Vorhang auf! Gute Unterhaltung bei Miki!

Monat: Februar 2018

Versteh doch

Warum ich dieses Bild genau an meinem Geburtstag (wieder-)gefunden habe- keine Ahnung.
Ein Porträt von mir als kleines Mädchen. Vielleicht war ich 5, vielleicht 6.
Klein.

Ich war immer die Kleine. In der ganzen Kinder-Nachbarschafts-Gang die Kleinste (Jüngste).

Was dazu führte, dass die Spiele oft nicht zu mir passten, ich die langsamste war, die ungeschickteste, die dümmste (das wurde mir dann so vermittelt). Diejenige, die sich die Augen zu hielt und dachte, sie wäre nun versteckt. Als einzige noch mit Stützrädern Fahrrad fuhr. Erst Schlittschuhe bekam, eine Nummer größer fürs Folgejahr, weil ich klein war, versteh doch…
Der Platz wurde nie mehr gespritzt.
Der Buddelkasten wurde zum Blumenbeet, als ich gern noch gebuddelt hätte. Eben nur noch ich, das älteste Mädchen war immerhin 7 Jahre älter, der jüngste Spielgefährte 2,5 Jahre älter. Versteh doch…
Kleine Schwester…. Die Große bekommt die große Puppe, ich stürme auch erst zu dieser, an Weihnachten. Aber nein, die andere dort, die Kleine… das ist deine… versteh doch..

Es war so und eine/r musste es ja sein. Aber ich hab es gehasst.

Es war auch toll: der Nachbarsjunge (2,5 Jahre älter) war wie mein großer Bruder. Sowas kann man gebrauchen, auch in der Schule. Außerdem hatten wir irgendwann beide coole Metallbaukästen. Und wir haben gemeinsam an seiner TT Eisenbahn gebastelt. Jahrelang. Wären wir wirklich Bruder & Schwester gewesen, hätten uns seine Kumpels sicher nicht (ab irgendwann, ich sag nur Pubertät) mit blöden Sprüchen auseinander gemobbt. Aber so ist er eines Tages nicht mehr mit mir den Schulweg gegangen und wenn seine Kumpels zu Besuch kamen, musste ich verschwinden. Schade, damit war ein wichtiger Verbündeter für mich verloren. Versteh doch…

Seine Mutter hat übrigens das Bild gemalt. Dafür bin ich ihr heute sehr dankbar. Diese hat allerdings regelmäßig meinen Geburtstag im Februar vergessen. Und wenn meine Schwester mit TamTam im April ihr Geschenk bekam, hab ich ein Buch aus deren Schrankwand bekommen. Als Geburtstagsgeschenk. Wir sind dort ein- und aus- gegangen (das war toll), aber ich hab die Bücher gesehen, teils reingeguckt und meine Schwester hat die Regentrude sogar schon gelesen gehabt. Musste ich das auch verstehen?

Tut mir leid, aber ich merke mir sowas.

Hihi… so war ich also immer die Kleine.

Aber was soll ich sagen, später bin ich die Größte geworden. Wirklich! Na gut, länger. Länger als mein „Bruder“, länger als dessen Vater, länger als alle anderen Mädels sowieso. (ist kein Geheimnis, 1,84m und nach ein paar Jahren, in denen ich das schrecklich fand, finde ich es jetzt schon sehr lange super!)
Ja, das kleine Mädchen auf dem Bild ist noch die Kleine. Die dies satt hat. Die nicht immer nur verstehen will. Die dann auch mal patzig ihre Meinung gesagt hat. Was dann nicht gern gesehen war und evtl. zu den vergessenen Geburtstagen geführt hat (…). Und dazu, das sie generell nie der Liebling war.
Allerdings war ich da auch nicht scharf drauf, ich bin wohl schon immer lieber ruppig- ehrlich.

Zu Oma in den Ferien fahren? Nein, die Große hat bald keine Ferien mehr, wenn du noch soooo lange hast. Versteh doch. (Liebe Oma, warum hast du nicht einfach gesagt, dass du sie lieber mochtest? Ich hätte es sogar verstanden).
„Kind, wir gehen ins Theater!“ „Au fein!“ (Aufgeregte Vorfreude über Wochen, sogar eine Handtasche- meine Erste- hatte ich dafür! ) „Kind, nun kann doch deine große Schwester mit, wir beide können ja später mal gehen, das verstehst du doch?“ Nein. Aber ich war trotzdem raus. Und das später kam nicht.
Oma und Opa kommen aber zur Jugendweihe, stimmts? Nein, sie fahren lieber in den Westen, da wird grad was besseres gefeiert. Versteh doch.
Meine Schwester kommt aber mit? Nein. Versteh doch.

