Kategorie: witziges

Hammer

Ein Mann will ein Bild aufhängen.
Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen.
Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat.

Jetzt reicht´s mir wirklich.
Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Mann an:

„Behalten Sie Ihren Hammer“.

(aus P. Watzlawick: Anleitung zum unglücklich sein.)

Bohrstelle

BohrstelleAlso die Sache mit dem Presslufthammer scheint erledigt zu sein. (Hoff.)
Sonst hätte ich mir überlegen können, ob ich ein Event veranstalte: das Vibrations-Haus, „Schwingungen gegen Herzrhythmusstörungen“… oder eben dafür, wirksam bei Leuten, die vorher keine hatten…. Für Studien längeren Zeitraums war die aktive Phase (des Hammers) nicht geeignet. Bin aber in Position, falls es wieder losgehen sollte.
Aber man muss ja flexibel sein. Aktuell kann ich ein Anti-Angst-Seminar vorm Zahnarzt anbieten. Denn was das Nachbarhaus da zur Zeit durchmacht ist sicher schlimmer. Da wird nicht gebohrt und dann ist gut, sondern rrrrrrrrr…… rrrrrrrr…rrrrrrrr….rrrrrr….rrrrrr..r.rr.rr
rrrrrrrrrrrrr…rrrrrr….rrr..rr..r…………
rrr…rrrrrrrr……….rrrr
Rein handwerklich bin ich zu unterbelichtet, um mir auf den Sinn dieser Maßnahmen einen Reim zu machen…. Dieses zögerliche Gebohre angewandt von einem Zahnarzt … ich glaube, der hätte das Patientenknie bald im Magen oder ganz woanders….
Welche Auswirkungen dieses nervtötende, unberechenbare, blöde(!), laute Rumgebohre auf mein Nervenkostüm haben wird…. schaun wir mal…. Es geht schließlich schon früh am Morgen los, und einige Vorteile, die mir mein Job mit Home- Office bietet…. ahhh, grad hat der bekloppte Handwerker eine schlimme Stelle gefunden und bohrt genau auf dieser gaaaanz vooorsichtig rum….r..rrr.rrrrrrrrr.- kurz Ruhe, polk, quäl….rrrrrr…..rrrrrrrr…..vielleicht gar ein Sadist?….oh Ruhe, ob ein Telefonat oder gar Nachrichten konsumieren möglich wäre…?…ähm wo war ich?…. ach so, mein Job, naja, normalerweise recht praktisch, seine Zeit relativ frei einteilen zu können (natürlich abgesehen von diversen Kundenwünschen mit „nicht mittags bitte“, „gern am Samstag, da ist hier nicht so viel los“, „gegen 16 Uhr, aber bringen Sie viel Zeit mit“ oder „VERSUCHEN Sie es doch übermorgen mal…und wenn ich dann keine Zeit hab so zwei Tage später“… aber das gibt’s vielleicht mal in einem anderen Blog). Jetzt quält mich die Tatsache, dass ich die bürokratische Abarbeitung der Dinge unter diesen Extrembedingungen erledigen muss… Und heute ist besonders schlimm, dass ich mir längst eine Zahnarzttermin besorgen wollte, zwar nur zum „Gucken“, aber Respekt hab ich immer!
Noch mal zum Home- Office. Auch mein Nachbar regelt seine Arbeit von hier aus mit einer kleinen Druckerei. So war er immer die Sammelstelle für alle Pakete und andere nicht zustellbare Dinge, für mich praktisch, er wohnt auf der gleichen Etage. Aber bei 10 (?) Mietparteien (…muss mal die Klingeln zählen…) sprengt das schon mal die räumlichen Kapazitäten. Und worauf ich hinaus will: die diversen Leute, die so tagsüber in dieses Haus wollen ( Werbung- Verteiler, Hausreinigung, Post, PinAG, DHL, DPD, Hermes, UPS, andere Kurierleute….) haben schon entdeckt, dass auch ein lästiges Bedienen meines Klingelknopfs an der Haustür gelegentlich ein „Sesam- öffne- dich“ sein kann.
Aber egal, heute werden alle Pech haben!
Ich bin auf der Flucht!
Und hoffe, die Hilfs-Zahnärzte sind weg (oder fertig), wenn ich wieder hier aufschlage!

