß, klein, schlank, rund…was für eine Vielfalt! Lasst euch von eher negativen Überraschungen nicht abschrecken, bleibt euch selbst treu und habt Spass!

    Und ihr so??

    :idea:

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  9. By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches, trauriges, vergangenes

    Hier kommt eine wahre Begebenheit aus dem Jahr 2004, durchbrochen von viel weiter zurückliegenden wahren Ereignissen.

    Ein paar erklärende Worte: Ich war damals gebunden und noch nicht entschlossen genug, mich von meinem Partner zu trennen (Haus, Verpflichtungen…). In dieser Beziehung gab es keinen Sex. (Dazu sage ich nicht mehr). Das soll aber rechtfertigen, dass ich auf der Suche nach einem Liebhaber war, um dieses Defizit auszugleichen. Böses Miki. Ich weiß.

    Das ging nicht mehr lange so, ich hab den Mann 2005 verlassen. (Dies war nicht mein Ex-Ehemann, sondern mein 2. Versuch). Ein wenig turbulent – aber ich liebe mein Leben….

    5.02.04

    Ich hasse Blind Dates!
    Aber trotzdem ist es wieder so weit. Ein denkwürdiger Tag nimmt seinen Lauf. Aber noch ahne ich davon nichts.
    Wir sind lose verabredet, abends steht bei mir ein Geschäftsessen an und es besteht die Möglichkeit, dieses etwas zu verlängern.

    Leider habe ich wieder Verspätung beim Start ins tägliche Verkehrschaos, aber ich gebe immer tüchtig Gas, wenn die Möglichkeit besteht, selbst wenn ich es nicht eilig habe.
    Aber heute ist eben so ein Tag, wo mir dies zum Verhängnis wird. Blitz! Dumm glotze ich in die Richtung, aus der der rote Blitz kam. Nun bin ich auch niemand, der dann auf die Klötzer geht! Ist ja dann eh zu spät! Oh, wär ich doch! Ich habe gerade noch gesehen, dass links neben mir ein gelber Ford Ka auf gleicher Höhe fährt und noch kombiniert, dass der ja auch auf dem Bild sein könnte, dass sie mich dann nicht belangen können…und wie schnell war ich eigentlich….?
    BlitzgeraetBlitz! Au nein, nicht schon wieder! Hätte ich doch nur gebremst!
    Jetzt werd ich aber sauer! Bremsen? Nö. Hat Berlin denn so viele Laser-Pistolen?? Wat üben die denn hier!? Der Blitz war wieder rot, ich bin jetzt eher blass, der gelbe Ford Ka ist aber auch noch neben mir. Ich bin so sauer! Rufe per Handy ( natürlich mit Freisprechanlage, Polizei hat ja scheinbar Großeinsatz hier!) meinen damaligen Lebensgefährten an, der mir gleich noch einen Blitzer flüstert. Da fahr ich aber nicht lang, und so richtig trösten kann er mich auch nicht. „Wat fährste och immer so schnell“ hilfsberlinert er nur, aber nicht böse, ist wohl eher ein Appell an meine Lernfähigkeit. Diese Ansprache dringt nur an mein Ohr, ändert ( leider) nichts an meinem Fahrstil.

    Ich will ja auch pünktlich zur Arbeit erscheinen, nehme eine Abkürzung, weg vom Hauptverkehrsfluss. Dort fahren nur ganz wenig lang, ist also schön leer. Der Nachteil ist, dass es teils eine 30er- Zone ist. Das ignoriere ich wie immer…und ich bin auch nicht stolz drauf. Als ich die Polizeikelle sehe, denke ich, ich träum heute nur schlecht. Mausefalle 3 ist zugeschnappt! Ich werde gleich rechts um die Ecke zum Interview gebeten. Ich bezahle gleich, dreimal Post an meine Firma, auf die das Auto ja gemeldet ist, wäre selbst mir peinlich. Ich bin erschüttert. Will es einfach nicht glauben. Wieder so eine Geschichte, die mir kein Mensch glaubt! Na ja, einmal hab ich schon schriftlich und zweimal kommt Post. Dann hab ich die Beweise.
    Ich schleiche auf den Straßen weiter, Autofahrer, die mich sonst nur von hinten sehen, können heute mal bei mir ins Auto glotzen.
    Nun will ich aber unbedingt mit jemandem sprechen, spontan und unüberlegt rufe ich ihn an.
    „Schüßler“ Was? Heißt er nicht anders? Ich fasel was und mach dann auf Funkstörung, kann ich ihm später immer noch erklären. In unserer Situation müssen wir ja auch vorsichtig sein, man weiß nie, wer noch so Zugriff auf das Handy hat, wobei man gerade stört. Will ja niemand in Erklärungsnot bringen. (weiterlesen …)