(Und ich höre auf, ich wollte ja jetzt und hier keinen Roman schreiben.)

Heute will ich nicht mehr verstehen müssen.
Dieses „Versteh doch…. „ hing mir noch sehr lange an, wahrscheinlich weil es früher – augenscheinlich – so gut geklappt hat. Ich sollte Rücksicht nehmen, auch wenn man mir gegenüber rücksichtslos war.

Heute bin ich groß. „Versteh doch“ funktioniert nicht mehr. Und ich wüsste auch keinen Grund, warum es das sollte, das war früher schon blöd.

Versteht das wer?

 

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Nun ja. Passiert. Schafft nicht mal jede/r. Also dankbar, froh und glücklich sein.

Und bin ich.

Wir haben diesmal in Vierer- Runde reingefeiert, letztes Jahr waren Pirat und ich allein. Diesmal also Pirat, Felix, Mikmups und ich.

Ich habe ein lustiges (Trink-)Spiel gekauft, eigentlich ist es einfach ein lustiges Spiel: hüpft der Pirat (…) raus, dann…. angedacht ist wohl, MUSS man was trinken, ich hab es so gemacht: nur wenn der Pirat hüpft, DARF man trinken. Mein Plan: alle haben Durst und geiern drauf.

Erklärung, jeder steckt einen (von 6) Dolchen in eine Lücke seiner Wahl und irgendeines löst dann den Mechanismus… hüpf…

Tja, mein Pirat hat das ein wenig torpediert, indem es dann RIESIGE Gläser Gin Tonic – Drinks gab…  :pirate:

Und das, obwohl es zur “Ina- Pizza” schon ordentlich Bier gab  :droling:

So wurde es recht lustig. Übrigens: Empfehlung für das Spiel, auch für Kinder, man kann sich Strafe oder Belohnung ja selbst ausdenken…  ( TOMY “Pop Up Pirate)

Aber wir hatten ja eine gute Grundlage:

nomnomnom…selbst gemachter Hefeteig mit Belag eigener Wahl… Wurst, Gemüse, Käse…furchtbar lecker..

Die Zeit ging jedenfalls rasant rum …. und schon hatte ich Geburtstag. Traditionell der Geburtstagstisch, Torte, Sekt, Geschenke…

Ein Glas war schon stiebitzt… und etwas entscheidendes versteckt!!!

Diesmal nun wirklich: der letzte (plüsch-) Teddy!!!

Da issa:

Willkommen Lucky!!

Ich hab jede Menge gaanz tolle Geschenke bekommen.. einige kennen vielleicht auch schon meine neue Romero-Britto- Macke. Die Vase…. (s.o.)

….noch ein Bär…

Und dieser tolle Kerl:

Mein chinesisches Sternzeichen ist der Hahn. Das erklärt alles?

Das hörte ja gar nicht auf, ich war geflasht… und müde…

…. irgendwann ging es ins Bettchen, das ist ja das Schöne: alle konnten bleiben!

Früh kam zur großen Freude des Piraten noch ein Überraschungsgast, sie hat dann sogar ein paar (Katzen-)Snacks aus seiner Hand genommen. So eine Katzenfreundin, und dann auch noch rot, wünscht sich der Pirat. Gucken wir mal, ob sie nun öfter vorbei kommt.

Als alle wach waren gab es ein gemeinsames Frühstück…

…und nach geschickten Verhandlungen durfte ich mir noch einen Bär selbst schenken…

Romero Britto Happy Baer

Was stand nun für den eigentlichen Geburtstag an?

“In die Stadt”- fahren und den Romero-Britto-Friendship-Baer suchen. Ich hatte darüber geschrieben. Anschließend in eine Berliner Galerie, zum Gucken.

Aber du glaubst es nicht! Nicht nur, dass dort inzwischen alles zugebaut ist…furchtbar…und der Bär so auch nicht zu finden war…es wusste auch niemand etwas. Dann noch eine Fehl- Information aus einem Souvenir- Shop und dann wussten wir, dass er dort mal vor dem Holiday-Inn Hotel gestanden hat. Aber nun nicht mehr. Pirat hat noch eine Postkarte erbeutet… Bär weg… :weap:

Aber wo ist er nur geblieben?

Anschließend sind wir zur Mensing- Galerie gefahren.
Die Galerie fand ich eher enttäuschend, wenn manche Teile auch sehr schön waren. Aber es gab da zugängliche Ecken, wo alles unaufgeräumt gelagert war, das fand ich etwas befremdlich. Und der Mann, der dort agierte, befütterte uns mit der Fehlinformation, dass der große Berliner Friendship-Baer derzeit überarbeitet wird und anschließend vor der John F. Kennedy Schule stehen wird.