Booooooooooohhhhhhhrrrrrrrrrrr…………rrrrrrrrrrrrr
rrrrrr……rrr….rr…r..r…….rr….rrr..
….rrrrrrrrr….rrrr..rr..rrrr, also bleibt tapfer, Haus und Nachbarn!

8-)

Sonntag

putz4Was machen andere Leute am Sonntag?
Weiß nicht.
Ich habe mir folgendes vorgenommen: Wohnung aufräumen inklusive ein wenig auf Frühling umdekorieren und damit ist schon klar: es wird etwas aufwendiger.
Ein guter Anfang ist Staub saugen. Dachte ich. Bis WIEDER der außer Rand und Band geratene Schlauch ohne mich rumspringt und ich mit dem – wie sagt man?- Stiel mit Bürste, leider ohne Saugkraft dastehe! Dabei hatte ich die Hürde DAVOR gar nicht erwähnt, nein; zwei:
1.) Staubsauger aus Kammer befreien, eigentlich gar nicht schlimm, er hat einen schönen Stammplatz, aber da ich permanent mit Ware in kleinen und großen Kartons überschüttet werde ( diese Woche eine Bestellung von Kosmetik-Kleinkram und der Rest (4!) in einzelnen Portionen; Muster einer Firma, deren Ware ich beruflich unter die Leute bringe (im besten Fall) und ich –als ebay- Nutzer (und auch für meinen Webmaster) die Kartons aufhebe… ist schon das Öffnen der Kammertür gefährlich… Und dabei habe ich diese Woche fünf (!) Kartons mit ersteigerten Dingen auf die Reise geschickt. Naja, ich habe es ja gewusst, mein Fehler war nur: ich öffne gaaanz vorsichtig die Tür…äuge vorsichtig rein (nach oben) und es passiert nichts. Prima. Ich sortiere die Kartons immer in Matrjoschka– Manier und deponiere sie möglichst weit oben auf dem hohen Regal, manchmal muss ich sie sogar hochwerfen und mit Glück klemmen sie dann dort oben fest (Altbau= sehr hohe Wände). Wie ich sie runterbekomme? Mit einer Art Besenstil stochern, aber da geh ich natürlich in Deckung.
So, nun nehme ich den Staubsauger, er will natürlich nicht ( Strippe, Stiel und Korpus… irgendwas klemmt immer irgendwo..) und ganz klar: die Kartons kommen!
Da ich nun schon alle Hände voll hatte, dachte ich noch: ‚ wie groß war der größte…?’. Weiter kam ich nicht. Treffer! Aber wie die belegte Stulle dreht sich das Ding im Flug um … und es schneit auch noch! (Kennt ihr diese Schaumstoff- Dinger, die zur Polsterung dienen?)
Hallo Frühling.
2.) Hürde 2 nur kurz erwähnt: Steckdose suchen. Gefunden. Wird zwar nicht für die ganze Hütte reichen, aber im Augenblick weiß ich noch nicht mal mehr, ob ich durch die ganze Wohnung komme. Grummel. Schlauch wieder ranschraub.
Später wage ich ein anderes Experiment: ich stopfe mein Flokati-Herz (kleiner Teppich) in die Waschmaschine. Um das Ding hab ich keine Angst ( wenn es hin ist, kommt es halt weg, war ja eh schmutzig…) aber um die Maschine! Sie ist Baujahr 98, eine erste Neuanschaffung in meinem glücklichen Leben als Singlemutter mit Kind und nun schon in die Jahre gekommen. Sie hüpft auch bei normaler Beladung lustig durchs Bad und manches Mal fliegt die Sicherung raus. Noch höre ich sie waschen… beim Schleudergang wird’s spannend….
Ungemach ereilte mich dann in der Küche. Die war zwar noch gar nicht dran, aber meine Zimmerpflanzen waren durstig. Um Zeit zu sparen (hä!) ließ ich mittels so eines modernen Schlauchs, den man aus dem Wasserhahn herausziehen kann, Wasser in die 5 Liter-Gießkanne. Wie es so ist, in der Küche stand viel Zeugs rum, welches ich währenddessen in den Schränken verteilen wollte… da drang ein gewaltiges Plätschern an mein Ohr…. Da die Kanne NEBEN der Spüle stand, ergoss sich das Wasser (offenbar so schnell es konnte !!) über die Arbeitsfläche, unter Haushaltsgeräte, in Schubfächer und von dort über den Fußboden…super!!
Also alles trockenlegen, nasse Geschirrtücher aufhängen, Schubfächer ausräumen….den Inhalt abtrocknen oder (Holzbretter, Holzlöffel…ect.) wild in der Küche verteilen….letztlich Fußboden aufwischen…
Trotzdem wollte ich das Bad noch schaffen.
Wenn meine Nachbarn Staub saugen, hör ich das auch immer. Langsam machte ich mir Gedanken, wie das sein mag, wenn jemand immer wieder anfängt, dann ist wieder Ruhe (wegen Malheur-Management) und dann geht’s wieder los….Aber egal, nun wollte ich auch fertig werden.
Schließlich schickt hier eine Familie immer nach dem Mittagessen den Bengel in den begrünten Hof, und IMMER mit einem Fußball. Da kann ich also die Nutzung des Balkons um diese Zeit (natürlich erst im Frühling/Sommer) vergessen…. Dieselbe Familie bedient auch ihre Holz- Rolläden so schwungvoll, dass ich immer denke, bei mir fallen die Fenster raus. Da ist Staub saugen ja sicher harmlos…

