Kategorie: gelebtes

Gera – tangiert

Tangiert…naja, ich war schon da, aber hab nicht viel gesehen. Muss dazu auch sagen, dass ich immer mit Tunnelblick unterwegs bin. Noch mehr, da bei besch… Wetterverhältnissen das „heil ankommen“ im Vordergrund steht.

Aber ein bissel was nehme ich trotzdem „mit“…das ist die Johanniskirche Gera, erbaut 1881 bis 1885.

Und lustig war nach der Wetterattacke das hier:

Da hätte ich also mal inkognito rasen können  :grin:

Naja, das Hauptziel den Tag war das hier:

Bevor der Termin mit dem Professor starten konnte gab es einen dringend benötigten Koffeinschub:

Der Termin ist gut gelaufen und dann hieß es auch noch bei Dunkelheit und schlechtem Wetter „go to home“!

Kleiner Dialog zwischendurch (vorm Termin):

Ich (zum Innendienst): „…hab ja ganz schön Respekt vor dem Termin, aber was soll’s, man wächst mit seinen Aufgaben!“

Innendienst: „Ja, kennt man ja von der Leber!“

Ich gebe zu, ich musste etwas drüber nachdenken, aber dann fand ich es lustig.

Das sind dann zwar 580 Kilometer für den Tag, aber die Übernachterei in irgendwelchen Hotels ist ja auch nicht so toll. Da lieber nach hause, zu Mann, Kater, Haus und Möbeln. Und die Firma macht mir da auch keine Vorschriften, so kann ich das machen, wie ich das will. Das hat was.

 

Resümee 2018

Das wird jetzt nur eine kleine Gedankenstütze, keine Angst. Ich schreibe hier ja überwiegend aus meinem Leben, fast tagaktuell, eher selten gibts Aktionsbeiträge und Gedankensalat. Aber gleich als erstes aufgezählt fürs Jahr 2018:

  • Es gibt hier wieder mehr Beiträge – und das gefällt mir. 61 Artikel, immerhin (Vorjahr 53, 2016 waren es 30)
  • Gesundheitlich ging es 2018 wesentlich besser, 2017 war mein Schulter- Horror- Jahr (Frozen Shoulder). Entzug von Tilidin im Februar 2018 abgeschlossen.
  • Neue Insulinpumpe. Völlig neues System nach über 20 Jahren. Und neues Hobby   :smile: Ich fühle mich absolut wohl damit! Läuft!!
  • Das erste ganze Jahr im Haus, vor allem der 1. Frühling, der 1. Sommer. Toll!  
  • auch neu: meine Romero- Britto- Macke  ;)
  • Brille: ich habe mich entschieden, dass mit dem ewigen (Lese-)Brille auf und absetzen Schluss sein soll. Immer das Gesuche! Immer in der falschen Tasche, auf der falschen Etage! Manchmal hatte ich schon zweie auf dem Kopf (nach oben geschoben)  und immer noch gesucht! Jetzt also Gleitsichtbrille. Gleich im neuen Job so gestartet.
  • Ein neuer Job ab September! Autos gehören auch zur Familie, oder?? Hallo Blacky! (Tschüß Einstein!)  :weap:

Einstein

Blacky

 

  • Unser neues felliges Familienmitglied kam im Oktober; willkommen Dickie! (und wie gruslig recht ich hatte, hier brauchte er uns noch nicht!) 
  • Und auch sonst hab ich ein bissel aufgeräumt, der Besen war dann größer, als gedacht, aber ist mir recht. Wenn ich nach Jahrzehnten mal sage, was mich anpiept und das dann so verübelt wird (nicht, dass der Empfänger mal in den Spiegel guckt), dass der Kontakt aufs Nötigste (Familie eben) minimiert wird, dann ist das eben so. Und gut so. Andere Baustelle: geh ich hin, werd ich beschimpft, geh ich nicht hin, ist Ruhe. Was würdet ihr machen? Genau!  :angel:
  • Gehört von der Sache noch zu 2018, aber ich bin tapfer und verwende das alte System, bis alles alle ist (andere verhökern es bei ebay oder schmeißen weg… „is ja alles Kasse…!“ Widerlich!) Ich habe das neueste Dexcom Glucose-Monitoring bewilligt bekommen und hab alles dafür hier. Es lebe die Technik!