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  10. Fünf Jahre

    Dezember 29, 2009
    By Miki in gedichtetes, gelebtes, nachdenkliches, persönliches

    Heute vor fünf Jahren haben wir uns das erste Mal gesehen. Per Blinde Date. Üblich und gesellschaftsfähig in Zeiten von Zeitmangel & Alltagsstress. Dann noch unter unseren besonderen Rahmen- Bedingungen.
    Ich war zuerst da. Hat Vorteile. So konnte ich dich (und dein Auto ;-) ) schon sehen, deshalb hatte ich uns auch einen schönen Tisch am Fenster ausgesucht.
    Dann kamst du reingestürmt. Ich bin gleich aufgestanden, damit du dir ein Bild davon machen kannst, auf was für ein “großes Mädchen”  du dich da einlassen willst (?) ;-) . Scheint dich nicht abgeschreckt zu haben. (Und du sagst heute noch „…da haste dich extra groß gemacht…“ :grin: )
    Worüber wir gesprochen haben, weiß ich nicht mehr, wahrscheinlich haben wir uns auch über unsere spannenden Mails und Telefonate unterhalten, die uns schon vor dem Date so seltsam nahe gebracht hatten.

    Die Zeiten und Bedingungen um uns herum haben sich inzwischen mächtig verändert.
    Das Kribbeln, welches ich schon nach unserer ersten Begegnung hatte ist noch da. Unser Feind ist nicht der Alltag, sondern der nicht gelebte Alltag. Mal trennen uns nur wenige Kilometer innerhalb der Großstadt und mal sind wir auf verschiedenen Kontinenten. Durch die moderne Technik verbunden, vergesse ich manchmal sogar, wo du gerade bist.
    Das Kribbeln ist manchmal ein schmerzhafter Sturm und mal komplett ausgeblendet, wenn es mir denn gelingt. Heute wird es mir nicht gelingen. Bisher haben wir es immer geschafft, uns an diesem Tag zu sehen.
    Heute nicht.

    Ich hab Winter ….Winter

    …du hast Sommer Sommer

    Wie sagst du immer?

    „Der Weg ist das Ziel“

    Fluss

    Das Leben ist ein launischer Fluss,

    in dem man schwimmt oder ertrinken muss.

    Für die Masse die Fließrichtung die Bestimmung,

    dies entspricht nicht deiner Gesinnung.

    Bist nicht zum Spass in der weiten Welt,

    auch geht’s dir nicht ums große Geld.

    Schwimmst für die Welt gegen den Strom,

    große Aufgaben warten schon.

    Ich mach dir jeden Abschied leicht,

    hilft auch ein kleines bisschen vielleicht.

    Pass auf dich auf, komm bald zurück,

    das hilft mir hier jetzt auch ein Stück.

    Miki

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  11. By Miki in gelebtes, nachdenkliches, persönliches, trauriges

    Blumen

    21.11.

    Heute vor 3 Jahren sollte „meine“ (ähm.. unsere) Scheidung vollzogen werden. Meine Güte, sagt man das so?

    Jedenfalls hab ich gedacht, ich verlasse an diesem trüben Novembertag das Familiengericht in Berlin als geschiedene Frau. Nach nunmehr über 9 Jahren, in denen die Ehe nur noch auf dem Papier bestand, wurde das aber auch Zeit!
    Knackpunkt heute:
    a.) kommt der Noch-Mann?
    b.) erscheint er pünktlich?
    So, auf einmal hatte ich zu tun, pünktlich zu sein ..ich hasse –aus Autofahrersicht- Kreuzberg! Peinlich, ich als die Berlinerin, er soll extra aus Thüringen angeritten kommen!

    Was soll ich sagen. Ich war knapp pünktlich, er war schon da…aber die Anwältin fehlte! Ach du Kacke! Sorry! Aber es macht sich niemand ein Bild, was wir für diese finale Veranstaltung schon für bürokratische Vorarbeit geleistet haben, wie viele notarielle Urkunden schon vorhanden waren! Wie sehr ich auf diesen Termin gewartet habe! Wie oft der Noch-Mann zu wichtigen Gelegenheiten nicht angetreten ist! Wo ist die blöde Anwältin???Paragraphengrün

    Glück gehabt, die Kunden vor uns brauchten länger, die Anwältin kam angetrabt. Da sie so l-a-n-g-s-a-m s-p-r-i-c-h-t, dass man inzwischen eingeschlafene Füße bekommt, läuft sie wohl auch nicht schneller? Bei der Frau konnte man wirklich annehmen, sie wird nach Zeit bezahlt, naja, so hat sie es scheinbar zum Schluss auch gesehen. Mit der letzten Rechnung – die ich, wie alle anderen auch, alleine zahlen musste, sonst wäre ich heute noch nicht geschieden- gab es dann tatsächlich noch Ärger.

