Schlagwort: sinn

Lass dich vom Leben umarmen…

…. oder so.

Mir fällt es auch manchmal schwer zu erkennen, dass eigentlich alles gut ist. Vielleicht kennt ihr das auch?

Natürlich kann man sich über Dinge ärgern, aber würde im selben Augenblick – während man sich über etwas belangloses aufregt- ein Anruf kommen und einem seiner Lieben wäre etwas zugestoßen; das ist eine schwierige Sache. Aber ein Fehlkauf, ein bescheuerter Postbote, laute Nachbarn, hirnlose Verkehrsteilnehmer, unfreundliche Verkäufer? Nein!

Mein Liebster schimpft auch manchmal mit mir, wenn ich Geschichten von und über sterbenskranke Menschen lese. Aber es zieht mich nicht runter, es zeigt mir, wie gut es mir geht. Und man kann von ihnen viel lernen und wenigstens versuchen, von ihrer Weisheit zu partizipieren.

Wenn ich „schlecht drauf“ bin helfen mir (oft) auch die fröhlichen Bilder und Skulpturen von Romero Britto. Da bin ich letztes Jahr ziemlich plötzlich Fan geworden (und es hat sich einiges hier eingefunden). Am Anfang diesen Jahres kam mir aber mit Macht die Erkenntnis, dass man nicht alles haben, anhäufen und anschaffen muss (darf), denn irgendwann ist das alles „übrig“ und so manches Ding eine Last für diejenigen, die nach einem aufräumen müssen. Also wurde die Wunschliste einfach geleert. Komisch, wie man sich und seine Sicht der Dinge immer mal verändert…aber gut so.

Genug geschwafelt, heute morgen hatte ich einen herrlichen Lachflash. Der Liebste wollte Rasen mähen und das sah dann so aus:

Ich hab nur auf Verdacht geknipst, hab vor Lachen eh nix gesehen…. irgendwie hatte der Rasenmäher ein Problem.

Ich hab mir im Hinterkopf zwar Sorgen um den Mann und Gedanken wegen den Nachbarn gemacht, aber dem Lachen war das egal, es kam einfach so und blieb auch eine Weile :twisted:

Manchmal darf man eben auch nicht alles zu ernst nehmen…

Bleibt fröhlich!

Vergessen geht so schnell…

Ich hab euch vergessen…. ! Nein, nicht euch, meine lieben Leser, falls es noch welche gibt und nein, unsere „guten Zeiten“, als wir noch wie die Wilden bloggten und uns gegenseitig besuchten, kommentierten und uns Aktionen ausgedacht haben… *hach* schön war’s… hab ich auch NICHT vergessen!

Ich hab die Gesichter vergessen. Die einzelnen Anekdoten kann ich nicht mehr wirklich zuordnen. Die Gesichter von vor sechs Jahren. Ich saß so manches Mal mit euch in Arztpraxen, ihr habt eure Chemo erhalten, ward meist dünn, teils kahlköpfig, aber gut gelaunt – nach außen-, optimistisch, kämpferisch, mutig, beispielgebend. Und selbst schwach strahlte noch Stärke aus den Augen, das weiß ich noch.

Hier könnt ihr noch mal reinschauen… 

Das ist nun ca. sechs Jahre her…. und ganz sicher sind einige von euch schon gegangen. Zwischenzeitlich vergisst man die wichtigen Dinge, verliert sich in oberflächlichem Ärger. Damals habt ihr mir geholfen, eine bessere Sicht auf die Dinge zu bekommen. Warum auch immer…hab ich das aus dem Blick verloren. Und heute, als ich das hier gelesen habe, fiel es mir wieder ein.

Das passt mir gut, hab einiges ärgerliches um die Ohren…. aber ich will das auf der Ärger-Skala mal ganz gewaltig runterstufen, denn mehr hat es einfach nicht verdient.

Also hab ich doch nicht wirklich vergessen. Habt ihr den alten Artikel gelesen? Ich wüsste gern, wie es mit der Omi mit Hausgeist weiter gegangen ist. Gut möglich; nicht gut. Oder mit dem Opi mit Rückfall. Sehr wahrscheinlich nicht gut.

Ich hoffe, ihr Weg war nicht zu beschwerlich und ich will immer wieder daran denken; zum einen, wie schnell aus „großem Ärger“ ein ganz kleiner werden kann, weil man plötzlich ein „richtiges“ Problem hat und daran, dass es viel wichtiger ist, die Zeit, die man hat, zu schätzen und auch zu nutzen, als sich über die kleinen Stolpersteine des Lebensweges aufzuregen.

Denn – schwupp- sind sechs Jahre vorbei, vorüber, vergangen….

und wer weiß, wo wir in weiteren sechs Jahren sind…

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Meine damaligen Erlebnisse kann man nachlesen.

Inzwischen hab ich das Problem nicht mehr und hatte nach der Erkenntnis, dass das nichts besonders gutes ist, solch eine Substitution, auch keine Infusion mehr erhalten.

Kommt gut durch die Zeit,

eure Miki