Das ist ja schon ein Ausblick auf 2019 und ich hoffe, es bringt viel Gutes. In vielen Dingen darf es gern so bleiben, wie es ist.

Ich wünsche euch ein glückliches, facettenreiches Jahr 2019 bei bestmöglicher Gesundheit!

 

Nachgeputzt & reingerutscht…

Nachgeputzt … oder – geschmückt… hat sich der Weihnachtsbaum, also hatte er noch einen ganz bunten Auftritt

Unsere kleine Jahresend- Runde stand erst am 30.12. fest, bis dahin haben sich Teilnehmer und Veranstalter noch nicht so festgelegt. War dann am Ende einfach die Frage: warum sollen alle allein hocken, hocken wir halt zusammen!?

Der Einfachheit halber hab ich eine kleine Rundfahrt gemacht und alle (2) eingesammelt.

Also war die Erwartungshaltung nicht hoch, für Speis & Trank und Betten gesorgt, wegen Kater war auch klar, dass nicht geknallt und gezündelt wird (ich gebe zu, wir hatten meist eine solche Raketen- Batterie  :oops: ) und nicht mal rausgegangen wird, damit er nicht entwischt. (Vorneweg verraten: wir konnten gut gucken, war einiges zu sehen und der Gestank blieb draußen, durchaus praktisch, merken!)

Nach den Pfannkuchen und Kaffee

(sorry für das schlechte Foto…ihr wißt ja, mein Handy…  :sad: gab es erstmal Bowle:

Den Wettbewerb gegen Felix hab ich von der Geschwindigkeit her gewonnen (wer postet zuerst?) aber qualitativ gefällt mir sein Bild besser:

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Erstmal lecker Bowle zum Rutschen 😋

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Dann wurde wieder das neueste Spiel ausgepackt… und wir hatten Spaß… Ich kann das Spiel „Knätsel“ empfehlen, man sollte aber wirklich den Spaß in den Vordergrund stellen…. Die Bowle war jedenfalls gut, zum einen hat es den Spaßfaktor erhöht (ich sag nur, „der Würfel muss SCHNELL in das eckige Ding…“ ) und es hat auch die Ratekünste und Kombinationsgabe etwas herabgesetzt, was es auch noch lustiger machte.

Dazwischen passt die Info rein (da hab ich die Mail gesehen): ich bekomme mein Geld für den Ebay- Betrug (kaufe Smartphone- bekomme Cola-Dose) zurück. Yeah!

Beim Abendessen- zubereiten haben  ALLE geholfen:

Es war auch sehr lecker und alles wurde verputzt!

Weiter gings mit einem Spiel, was sich sicher 15 Jahre gelangweilt hat: „Ein solches Ding“. Ich empfehle es, aber es ist sehr stimmungs- und Spieler-abhängig. Gab schon Runden, da gab es fast Todesfälle vor Lachen, aber auch schon Runden mit überwiegend langen Gesichtern.

So verging die Zeit bis Mitternacht so schnell, dass wir dann galoppi den Sekt einschenken mussten. Hat aber geklappt!

Die Raketen- guckerei ging gut, schrieb ich ja schon. Und wer dachte, nun ist Schluss… nein, noch nicht! Der Pirat bereitete dann nämlich noch wunderbare Waffeln zu, die wir wahlweise mit Nutella, roter Grütze und/ oder Eis verputzten. Lecker! Alle, alle!

Irgendwie spielten wir auch noch unser Kult- Spiel…. Schweine bringen eben Glück! Dann fielen alle in ihre ihnen zugeteilten Betten! Schnarch!

Und mir bleibt nur, euch ein gutes, glückliches, gesundes Jahr 2019 zu wünschen!

Eure Miki

 

Alle Jahre wieder…“es war einmal“…

Schwupps! Schon wieder vorbei. Das Weihnachten. 2018.

