…ist derzeit mein Rettungsboot.
Ich habe solche Schmerzen, dass ich manchmal nicht in der Lage bin, klar zu denken. Jeder Augenblick eine Qual, egal, ob ich sitze, stehe, liege…. es gibt keine rettende Position, keine Insel zum Verschnaufen, die ich ansteuern kann.

Es gibt kleine Inseln, die mich vor dem Wahnsinnig-werden retten, aber ich kann sie nicht selbst bestimmen, ich „finde“ sie sozusagen und hoffe in jedem Augenblick, im Wasser strampelnd, um mal bei dem Bild zu bleiben, dass gleich wieder eine kommt..
Ich nehme früh eine Tablette ein (Arcoxia 120mg), die soll und muss es richten. Ich kann nicht nachladen, muss es aussitzen. Zwei Wochen lang ging das sogar mit Arcoxia 90 ganz gut (Vorsicht: was ich als ganz gut bezeichne, Schmerzen an sich hab ich seit ca. 10 Monaten, das ändert die Sichtweise).
Nochmal für Neu- oder Zufalls-Leser: ich hab eine Capsulitis adhaesiva, auch unter Frozen Schoulder ein Begriff. Was ziemlich gesichert ist, aber bei mir anders läuft. Unerträglichen Schmerz kann ich bestätigen, aber die Bewegungseinschränkung, die in dieser Phase noch nicht ausgeprägt sein soll, begleitet mich auch schon 6 Monate. Bei mir links: stellt euch mal ein Business-Frau vor, die durch eine Parkschranke fahren will (muss) und den linken Arm nicht mehr heben kann. Lustig? Ja. Einmal. Aber über die Monate ist bei mir der Humor versiegt.
Alternativ hab ich noch Traumeel am Start, homöopathisch, als Tabletten und Salbe. Keine Ahnung, ob das hilft, aber irgendwas muss man irgendwie doch noch machen…nicht nur warten??
Nun stellt euch noch mein Familienleben vor: der Mann kauft ein, kocht, räumt immer noch eine Wohnung aus, fast fertig, aber die nette Wohnungsverwaltung besteht auf Zustand von vor 45 (!) Jahren (seine Mutter ist verstorben) und er muss Kleber vom Fußboden kratzen und solche Scherze…außerdem kam aus dieser Wohnung (+Keller) so viel Zeug raus, dass man die LKW- Ladungen, (die zum großen Teil zur BSR gingen) nicht mehr zählen kann. 3. Stock, kein Fahrstuhl. Dann weiß man auch, wie es ihm so geht. Wenn er nach hause kommt, findet er ein Häufchen Elend (genau: mich), die sich aber den ganzen Tag arbeiten gequält hat, teils noch auf Dienstreisen (da blieb ich ihm wenigstens mal erspart) und nun nicht mehr zuckt.
Wenn ich also nicht die
Zuversicht
hätte, dass es auch mal ein Ende hat und wir in das Haus, auf welches wir uns sehr freuen, ziehen und sogar noch den einen oder anderen schönen Abend auf der Terrasse dort genießen können und es uns so richtig schön einrichten, mit Spielkeller, Arbeitszimmer, Hobbyraum, Gästezimmer usw. dann würde ich auf der Stelle durchdrehen. Da wir erst im September ziehen, muss das nicht klappen, aber auf ein Weihnachten mit viel Platz freue ich mich auch schon!

Natürlich steht die Hürde Umzug davor. Und das ist nicht nur alles aus dieser, meiner Wohnung, sondern es gibt inzwischen 2 Lager, wo die brauchbaren Dinge aus dem Nachlass und aus dem Piraten- Haus ausgelagerte Dinge warten, die mit zu uns sollen. Denn er hat für sein Häuschen auch einen Nachmieter gefunden, für meine Wohnung ist das auch inzwischen geregelt. Hier müssen wir nicht malern, wenigstens etwas.
Aber meine Schulterentzündung, wenigstens die Schmerzen, das muss weg!
Ab morgen ist Ende- Gelände mit Arbeiten. Ich soll auf starke Medikamente eingestellt werden, mit Morphinanteilen, hoch dosiert, um erstmal Ruhe reinzubekommen. Hört sich gut an, ich hoffe, das klappt auch. Dann wird runtergeregelt, damit ich wieder arbeiten (Auto fahren!) kann.
Nehme gedrückte Daumen und werde berichten.
Und: ich bin dankbar, dass die Ursache definiert ist. Heilen tut die Scheiße nämlich ganz allein. Dauert NUR. Und tut NUR weh.
Viele müssen ja Schmerzen leiden und haben nicht mal Aussicht darauf, dass die Ursache besiegt wird. Dieses Wissen lässt mich die ganze Zeit durchhalten.