Es war zwar tolles Wetter aber knackig-kalt, so haben wir anschließend wieder Kurs auf unser Zuhause genommen.

Ich muss mich kurz fassen, sonst wird das zuuuu lang hier.

Nach einem vorzüglichen Abendmahl sind die Gäste abgefahren und wir ziemlich schnell ins Bett gesunken.

Heute hatten wir noch Urlaub und konnten den Tag so beginnen:

Gestern Abend (nachdem die Gäste fort waren) hatte ich bei Instagram unter dem Hashtag  #britto  ein 4 Tage altes Bild mit dem großen Bär gefunden! Vor der “John F. Kennedy Schule”!  Also heute da hin!!

Und da issa!

Da verstehe ich nun einiges nicht: es ist kein öffentliches Gelände (war mir egal) und niemand weiß was! Am Wochenende ist da wohlmöglich abgeschlossen!

Und was ich bescheuert finde: dass irgendwelche Deppen ihn immer verschandeln und bekleben, echt widerlich!

Aber ich war da! Ist der groooß! Hab ihn auch angefasst!

Und es hat mich immer interessiert, andere vielleicht auch?: So sieht er von hinten aus:

:oops:

Wenn ich mal in der Nähe bin – und dorthin verschlägt es mich öfter- werde ich mal wieder nach ihm sehen…ich hoffe, die blöden Aufkleber und so werden mal entfernt.

Jedenfalls war ich da! Bär gefunden! Freu!

Hach, schön war’s! Das könnte ruhig so weiter gehen  :mrgreen:

Angefühlt hat es sich jetzt irgendwie wie “Drei Tage Geburtstag”.  :lol:

George berichtet

So als Reisebegleiter hat man es schwer bei Miki. Besonders wenn es zum Meeting geht. Ich will mich mal beschweren:

Da steht bis zum Schluss nicht fest, wer mit darf. Außer Bimbo natürlich, der muss ja immer mit. Da sitzt du als Teddy da und guckst nett und hoffst…. und dann biste wirklich “dran”…ab in den Koffer. Gut, das ist der erste Dämpfer, denn sonst haben wir eine eigene Tasche, das fällt gar nicht auf, sie passt zu den anderen Taschen und Miki macht sie auch zu (damit uns niemand sieht!).
Nun gut, diesmal wieder das Gequetsche im Koffer. Weil: Miki hat nur männliche Kollegen und die kommen immer mit ganz wenig Gepäck, die würden dann denken, ist alles voller Schmink- und Klamotten- Kram. Keine Ahnung haben die! Echt!

Aber: da wirste früh um 5.45 Uhr (!!!) in den Koffer gestopft! Und dann fährt se und fährt se… (na gut, fahren tut Einstein)…

Sonst geht es ja so Richtung Ostsee, auch hoch bis Rügen, aber das ist eigentlich immer flott erledigt. Naja, manchmal mit Zwischenstopp bei Kundschaft unterwegs, aber gegen 16 Uhr kommen wir Reisebegleiter eigentlich raus. Ja, haste gedacht. Das Gerumpel und Gefahre hörte zwar nach ca. 5 1/2 Stunden auf. Aber dann passierte nix. Miki steigt aus und es wird kalt und kälter, sie kommt nicht zurück! Erst weitere fünf Stunden später gibt’s wieder hoffnungsvolle Geräusche und wir fahren… ein kurzes Stück. Und dann endlich, also ca. 18 Uhr, kommen wir aus dem Koffergefängnis! Und darauf hat man sich dann gefreut! Denn Miki geht nun nicht etwa bald pünktlich ins Bett (sonst gibt’s dann den gemütlichen Teil und wir können uns schon rankuscheln…)
sondern wir werden zwar rausgesetzt…und das mit dem Foto klappt auch:

Aber dann! Sie zieht sich um und haut wieder ab! Nicht zu fassen!

(mehr …)

Nur was?

Ich muss was schreiben, denn das Artikelbild des letzten Artikels verhagelt mir immer die Laune, wenn ich meine Seite öffne.
Da staune ich selbst, aber es erinnert mich wohl an die schlimme Zeit, das Unbehagen ist direkt körperlich. Entfernen will ich den Artikel aber nicht, das hier ist mein Gedächtnis, mein Logbuch und ich will festgehalten wissen, ab wann ich endlich darauf verzichten konnte…

Also, der Mond geht immer… wenn er mich anguckt die nächste Zeit… das ist gut. Und passen tut es auch… ich bin längst müde und krabbel gleich ins Bett. Seit dem Umzug schaut dann tatsächlich- wenn die Phase und das Wetter stimmt- der Mond zum Fenster rein. Das liebe ich sehr.