Und nächstes Jahr hab ich alles vergessen; wo stand der Baum, wie groß war er, wohin wurden die lebenden Bäume geschoben, wie war die Deko,…? Fragen über Fragen… und da bin ich immer froh, hier nachsehen zu können. Und wie immer: der Baum war sehr schön, aber die Fotos geben das nie so wieder. Er war allerdings wirklich schöner gewachsen, dichter als der vorjährige….aber jeder Baum hat seinen eigenen Charme, immer!

Und die Sache mit den Fotos…. das Smartphone- Desaster hatte ich ja geschrieben, nun musste das alte Dienst tun…und es geht schlecht (vielleicht schmutzig inzwischen, war jedenfalls mal viel besser).

Also:

Wie jedes Jahr wurde der Baum am 23.12. (4. Advent) in netter Runde bei Kartoffelsalat und Würstchen und guten Getränken geschmückt. Aufgestellt hatten Pirat und ich ihn schon am Vortag und einen Tag davor schon die normal dort stehende, riesige Birkenfeige auf die andere Seite geschoben. Beim 1. Weihnachten mit unserem Dickie wussten wir nicht, wie er auf das ganze Umgeräume reagiert und haben das stückchenweise gemacht.

Einen Baum mit Augen hatten wir nun zum 2. Mal. Und wir können unseren Kater loben! Diesmal waren nur 0-8-15- Kugeln dran, keine unserer Lieblinge (Teddys, Sterne, tolle Lauscha-Designs…). Man weiß ja nie. Aber er ist gar nicht rangegangen. Gar nicht!!

Auch sonst war die Deko dünner ausgefallen, keine Pyramide, die Teddy- Besatzung wurde diesmal hinter Glas untergebracht:

Wir haben weitestgehend auf klassische Kerzen verzichtet und wenn doch, musste immer jemand (mit) im Raum sein. Da der Kater auch viel draußen ist, geht das. Aber sich-drehende-Pyramide… ich weiß nicht, auch für nächstes Jahr noch nicht.

Ansonsten kann ich ihn nur loben, beim Geschenke- einpacken war er ganz lieb

und als am 24. alles aufgebaut war, hat er es zwar erstmal bewacht:

…und zugegeben: einmal kurz inspiziert:

aber kein Schaden, nix!

Unsere Teddys sind wegen Dickie ja auch in die oberen Etagen gezogen (aber auch dort geht er nicht ran, das ist inzwischen klar). Und unsere ganzen „Weihnachts-Teddys“ (also die, die an Weihnachten bei uns eingezogen sind und so natürlich an Weihnachten Geburtstag haben) durften wieder im Wohnzimmer Platz nehmen,  das wird dann ganz schön eng, gut, dass „Teddy-Stopp“ ist und (ich verrate es: auch eingehalten wird)!

Schöne Geschenke wurden verteilt, gefuttert, getrunken…schön wars… wie das bei uns läuft, hab ich ja hier geschrieben)

Von der Festtafel gibt es diesmal kein Bild, aber es wich nicht sehr von 2017 ab.

Am nächsten Tag verkleinerte sich die Runde, was uns aber nicht davon abhielt, wieder ein lecker Essen mit Klößen! zu produzieren. Und die Jungs haben im Dachgeschoss die Carrera- Autorennbahn aufgebaut.

Und ein schönes Geschenk wurde angetestet (macht Spass!)

Am 2. Feiertag waren wir dann eingeladen. Wieder furchtbar lecker …und viel… da erreicht man dann den Punkt, wo man froh ist, dass es (aber erst morgen!!) vorbei ist  :lol: oder??

Und heute (und zugegeben, bis auf einen Einkaufsbummel gestern auch die anderen Tage) sieht das bei uns so aus:

So, dann rutscht gut rüber ins 2019… und dort sehen wir uns wieder!

Viele Grüße eure Miki

Danke ♤♡◇♧

Auf dem Weg in den Süden, ziemlich mittig auf der Strecke von 470km.