Bei der Gelegenheit muss ich an meinen Ex-Mann denken: er scheint dem Irrtum aufgesessen zu sein, der Staub erschrickt sich vorm Lärm und flüchtet. Staubsauger anmachen, ein wenig mit dem Gerät schlenkern, fertig. Früher (meine Güte, ist das aber auch lange her!) dachte ich, er lernt es schon noch, aber aus sicherer Quelle weiß ich, dass er das immer noch so macht.

Naja, Wohnzimmer, Bad, Flur, Schlafzimmer, Küche…. da mich keine besonderen Ereignisse mehr überraschten gibt’s keine Einzelheiten.
Aber man staunt, wie lange das alles dauern kann.
wäscheJetzt bleibt noch ein Korb Wäsche, wo der Inhalt nach sorgsam faltenden Händen ruft, hier und da noch was rücken und richten, die Küche zwecks Mahlzeit zubereiten wieder verwüsten ( frag mich manchmal: wozu eigentlich diese Aufräumerei?), einen Happen essen… wenn alles klappt noch ein wenig Sport machen, anschließend in die Badewanne und später am Abend ein Glas Rotwein, quasi zur Belohnung.
Natürlich zwischendurch mal an den Computer, schreiben und putzen gleichzeitig kann ich nun auch nicht.

Und das war dann ein Sonntag.
Und ich will nicht missverstanden werden: kein schlechter. Ich bin zufrieden. Und freue mich auf die nächste Woche.

Morgen kommt mein Seemann.

Frosch

(Autor unbekannt)

Ein Mann überquerte eines Tages eine Strasse, als ihn ein Frosch rief: „Wenn Du mich küsst, werde ich zu einer wunderschönen Prinzessin!“

Kurz entschlossen beugte sich der Mann hinunter, hob den Frosch auf und steckte ihn in seine Tasche.

Da fing der Frosch wieder an zu sprechen und sagte: „Wenn Du mich küsst und mich so in eine wunderschöne Prinzessin zurückverwandelst, werde ich jedem erzählen, wie klug und tapfer und was für ein Held Du für mich bist!“

Der Mann nahm den Frosch aus seiner Tasche, lächelte ihn an und steckte ihn wieder zurück.

Da fing der Frosch wieder an zu sprechen und sagte: „Wenn Du mich küsst und mich in eine wunderschöne Prinzessin zurückverwandelst, werde ich Dich eine ganze Woche lang lieben und Dich überallhin begleiten!“

Der Mann nahm den Frosch aus seiner Tasche, lächelte ihn an und steckte ihn wieder zurück.

Da rief der Frosch aus der Tiefe der Tasche: „Wenn Du mich küsst und mich in eine wunderschöne Prinzessin zurückverwandelst, werde ich ein Jahr lang bei Dir bleiben und alles tun, was du willst!“

Wieder nahm der Mann den Frosch aus seiner Tasche, lächelte ihn an und steckte ihn zurück.

Da fragte der Frosch: „Was ist los mit Dir? Ich habe Dir gesagt, dass ich eine wunderschöne Prinzessin bin, dass ich ein Jahr lang bei Dir bleiben werde und alles tun werde, was Du willst. Warum küsst Du mich nicht?“

Der Mann antwortete: „Sieh mal, ich bin Informatiker. Ich habe keine Zeit für eine Freundin – aber ein sprechender Frosch ist cool…“