    Nun waren wir dran. Rein! Hinsetz. Richterin murmlt was “… alle Urkunden ja schon da… Versorgungsausgleich ausgeschlossen…Gütertrennung jahrelang vorhanden…warum mussten sie denn zum Termin erscheinen, ist doch alles klar…“

    Paragraphen2Ick werd weich!

    „Auf Wiedersehen, die Papiere werden Ihnen zugestellt.“

    Waaas? Ick bin nicht geschieden????

    Manno!

    So. Nochmal etwas langsamer. Man wird nicht an DEM Tag geschieden, sondern nach dem Richterspruch wird eine Urkunde erstellt. Als Scheidungsdatum gilt das Erstellungsdatum der Urkunde. Aha.

    Noch ein paar Kuriositäten.
    Nun war der Gerichtstermin am 21.11.006. Wie gerne hätte ich da den 28.11.2006 als Termin gehabt, denn am 28.11.1986 hatten wir uns das 1. Mal gesehen. Mein Ex-Mann und ich, meine ich. 20 Jahre. Stempel. Erledigt.Stempel

    Naja, das offizielle Datum der Ehe-Scheidung wurde dann der 28.12.2006. Geschafft.

    (Ein ganz klein wenig hatte ich noch gehofft, es würde den 17.12. erwischen… unseren Hochzeitstag.)

    Alles in allem eine wenig lohnenswerte Angelegenheit, so eine Ehe.ehe

    Aber wir haben in der DDR geheiratet (warum denken manche, ich müsste jetzt „ehemalige“ DDR schreiben, sagen wir auch das „ehemalige“ 3.Reich??).
    Zurück zum Thema, in der DDR war eine Ehe kein solcher Knebelvertrag und gegenseitige Versorgungsanstalt, um den Staat zu entlasten, wie heute.

    Und ich hab aus Liebe geheiratet.

    Nun wurde es Zeit, das Ganze komplett abzuschließen.
    Der Frust, der in den Gedichten Mein Ex-Arsch und Fortsetzung Mein Ex-Arsch steckt kam erst später dazu. Nachdem er sich gegenüber unserem Sohn genauso verlogen, dreckig und schäbig verhalten hat, wie zu mir.
    DAS nehme ich ihm übel für immer.

    Es war einmal… und für mich ist er gestorben…und keinen Heldentod, sondern den Tod eines Lügners, und verantwortungslosen Drückebergers.
    Kann weg!

    1899_0

    Meine Liebe zu dir – sie ruhe in Frieden.

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  12. Wir

    Juni 13, 2009
    By Miki in nachdenkliches, persönliches

    LiebeDu bist ganz anders als ich.
    Du bist mutig. Du suchst (und findest) große Herausforderungen.
    Du bist oft so vernünftig und auf deine Weise pflichtbewusst. Du bist zielstrebig.
    Du bist stark. Du erscheinst unverletzlich. Manchmal machst du mir Angst.
    Ich bin ein Hasenherz. Ich suche den bequemsten Weg (heißt nicht, dass ich ihn finde!). Ich bin unvernünftig.
    Meine Ziele und Träume wechseln. Meine Wünsche wachsen in den Himmel. Ich bin ungeduldig.
    Ich höre dir zu. Ich glaube an dich.
    Wir haben Sehnsucht. Wir haben Spass. Wir sehen uns selten. Wir sind immer in Verbindung.
    Wir basteln Papierflieger. Wir erzählen uns Witze. Wir haben lustige Eigennamen für lustige Sachen.
    Wir können miteinander lachen. Wir können uns vertrauen.

    Was verbindet uns?
    Ist das Liebe?

    Gehen wir auch sorgsam genug mit ihr um?