Wetter ganz gut, tolle Musik aus dem Radio:

Strecke grad schön frei, da sehe ich, dass Blacky und ich mit 210 km/h sausen. Nun träumte ich schon als kleines Mädchen vom Auto- fahren und hab nie gedacht, dass ich das mal so exzessiv betreiben werde. Aber es packt mich eine große Dankbarkeit, dass ich mit so einer Selbstverständlichkeit so ein tolles Auto fahren kann.

Danke…wem auch immer… Schicksal, Zufall… oder viele davon.

Auf einmal Vollalarm im Auto… * brems*

ein mobiler Blitzer…

Danke, dass ich meinen Führerschein – diesmal – behalten darf.  :oops:

Hat übrigens nicht mal geblitzt.

Und vorher die Strecke war „frei“, ich hab wohl in meiner Fahrfreude nur das Ende verpasst….

Ein bissel Glück braucht man wohl immer, da muss ich bei diesem Song aber auch immer dran denken, denn die Sängerin hatte ja keins….  finde ich sehr traurig.

Gute Fahrt und viel Glück euch!  :idea:

Hallo Chemnitz

Ja, so hab ich auch geguckt (Artikelbild). Da fährste das erste Mal bewusst nach Chemnitz (nicht DURCH) und dann siehste nüscht vor Regen- Suppe.

Ich war wirklich noch nie in Chemnitz. Ganz früher bin ich mit dem Zug immer durch Karl- Marx- Stadt gefahren, auf dem Weg zu meiner Oma in Sachsen. Daher „kenne“ ich die Stadt. Und es ist die Heimatstadt meines mir inzwischen abhanden gekommenen Schwagers.

Na gut… kannste nix machen. Ich hab ja schon geschrieben, dass ich jetzt weniger auswärts übernachte, also waren das dann auch 530km. Aber evtl. ein richtig guter Termin. Also der Termin war gut  …oder sagen wir angenehm…  :angel:

Aber wenn das Geschäft was wird, klingelt es (ordentlich) in der Kasse …. und ich bin wieder in Chemnitz.

Ich konnte später noch ein Foto machen, ohne klitsch-nass zu werden:

Und Blacky ist wieder heile und auch wenn mir ein paar Assistenzsysteme fehlen… fahren tut er super, schnell, schnittig, geschmeidig… und die Sitze sind super.

Blacky 2 …oder so …weiß man ja eh nie…würde aber Standheizung, Verkehrszeichenerkennung und Kamera hinten bekommen. Was man einmal hatte…vermisst man dann eben doch…  Das ist aber wirklich Jammern auf hohem Niveau, ich weiß das!  :twisted:

Morgen gehts nach Nürnberg… Teamtreffen mit Weihnachtsfeier… mehr Pflicht als Freude, aber vielleicht wird es ja dann doch gut. Wir werden sehen….

Jetzt wird’s „richtig“ langweilig

Ja, schon wieder Nürnberg.

Montag sonstwiefrüh los, Weiterbildung in der Firma.

Foto oben ist von der Raststätte Frankenwald, langsam mag ich die und sie ist praktisch; kann man hin -und rückzu anhalten, die Raststätte selbst liegt wie eine Brücke über der Autobahn.

Hotel Acom; langweilig:

Reisebegleiter, nicht „langweilig“, aber auch nicht neu  :teddy:

Am 1. Abend keine Lust auf Hotel- Essen, also ging diese Auswahl mit:

Beene hoch, ausruhen… schlafen…

2. Tag

Viel Leerlauf, weil Chef, der Termin maßgeblich bestimmt hat, nun auf einmal nicht da war. Hab aber auch allein zu tun und zu lernen sowieso. Aber dann fragt mich doch nicht, ob ich an einer Versammlung teilnehmen WILL. Wollte ich nicht. Da gab’s hinterher komische Fragen vom Chef.

Mal ein Blick nach vorne aus dem Hotel: also im Sommer, wenn man lüften möchte, will ich so ein Zimmer nicht! Laut!