Wenn die Lieben weit fort sind (oder auch nicht weit  :oops: ) gucke ich gern zum Mond und bitte ihn, nach ihnen zu gucken. Und bilde mir ein, sie können auch zum Mond gucken und so haben wir nacheinander geguckt.

Zu Zeiten, da ich meinen Liebsten noch nicht gefunden hatte, hab ich mal diesen Vierzeiler kreirt:

“Jeden Abend such ich den Mond-
und befrage ihn nach dir.
Lächelnd er am Himmel thront-
keine Antwort gibt er mir.”

Ja, lieber Mond, du hast meine Irrungen und Wirrungen gesehen, ich war oft neidisch bei dem Gedanken, dass du da von oben voll die Übersicht hast und ich hier im Dunklen tappe… beschimpft hab ich dich, sorry dafür.  :oops:

Haha… gerade ahnte ich es und tatsächlich, 2011 hab ich euch das alles – so ungefähr- schon mal erzählt.

Und immer noch mondsüchtig. Das wird wohl so bleiben…

Tschüss & Danke

Ich hab’s geschafft!

Die Frozen Shoulder ist zwar noch nicht ganz überstanden, aber die Schmerzen, die mich fast wahnsinnig gemacht haben, sind vorbei. Ich meine, auch ohne Schmerzmittel- weg!

Manch ein Leser hat es im letzten Jahr mit-gelesen, ich wollte auch nicht viel jammern, aber kurz gefasst: es war ganz schlimm. Schmerzskala 1 bis 10 – glatte 10! Hatte sogar mal einen Bereitschaftsarzt da, weil ich auch mit der Dosierung der Geschosse (Medis) nicht mehr klar kam.

Jedenfalls wurde mir dann auch – endlich – geholfen, mit einer Kombi aus Arcoxia und Tilidin hab ich Tag für Tag überlebt. War teilweise kurz über der Höchstdosis unterwegs.

 

Und nun ein Loblied- und damit ein dickes Danke- an das Tilidin! Zu “verdanken” hatte ich das am Ende meiner Diabetologin, man muss nicht denken, vom Orthopäden! Keine Empfehlung für die “Schulterspezialisten” in Berlin Steglitz in der Kieler Straße! (Inzwischen bin ich in guten Händen).

Ich hab es super vertragen, es hat geholfen und ich hatte nicht wirklich Nebenwirkungen. Konnte auch problemlos Auto fahren (man darf, es muss aber eben geguckt werden, wie man es verträgt, der Arzt kann es erlauben), das einzige, was mir wirklich aufgefallen ist: ich hatte Gedächtnisprobleme. Mal eben schnell merken und dann im Auto aufschreiben ist mehrmals schief gegangen. Dann hieß es: gleich notieren!

Ohne zusätzlich Arcoxia ging es aber sehr lange nicht. Wegen sehr gravierenden (möglichen) Nebenwirkungen habe ich das aber auf die kurz-möglichste Zeit begrenzt. Tilidin ist da “harmloser”, weil nicht organ- toxisch, allerdings gibt es einen Pferdefuß: es macht abhängig. Bei kurzen Schmerzepisoden nicht unbedingt, aber ich brauchte das Zeug ein gutes halbes Jahr. Runterdosieren ging dann auch immer ganz gut, immer in 50mg- Abschnitten. Aber als ich es ganz weglassen wollte, ging der Ärger los: Kopfschmerzen, Unruhe, Schwitzen, Frieren, Verstimmmung (das ist jetzt nett ausgedrückt  :???: ), Schlafstörungen…

Um Weihnachten rum habe ich einen ersten ernsthaften Versuch abgebrochen, wirklich auch meiner Umwelt zuliebe. Aber irgendwann muss es ja weg das Zeug.

Und heute ist Tag 3 “ohne”. Ich denke, das ist jetzt erledigt.

Das war zwar jetzt am Ende ein bissel mühsam, aber das ist eine Kleinigkeit, wenn ich bedenke, dass mich das Zeug aus der Hölle geholt hat.

Also keine Angst vor dem Zeug, wenn es sein muss, allerdings rate ich von den Tropfen ab. Diese werden zwar auch nicht mehr zur Verordnung empfohlen, aber manche Ärzte stecken ja auch in Gewohnheiten fest. Damit bombt man sich nämlich noch viel schlimmer in diese Abhängigkeit und der Ausweg ist viel schwieriger.

Ehrlich gesagt war ich überrascht, wie langwierig und schwergängig das war, wegen der allgemein guten Verträglichkeit auch bei Höchstdosis hab ich gedacht, ich komme ganz leicht aus der Nummer raus.

Also, Tilidin, vielen Dank, du Teufelszeug und wohlmöglich kreuzen sich unsere Wege nie wieder. Und wenn doch- dann sind wir ja alte Bekannte!