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  13. Brief an Miki

    April 26, 2009
    By Miki in nachdenkliches, persönliches

    BlauerHimmel

    Liebe Miki,
    du bist eine clevere Frau. Schwierigkeiten sind dazu da, gelöst zu werden.
    Du hast schon so vieles geschafft.
    Als du noch sehr jung warst, dachtest du noch, du brauchst jemanden, der dich beschützt, dir den richtigen Weg zeigt. Du dachtest, du findest ihn nicht allein. Du hast dich immer an etwas anlehnen wollen, oft nicht den richtigen Halt gefunden, zumindest nicht dort, wo jedes Kind ihn finden sollte. Du hast den falschen Menschen vertraut und bist enttäuscht worden. Du hast Mechanismen entwickelt, du hast getrickst, um doch noch zu bekommen, was du wolltest. Du hast nur die guten Zensuren gezeigt, um keinen Ärger zu bekommen. Du hast dich aus dem Haus gelogen, um mit dem dir zu dieser Zeit am nächsten stehenden Menschen zusammen sein zu können. Wenn du die Dinge klar und traurig vor dir gesehen hast, die andere (noch) verdrängt haben, hast du deren Verdrängungsstrategien kopiert, du hast schon getrunken, da warst du erst 14.
    Du hast weiter kopiert. Du dachtest, wenn es für andere gut geheißen wird, einen Fachschulabschluss zu machen, ist es für dich auch gut. Du wolltest etwas anderes, aber das hat nie jemanden interessiert. Gleis B war dir bestens bekannt, denn du warst ja gesund.
    Als dein Körper in den Streik trat hast du versucht, dich anders zu orientieren. Zum einen erfolgreich weitermachen, zum anderen aus einem Umfeld, welches nicht in deiner Macht stand, es zu ändern, zu entkommen.
    Du hast mit 18 geheiratet, für viele Dinge nicht selbst die Verantwortung übernommen, sondern deinem Mann überlassen. Ein großer Fehler. Du bist mit 19 Mutter geworden, warst festen Willens, alles „richtig“ zu machen. Ganz sicher nicht gelungen, aber du hast alles gegeben, was du konntest.
    Dein Vertrauen wurde enttäuscht, du musstest aus einem Scherbenhaufen aus Ehe-Aus und Schuldenberg ein Zuhause für dich und deinen Sohn zaubern. Das hast du geschafft.
    Deinen Traum von Familie und Geschwistern für dein Kind hast du bewusst und schmerzlich geopfert um dir und deinem Sohn ein geordnetes Leben zu ermöglichen.
    Du musstest die volle Verantwortung für euch beide übernehmen, du hast in dieser Zeit mehrmals den Job verloren, mehrmals wurde dir wegen der leider noch bestehenden Ehe das Konto gesperrt, es war kein Opa für deinen Sohn da, der helfen wollte und keine Oma vor Ort, trotzdem hast du es immer geschafft, etwas essbares zu organisieren und euch ein gemütliches Heim zu schaffen…
    Du hast verhandelt, abgestottert, gespart… du brauchtest keinen „Zwegert“.
    Dabei bist du ein fröhlicher und optimistischer Mensch geblieben, Fotos und Geschichten zeugen von einem gern gelebten Lebensabschnitt mit einem gut geratenen Jungen. Du hast nicht vorgetextet, du hast vorgelebt.
    Aber noch immer hattest du kein Vertrauen zu mir. Du hast dir aus Vernunft einen Mann gesucht, deiner eigenen inneren Stimme nicht zugehört.
    Du hast die vermeintlichen Maßstäbe „anderer“ zu deinen gemacht. Du hast dich und deine Bedürfnisse aus dem Blick verloren. In dieser Zeit hast du sogar die Lust an sich und am Leben verloren, du hast nur funktioniert.
    Auch dann hast du wieder umsortiert, umstrukturiert, neu angefangen.
    Bald bist du nun auch aus der Verantwortung für deinen Sohn entlassen (… was sind schon noch die paar Jahre, irgendwann ist jedes Studium mal fertig…), du lebst jetzt schon allein und kannst endlich ganz frei entscheiden.
    Tust du das? Wartest du nicht schon wieder darauf, dass andere die Weichen stellen?
    Was willst du? Und wann?
    Ich entbinde dich von jeglicher Verpflichtung anderen gegenüber. Väter, Mütter und Geschwister sind genau wie du mit den notwendigen Mitteln vom Leben ausgestattet, ihr Leben selber zu regeln und zu gestalten, Notfälle natürlich ausgeschlossen.
    Du bist nicht dafür verantwortlich.
    Hör auf dich, tu was du kannst und willst, lauf, flieg… Lerne, verändere, träume, trau dich!
    Hab keine Angst, und wenn doch; überwinde sie!
    Vertrau mir!
    Ich bin immer bei dir, ich liebe dich und bin stolz auf dich!

    Deine Miki

    Pusteblume3

    Das Leben ist das, was wir daraus machen.

    (Grandma Moses)


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  14. Teddy

    Februar 28, 2009
    By Miki in bebildertes, gedichtetes, gelebtes, persönliches, plüschiges

    Brummel

    Mein Teddy hat Geschichte,
    wird Zeit, dass ich davon berichte:
    Mit Mutti war ich bummeln,
    war über 30, will nicht schummeln.

    Wir guckten Schmuck und Schuhe, Tücher,
    in den Taschen ein paar Bücher.
    Da sitzt im Fenster ein großer Bär,
    Mutti voran, ich hinterher!

    Die Verkäuferin sagt noch ganz munter,
    „nehm sie ihn doch dort mal runter!“
    Mutti tut’s, ich weiß es längst;
    mein Herz verloren, ungebremst.

    Nun steh ich da, der Bär so teuer,
    doch in mir brennt das große Feuer,
    September haben wir, Geburtstag fern,
    Mutti sieht, ich hätt ihn gern.

    Zu Hause sitzt der falsche Mann
    (was ich so noch nicht wissen kann),
    so kann ich mir den Bär nicht kaufen,
    müsst ohne ihn nach Hause laufen.

    Mutti kann’s Elend nicht betrachten,
    sagt: „es ist ja bald Weihnachten“.
    Kauft den Bär, ich drück ihn dann,
    dass keiner ihn mir nehmen kann.

    Teddy sitzt auf Muttis Schoß,
    fahren wir gen Heimat los,
    denken kurz, es ist ein Witz,
    trifft uns glatt ein Raser-Blitz!

    Lachen noch, Teddy als Star,
    fotografiert, kaum war er da!
    Eine Info nur am Rande,
    Polizeipost kam nicht zustande.

    Etwas nur die Freude trübt,
    schmachten hab ich so geübt:
    Teddy blieb bei Mutti sitzen,
    musst ohne ihn nach Hause flitzen.

    Dann und wann zu Kaffee und Kuchen
    konnte ich ihn dort besuchen.
    War längre Zeit allein, oh weh,
    sprach ich ihm was auf den AB.

    Ein Vierteljahr ging das dann so,
    endlich Weihnachten, war ich froh!
    Mutti geholt mit Gepäck und Bär,
    noch einen Tag warten, na bitte sehr!

    Es gab noch mehr Geschenke,
    wie war mir das egal,
    knuddel den Teddy und ich denke:
    ein Ende hat die Qual!

    Das war vor sieben Jahren,
    nun habt ihr es erfahren.
    Mein Teddy, das ist große Liebe,
    wer ihm was tut, der kriegt echt Hiebe!

    Miki

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  15. … dem Liebsten…

    Februar 24, 2009
    By Miki in gedichtetes, nachdenkliches, persönliches

    Ich fühle deine Liebe
    in jedem Atemzug
    und wünschte , dass sie bliebe,
    bis ich sag „genug“.

    Doch das wird’s nicht geben,
    will ohne dich nicht leben,
    auch wenn du bist nicht hier,
    bist du doch mit mir.

    Ob nun jeden Tag beisammen,
    oder nur für wenig Stunden
    fühl ich mich mit dir
    inniglich verbunden.

    Du mein Mensch, mein Tageslicht,
    sehn mich nach dir oder auch nicht.
    Bin normal trotz aller Liebe,
    wäre froh, wenn es so bliebe.

    Das Leben einen überfährt,
    das hat die Zeit uns schon gelehrt,
    so manche Sache ist gewollt,
    die andre uns so überrollt.

    So wolln wir akzeptieren,
    nicht alles kann man regulieren,
    das Beste und zugleich beschwerlich,
    alles vergeht, sind wir mal ehrlich.

    Doch wir geben uns den Raum,
    lassen träumen uns den Traum.
    Könnten uns für immer lieben,
    wem ist schon so viel Glück beschieden.

    9119108

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  16. alte Liebe

    Januar 22, 2009
    By Miki in persönliches, trauriges

    46005

    Mein lieber Wolfgang,

    heute wärst du 45 geworden…..
    ich weiß nicht, ob man im Himmel lesen kann (oder muss) aber du sollst wissen, dass ich an dich denke….
    es gibt viele Grabsteine, auf denen steht “unvergessen”
    … du hast keinen Stein, aber du BIST unvergessen…..

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