Der geplante 3. Tag in Nürnberg ist auch ausgefallen, weil (Ekel-)Kollege den von ihm vereinbarten Termin (in meinem Gebiet, in dem er vor mir partiell ausgeholfen hat) nicht mehr wahrnehmen will (obwohl er dann auch den Umsatz bekommen hätte…ach so, er hat spekuliert, dass ich es nicht mache und wollte sich so noch ein anderes Geschäft unter den Nagel reißen…nur der Vollständigkeit halber erwähnt…)Also übernehme ich, obwohl eine nur von mir begleitete OP noch gar nicht meinem Einarbeitungsstand entspricht. Ich übernehme und nehme vorweg: es ist sehr gut gelaufen. Allerdings musste ich so sonstwiefrüh (bevor es Frühstück im Hotel gibt) losfahren nach Magdeburg.

Der Termin dort hat ist super gelaufen und hat und mir gezeigt, dass ich an der Stelle erstmal richtig bin. Mit oben erwähntem Kollegen kann ich umgehen, bin auf die Weihnachtsfeier gespannt…   :twisted:

Irgendwann am Mittwoch war ich dann zu hause und am Ende hab ich die Woche gut geschafft.

Wünsche euch ein schönes Wochenende!

Wirklich!

Was wirklich?

Ein Geburtstag ohne neuen Teddy! Ja, es ist immer wieder beschlossen worden und nach meinem letzten Geburtstag ist nun WIRKLICH Schluss, kein Teddy- Zuwachs mehr! Ernst!  :teddy:

Tja, es macht auch zugegeben weniger Spass… keinen Teddy zu schenken. Aber ich hab es geschafft und so bleibt es auch.

Der Liebste hatte Geburtstag… und noch eine Neuerung, nicht geplant und vielleicht eine Ausnahme (oder werden wir alt??): wir haben nicht bis Mitternacht gewartet, wir waren zu müde. Also gab es den „Geburtstagstisch“ erst früh (wir hatten Urlaub):

Und noch eine Neuerung: Deko an sich sehr abgespeckt, weil neuer, felliger Mitbewohner anwesend. Er war sowieso am Ende der Star…

Also gab es die (natürlich vorhandene) Torte am Nachmittag, als die Gäste kamen, kleine übliche Familienrunde…

Wir haben lecker getrunken, lecker gegessen, ein paar Spiele gespielt…

Die Gäste sind über Nacht geblieben, dass das so geht, genießen wir immer noch… der Kater nutzt dann jedes Schlupfloch und überrascht schon mal… mit Überraschungs- Besuchen  :angel:

Und auch sonst wie schon viele Jahre bei mir am 15.11.; einen kleinen Gruß zu den Sternen (oder so)… Donnerwetter, 17 Jahre bist du schon fort…

Es folgte ein langes Wochenende… das konnten wir beide gut gebrauchen…

Er hat uns gefunden!

Wie ich im Januar hier schon geschrieben hatte: wir wollten einem Kater, der uns braucht, ein Zuhause geben.

Zu dieser Zeit lebte Kater Paul (kein Britisch-Kurzhaar…aber was soll’s…) noch bei seiner Ursprungs- oder Erst- Familie. Diese muss ihn aber im März im Tierheim abgegeben haben, wegen Wohnungsaufgabe. Mehr erfährt man ja nicht. Im Mai ist er dann zu einer Dame vermittelt worden, die mit ihm einen sehr geliebten, verstorbenen Kater ersetzen wollte. Wir vermuten, dass sie ihm schlicht zu aufdringlich war, er ist nämlich sehr eigenwillig, dazu später mehr. Er hat sie jedenfalls mehrfach gebissen und sie wusste sich nicht mehr zu helfen und hat ihn wieder abgegeben, am 30.09.18. Und ein paar Tage, nachdem er seine Quarantäne abgesessen hatte, sind wir dort aufgetaucht. Nur gucken. Ha, ha!

Wir haben uns gleich eingebildet, er hätte auf uns reagiert, später aber festgestellt, dass er ein ganz schöner Show- Kater ist. Wir waren unsicher und wollten noch mal drüber denken. Wollten es uns bis zum nächsten Tag überlegen. Und die Vernunftabteilung flüsterte immer: tut es nicht! Aber so einfach wollten wir es uns nicht machen, von wegen „aus den Augen- aus dem Sinn“! Wir haben gesagt, wir machen es davon abhängig, wie Paul auf uns reagiert und sind noch mal in den Norden von Berlin geeiert. Und er hat uns sofort sehr anständig begrüßt!

     

Also war es beschlossen: er kommt zu uns!

Unser Wohnzimmer ist etwas umgestaltet: Teppich erstmal raus, Sofa abgedeckt, Kratz- und Höhlen-Gedöns angeschafft. Deko hinter Glas oder nach oben ausgewandert. Teddys auch alle in die oberen Etagen verteilt.

Pirat hat ihn am Mittwoch noch einmal besucht.

Und am Freitag endlich konnten wir ihn holen. Und er hat auch sofort auf uns reagiert, stand gleich miauend bei Fuß, als wir vor seinem Käfig auftauchten.

Im Auto saß ich dann mit der Transportbox hinten. Ich musste ihn immer ansehen, sonst wurde sofort laut protestiert. Von wegen ihn in einen Kiste sperren und selbst aus Fenster gucken! Nix!

Wir wissen also, dass er sich nicht so gern streicheln lässt, dass man seine Signale beachten muss, sonst beißt er zu. Haben wir natürlich angetestet, nicht das Beißen, sondern wie er reagiert und vor- warnt. Tut er, also in Ordnung. Muss ja nicht jeder ein großer Schmuser sein, er ist halt ein Charakter- Kater.

Und echt verrückt: Box auf, Kater steigt ganz vornehm aus und dreht seine Erkundungsrunde. Ganz gelassen. Setzt sich mal hierhin, mal dort hin.

Kommt aufs Sofa, setzt sich besitzergreifend bei uns auf den Schoß. Im Heim waren wir allerdings auch abwechseln in seiner Box, bewaffnet mit Leckerlis. Da kam er auch sofort auf den Schoß. Und natürlich haben wir zu Hause auch Leckerlis.

Er hat sein Katzenklo angenommen, schlendert zwischendurch zu seinem Trockenfutter (!) und Wasser. Naßfutter kostet er nur kurz (dann bekommen es abends die Igel), da haben wir noch nicht die richtige Sorte gefunden (hab Abwechslung da) oder er mag eben lieber trocken, da ist mancher Katzenbesitzer sicher neidisch.

Erster Tag:

 

Die erste Nacht war traumhaft (ruhig). Er war aber auch fix und fertig.

Am Morgen der 2. Nacht wurde es laut! Der Schlingel kann Türklinken!! Er hat das Wohnzimmer als sein Reich, mit Flur. Die Treppen nach oben und unten sind offen, kann er rauf, aber alle anderen Zimmertüren sind -eigentlich – zu. Tja, den Keller (Waschküche und ein noch ungenutzter Raum) wurden also inspiziert. Aber als er oben ins Schlafzimmer wollte machte es nur „rumms!“ weil die Tür klemmt! Sonst hätten wir früh einen Kater im Bett gefunden. So ist er abgeperlt und hat enttäuscht miaut. Und seinen Trick verraten, denn jetzt werden die Türen abgeschlossen.

Nun ja, ein paar Wochen, dann darf er ja raus…

Er lässt sich gern auf den Arm nehmen, fordert es geradezu ein, was irgendwie lustig ist, wo er doch sonst nicht für „anfassen “ ist.

So sind wir gerade erst am Anfang unseres Kennenlernens. Morgen arbeitet der Pirat von zu Hause aus, ich wahrscheinlich am Mittwoch, so gewöhnt er sich hoffentlich langsam daran, er muss ja alleine bleiben. Wobei er sehr ruhig ist, mal sehen, wie das weiter geht. Jetzt kümmern wir uns um eine Katzenklappe und dann kann/ muss er da draußen die Rangfolge klar machen.

 

Die Erste

Die erste was? Die erste klassische Dienstreise unter der neuen Flagge. Bisher war es ja Einarbeitung bzw. Kongress. Jetzt bin ich also (wieder) unterwegs.

Diesmal Jena. Da war ich noch nie (nur durchgefahren bzw. tangiert). Eine typische Ost- Stadt (das meine ich liebevoll), die typischen Neubauten aus DDR- Zeiten, ein hübsches Zentrum. Dabei viel Gewerbe, weil sich die Branche hier angesiedelt hatte (wer kennt nicht Carl Zeiss Jena?). Aber modern, sauber, saniert oder neu. Die Uniklinik dominiert. Das ist mir sehr aufgefallen. Die Stadt wirkt hell, sortiert und modern. Auch die Straßenbahnen und Straßen an sich. Trotzdem so ostig, wie ich es mag, die typischen (sanierten) Neubauten geben mir immer so ein vertrautes Gefühl, wurde in meiner Kindheit um mich rum doch plötzlich Marzahn/ Hellersdorf aus dem Boden gestampft. Und die Einkaufscenter sehen ja überall gleich aus …absolut austauschbar, da fühlt man sich auch nie fremd. Nur mal so viel zum Thema Individualität im Westen. Denn über die Ost- Neubauten inkl. wiederkehrender Architektur wie z.B. der „Dienstleistungswürfel“ wird ja so gern gemeckert. (Und nein, ich will sie auch nicht wieder haben… aber die neue Schablone finde ich auch nicht so toll).

In meinem bisherigen, kleineren Wirkungskreis, in Frankfurt/Oder und Eisenhüttenstadt zum Beispiel, dominierte  so ein tristes Grau und der Verfall (Rückbau der DDR- Neubauten, zerfallene Gebäude). Dort ist die Industrie zusammengebrochen, abgewickelt … und so hat die Stadt weniger Geld und leidet unter dem Wegzug der Jungen. So deutlich hab ich das noch nie selbst gefühlt und gesehen.

Das hier ist für mich so ein Bild „typisch Osten“:

Und das hier weckte auch nostalgische Gefühle:

Aber von vorn:

Ich freue mich immer, wenn ich irgendwo rauskomme (hier Raststätte) und mein Blacky wartet brav auf mich:

Nach einem guten Tag bin ich dann im Hotel angekommen:

Innen schon etwas ernüchternd:

Aber den Reisebegleitern ist es egal, wie trist es ist, Hauptsache aus dem engen Koffer raus:

Zum Hotel (für mich zum merken): erstmal nur kaltes Wasser, spät abends wurde es dann pupslau. Heizung andrehen nützte erstmal auch gar nichts, blieb kalt, spät abends im Bad dann warm. Ich hatte aber keinen Nerv, mich laut darüber aufzuregen, war zu kaputt. Auch merken: bei der Kälte hab ich nur einmal ordentlich durchgelüftet vorm Schlafen, aber schon so ein lautes Geräusch gehört. Dieses Grundrauschen kam dann von hier:

Ich hatte auch wirklich das Zimmer, was dort am nähsten dran war. Im Sommer bei offenem Fenster schlafen wird da nicht gut möglich sein.

Das mit dem Wasser hab ich dann beim Bezahlen gesagt, gekoppelt mit der Frage ob das immer so und normal wäre. Soll wohl nicht, hab dafür als Entschädigung das Frühstück erlassen bekommen. Das fand ich nett.

Und war auch gut so… denn da musste ich mir mein Gedeck und Kaffee selbst zusammen sammeln, weil die Tante da…ach lassen wir das… aber wenigstens war ich allein… ich finde nicht viel schlimmeres, als früh vorm Kaffee- zu viel Menschenkontakt  :mrgreen:

Nächste Woche lande ich jeden Tag bei meinen Möbeln… das ist auch mal schön. Spannend bleibt es trotzdem, es geht in den OP. Und ich sehe nach Jahrzehnten (und Sanierung) das große, moderne Bettenhaus der Charité mal wieder von innen.
:smile: