Kategorie: persönliches

Von Null bis schlau

Das Leben ist eine Reise
ohne Wiederkehr.
Man absolviert die Stationen,
manche leicht, andere schwer.

Ab „Null“ läuft das Leben,
zuerst sind wir Kind.
Die Umwelt formt,
was am Ende wir sind.

Lassen wir los
die führenden Hände
geht los die Fahrt
ins freie Gelände.

Mal biegt man ab,
mal gradeaus.
Viele Fehler,
man lernt daraus.

Das Gepäck wird immer mehr,
manches wird zum Ballast.
Pfiffig ist der,
der abwirft die Last.

Bei voller Fahrt noch abgesprungen,
auch das ist manchem schon gelungen.
Andere fahren mit und hadern stumm,
und schon ist das halbe Leben um.

Umkehren ist manchmal beschwerlich,
doch lieber so und dabei ehrlich.
Vorbeigerast, nicht zugefasst,
vielleicht die beste Chance verpasst?

Egal, was wir uns vorgenommen,
es ist ganz anders doch gekommen.
Wer hat sich das nur ausgedacht,
hört ihr, wie das Schicksal lacht?

So ist gut dran, wer nun begreift,
dass nicht nur der Körper reift.
Lebensmitte und dahinter
ist im Leben noch nicht Winter.

Völlig anders als erwartet,
viel gutes auch gern später startet.
Vielleicht liegt das auch daran,
dass man es nun erst schätzen kann.

Was will ich damit sagen?
Weiß ich auch nicht so genau.
Man kann immer etwas wagen!?
Erst am Ende ist man schlau (?).

Die Zeit läuft … ab ..

Heute vor 33 Jahren ist ein Untermieter bei mir eingezogen. Diabetes mellitus. Wir kommen aber ganz gut zurecht.
Das wollte ich gar nicht schreiben. Passt aber irgendwie, die Zeit läuft ja auch. 33 Jahre ist ja auch schon ganz schön lange. Nächstes Jahr sind es dann 2/3 meiner Lebenszeit, die ich süß bin. 1x 17 ohne süß, 2x 17 mit. Nun ja.

Schreiben wollte ich aber das hier:

Wenn man fast 100 Jahre alt geworden ist und zur Beerdigung laufen nur 4 Menschen hinterher ist man entweder zu alt geworden oder hat was falsch gemacht.

Nun gut… falsch. Keine selbst- gemachten Kinder. Wobei einem in solch hohem Alter schon wieder passieren kann, dass diese schon tot sind. Freunde und Weggefährten haben sich da meist auch schon verabschiedet.

Der Opa vom Pirat hatte dessen Oma geheiratet, als seine Mutter ein junges Mädchen war. Ich denke, da war er noch recht jung, Pirat kann das nicht genau benennen. Er war für ihn sein Opa, mit Besuchen in den Ferien, Ausflügen und einigen amüsanten Geschichten, auch als der Pirat noch zur See fuhr. Leider ist seine Oma Ende er 80er Jahre gestorben. Und Opa hat sich eine neue Lebensgefährtin gesucht. Diese hatte (große) Kinder, durch die Piraten- Mutter wurde das Verhältnis schwierig (lange Geschichte, sie hat es dem Opa aus egoistischen Gründen schwer gemacht, schon zu Zeiten, als er in ihre Familie kam und nach dem Tod ihrer Mutter hat sie ihn für Dienstleistungen annektiert). Jedenfalls wurde der Kontakt sehr ausgedünnt.

2015 hatte der Opa wieder Pech, auch seine zweite Frau starb. So habe ich ihn auch erst kennengelernt, weil sich der Pirat ein bissel mehr einbringen wollte. Das war kurz vor dem Tod der Piraten- Mutter. Er war auch einer der wenigen Begleiter auf deren letzten Weg.
Mehrmals waren wir mit ihm essen und er hat auch unser gemeinsames Zuhause gesehen, hat uns hier besucht. Aber wir haben nichts weiter für ihn getan, er hat sich nie gemeldet und sagte, die Kinder seiner Frau würden sich kümmern, inklusive einem täglichen abendlichen Anruf vorm Zubettgehen, was ich sehr schön fand. Er war in dem hohen Alter in seiner eigenen Wohnung, 2. Etage ohne Fahrstuhl und ging noch raus.

Doch wie es absehbar war haben ihn Ende letzten Jahres die Kräfte verlassen. Aus seiner eigenen Wohnung heraus ist er ins Krankenhaus gekommen und nach einer Woche- am 13.12.2019 hat er die Augen für immer geschlossen.

Heute war die Beerdigung. Pirat sagte gerade eben – er weiß nicht, was ich hier schreibe- er fand die Situation skurril.

Wir wollten uns mit den „Kindern“ (älter als wir) um 10 Uhr am Friedhofstor treffen und dachten so: sich schnell vorstellen (ich kannte sie nicht), kleiner Schwatz und um 10.30 Uhr oder so geht es los. 5 vor 10 waren wir da und guckten in die Runde, da stand schon ein sportlich gekleideter Friedhofsmann da und begrüßte gleich mit Handschlag eine Frau und einen Mann, die hinter uns durchs Tor stürmten. Dauerte einen Augenblick, bis ich begriff, dass „sie“ das sind. Zwei Leute, wo sind deren Kinder, für die der Opa der Opa war?? Ein förmlicher Handschlag, der eine Friedhofsmann radelte davon. Da stand ein zweiter Friedhofsmann (sorry, mir fällt keine passende Bezeichnung ein) mit einem spillrigen Wagen a la Rollator (sah wirklich ein bissel so aus) und da war eine Urne drauf.
Und das war schon der Opa! Er bat uns, ihm zu folgen und schon ging’s los.
Die beiden, dahinter wir beide. Die „Kinder“ mit einer einzelnen, winzigen Blume, wir jeweils mit einem Handstrauß.

Ewiger Marsch, vorneweg das klapprige Alu- Wägelchen. (Wenn man nur sowas insuffizientes hat- wie wäre es mit würdevollem Tragen?)

Die Urne wurde herabgelassen, der Friedhofsmann faselte 2 Sätze, a la „wir sind nicht tot, wenn wir tot sind, sondern erst, wenn wir vergessen sind“ (…..) Note: er hat sich bemüht… und schon war der Opa versenkt. Die beiden „Kinder“ sind gegangen, wir hatten noch 2 bis 3 Sätze ausgetauscht, nur belangloses Zeug, obwohl mich andere Dinge interessiert hätten und weg waren sie. Und ich schielte rüber zu „Opa“. Er liegt auf der grünen Wiese und heute ist 10 cm neben ihm gleich der/die nächste eingezogen, denn der Onkel („er hat sich bemüht“) und noch eine Frau kleideten gerade das nächste Loch mit grünem Kunstrasen aus (das eben noch in Opas Loch war). Die Schale mit „Opas Sand“ blieb gleich stehen, noch Rosenblätter dazu, der nächste bitte!

Das wollten wir nicht mehr sehen und sind abgehauen.

Das meinte der Pirat wohl mit skurril.

Aber immerhin: bei schönstem Sonnenschein konnten wir uns von ihm verabschieden. Ein langes Leben hat sich vollendet.

Tschüß Opa!

————————————————–

Nachtrag: trotzdem beschäftigt mich: Wenn man über 25 Jahre in einer Familie verankert war, der (fürsorgliche, verlässliche) Mann der Mutter, der Opa für die Enkelkinder war, warum erscheinen zur Beisetzung nur die „Kinder“, völlig ohne Anhang? Wir fühlten uns eher lästig (vielleicht weil ihnen dadurch das traurige Schauspiel bewusst wurde?). Was sind das für Menschen?

Mir wird auch klarer, warum der Kontakt so war, wie er war. Damals haben die Mutter und diese Kinder den Piraten und dessen Mutter gedisst, weil sie sich als „was besseres“ fühlten. Nachdem auch da (bei den Kindern) im Leben nicht alles so bilderbuchmäßig lief, milderte sich das wohl ein bisschen. Aber das gestern- passt schon.

Schämt euch! Oder versteht ihr besser neu-deutsch: Fickt euch! Und eure Kinder?? Sind wie ihr, aha. Eure gerechte Strafe, aber auch ihr werdet mal beerdigt….vielleicht.

Sorry, aber ich bin wirklich wütend. Wütend, dass ein Herr Dr. Sowieso und eine Frau Hochnase -irgendwas -studiert sich so arm verhalten. Das ist Dankbarkeit und Achtung nach 25 Jahren. Ein würdigeres Verhalten wären sie mindestens ihrer Mutter schuldig gewesen.

Finde ich.

Dunkelheit

Es gibt einen dunklen Raum, in den ich mich öfter verirre. Oder sagen wir, ich gehe schon irgendwie wissend rein und denke noch „ach nö!“. (Sehr lange wusste ich gar nichts von dessen Existenz).

Dort stolper ich über Gerümpel und weiß auch immer gleich, was das wieder ist. Und versuche ein wenig aufzuräumen, schiebe zur Seite, hebe auf… oder trete wütend dagegen.

Manches finde ich dann beim nächsten Mal trotzdem an genau der Stelle wieder, ramme es mir wieder erst ins Schienbein. Schimpfe wieder, räume es wieder zur Seite.

Unzählige Male war ich nun schon drin, weiß ungefähr, wo was liegt, irre mich, fasse etwas an und auf einmal wirbelt da viel mehr Staub auf als von mir erwartet. Dann renne ich auch schon mal hustend prustend raus und es dauert eine Weile, ehe ich wieder reingehe.

Inzwischen denke ich, alles zu kennen, was da schlummert. Mal erscheint mir das eine größer, mal das andere. Aber es ist alles Gerümpel. Doch nichts davon kann ich wirklich wegschmeißen, wie man es wohl gern tun würde. Ich versuche es vielmehr zu sortieren, säuberlich abzudecken und einfach nicht mehr anzufassen. Und nicht mehr darüber zu stolpern.

Die Dinge, die da lagern, haben mich geprägt. Geformt. Haben Reaktionen erzeugt, teils die Richtung bestimmt. Meinen Start in mein Erwachsenenleben gezeichnet. Zu wissen, was da alles rumliegt hilft. Nun es liegen lassen und sich nicht mehr davon bestimmen lassen, das ist das Ziel. Loslassen, die Unabänderlichkeit akzeptieren. Das kleine Mädchen, welches trotzig und wütend aufstampft beruhigen, dass nicht alles umsonst war. Dass manche Dinge auch stark machen. Stark gemacht haben.

Dieser Raum ist eine Ecke in meiner Seele. Licht anmachen schmerzt nur. Langsam ertasten und Frieden machen ist besser.

Ich werde wohl noch manches Mal reingehen, mich vergewissern, vielleicht den Blickwinkel darauf ändern, vergeben.

Aber ich nehme niemanden mehr mit. Das hilft mir gar nicht.

Reingerutscht….

  1. …sind wir.

Wieder nach dem Motto, muss nicht die Knüller- Party werden, aber besser als alleine hocken? (oder enttäuscht irgendwo absitzen für teuer Geld,, alles schon dagewesen).

Den Anfang machen wir mit Kaffee, Sekt Hausmarke zum Warmwerden und lecker Pfannkuchen, die Felix mitgebracht hat.

Da war es so ca. 17 Uhr und bei uns im Nest war es noch sehr ruhig. So konnte der Kater nochmal schnell raus, obwohl wir ihn- wie empfohlen- ab nachmittags nicht mehr rauslassen wollten. Er kam aber ganz schnell zurück und hat sich dann auf der Treppe postiert, nachdem der erste große Bums kam. Da sitzt er aber gut, fühlt sich geschützt und sieht alles, da die Treppe bis ins Wohnzimmer geht.

Wir haben dann nahtlos weiter gemacht, am anderen Tisch… mit Bowle.

Pirat und ich haben am Vortag die eingemottete Wii Spielekonsole ausgebuddelt. Hab am 30.12. abends noch was bestellt (Fernbedienung- Doppelpack), ist tatsächlich am 31.12. mittags eingetroffen, danke Amazon!

Den Spielständen haben wir entnommen, dass wir seit 2011 !! nicht mehr gespielt haben. Und so sind die Mii’s auch noch auf altem Stand, war aber auch lustig:

Felix ist noch gut erkennbar, aber Pirat hat keine langen Haare mehr und trägt inzwischen (meist) Brille, ich hab eine ganz andere Haarfarbe, keinen Pony und trage (fast immer) Brille und Mikmups hat sich inzwischen auch von ihrer Signalfarbe getrennt. Müssen wir mal anpassen, fanden wir aber witzig und hat glatt 8 Jahre jünger gemacht!!

Aber was zum Teufel….

…war in der Bowle????

Die Zeit vergeht bei lustigen Mini- Wii- Spielen wie im Flug.

Schon stand wieder Futter auf dem Tisch (also an der Grundlage lag’s nicht, ahnt ihr schon was?)

Nun gut, erst ist Felix halbiert, dann hat Mikmups die Augen zu, aber zusammen macht’s doch ein Bild?

Wir konnten den Kater sogar gegen 20 Uhr noch mal rauslassen, scheinbar nur kurz pipi, dann war er wieder da. Da war auch noch nicht viel los, aber schon so ein Grundrauschen hing in der Luft. Später hat er noch einmal die Türöffnung beantragt und ist dann doch nicht raus. Saß dann aber sogar auf einem Lieblingsplatz und hat rausgeguckt, allerdings sowieso in den Garten, unmittelbar dort kann es ja nicht böllern. So viel vom Dickie geschrieben, Felix hat auch ein Bild gemacht:

Uns waren die Wii Spiel dann irgendwann zu langweilig bzw. spalteten sich die Interessenlagen zu sehr auf, Ballerspiele sind mehr Jungssachen, von Zufallsspielen hatten die Jungs die Schnauze voll genug… und ein zeitbegrenztes Wortfindespiel…  hat auch eher aufgespaltet… :ko: Was ist nochmal orange???

Macht ja nix, wir haben ja noch Knätsel. Lustig, ja. Kam mir aber auch bekannt vor: egal  was Pirat knetet, es sieht immer sehr …öhm… ähnlich … aus… eins war eine „Dose“, das andere hab ich vergessen… aber lustig war’s allemal.

Aber da war es schon ziemlich weit nach Mitternacht ….

Gegen 3.30 Uhr waren wir dann in unseren Betten, nicht ganz, der Kater ist bei Felix mit eingestiegen, war aber genehmigt. Nach dem Frühausgang hat er den Rest bei Mikmups im Bett verbracht. :oops:

Übrigens ging hier ab Mitternacht feuerwerkstechnisch die Hölle los. Hat man später auch am Müll gesehen, wir hatten nicht viel Zeit mit Gucken verschwendet, obwohl man aus der 2. Etage gut was sehen würde. Der Kater war tapfer und als wir da keine Welle drum gemacht haben, hat er sich auch nicht aufgeregt.

So weit – so gut.

Allerdings konnte ich den 1.1.2020 aus meinem Kalender streichen. Den gab es für mich nicht. Hab mich so abgeschossen, wie schon ewig nicht mehr. Ein Tag im Bett (bzw. auf dem Trampelpfad zum Klo), ein Eimer mein treuester Begleiter und bitte kein Licht und keine Geräusche! :sick:

Ich war nur froh, dass es mich und keinen Gast erwischt hat. Bowle wie Kompott essen/trinken = Fehler!

Für Neujahr war aber nichts geplant, die Gäste sind spät- mittags mit Futterresten abgedüst und waren, dem Feedback nach, zufrieden. Mir ging es abends schon besser und heute ist wieder alles ok. Hab noch Urlaub und meinen Frieden damit gemacht. Hätte ich mal auf Mikmups gehört, sie wollte die Bowle verdünnen, besser wär’s gewesen. Ich hatte mich wirklich gewehrt, also schön selbst schuld!

Und bitte nicht nachmachen! So eine Alkoholvergiftung ist extrem harte Arbeit für den Körper. Früh hatte ich- nur platt liegend- einen Puls von 120, nachmittags schon mal 99, abends dann endlich 85, Mitternacht 72. Normal ist bei mir in Ruhe 60 und meine Uhr kann das, muss nur anfassen. Und da das Herz auch stolperte und holperte, hab ich das immer mal gemacht. Also NICHT NACHMACHEN! Immer mal ein Glas was alkoholfreies dazwischen!

Aber abgeleitet vom 1. Tag des Jahres 2020 kann ich sagen: kann nur besser werden!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein gesundes, glückliches Jahr 2020!

Eure Miki

 

Verdächtig?

2019 hat sich verdächtig gemacht. Irgendwie. Kein prägnantes Ereignis.

Sonst war immer irgendwas:

2011: neue Liebe.

2012: neuer Job. Kind in die Schweiz gegangen.

2013: Mann ging und kam wieder*. Kind zurück aus der Schweiz. OP.

2014: auch verdächtig. ;)

2015: Glucose- Monitoring. Nach Insulinpumpe (1996) ein weiterer großer Schritt und Verbesserung des Handlings.

2016: neuer Job.

2017: Umzug.

2018: neuer Job. Neues Familienmitglied (Kater).

2019: nix neues. Na gut, in 9er- Jahren nulle ich immer, dann ist das für die nächsten 10 Jahre auch erledigt. :oops:

* Lass los was du liebst. Kommt es zurück, gehört es dir! :angel:

Lief nicht alles nach Plan. Wird schon wieder.

Ich selbst fühle mich irgendwie ausgelaugt. Wie vom Jahr ausgespuckt. Es darf dann bitte 2020 ein bissel weniger Arbeit sein. Ein bissel mehr Sorglosigkeit, weniger Last auf den Schultern. Das wäre schön!
Ansonsten will ich froh sein, wenn wir uns alle gesundheitlich gut halten und in einem Jahr alle keine anderen Sorgen haben, als darüber zu grübeln, wie wir das Silvester unterhaltsam hinter uns bringen können.
Wie gut das noch 2019 gelingt, werden wir morgen sehen. Aber immerhin hat jeder Gast ein Zimmer mit TV und WLAN, der Kühlschrank ist gut befüllt, wem’s nicht gefällt, der zieht sich zurück. :teddy:

Ich wünsche euch einen guten Rutsch in ein gutes 2020!

Eure Miki

Alle Jahre wieder schrecklich… lecker…

Aber von vorn.

Wie jedes Jahr geht es bei uns am 23.12. los. Änderung wegen Kater seit 2018: der Baum wird am 22.12. aufgestellt, damit nicht alle Änderungen an einem Tag sind und dann noch der Besuch… Wir müssen ja auch größere Bäume/Pflanzen umstellen.

Also am 22.12. so, morgen geht’s weiter:

Am 23. machen es die Gäste erstmal spannend. Der Pirat backt nochmal frisch Vanillekipferl, damit es auch ja lecker riecht….

mmmhhh…

Hier wird es morgen eng: es ist zwar Teddy-Einzugs-Stopp, aber alle Teddys, die Geburtstag haben, werden natürlich dabei sein…

Nach dem Kaffee- trinken gibt’s schon mal Licht, Kopfschmuck und die Augen für den Baum…

Und so sieht er am Vorweihnachtsabend aus:

Stimmung super, Essen lecker:

Durch diverse Getränke geschmückt sind wir recht spät in unseren Betten versunken.

Und nun stellt euch ein opulentes Fast- Weihnachts- Frühstück vor. Und ein ausuferndes Kaffee- trinken mit leckersten Keksen und Naschereien.

Danach haben wir zu viert ein wunderbares Festessen zusammengezaubert. Teamwork, hat sich bei den selbstgemachten Klößen absolut bewährt.

Und wozu? Um wieder zu futtern:

Leeeecker….!

Keine Bilder von Geschenken. Warum? Dieser Programmpunkt wurde dieses Jahr gestrichen. Sehr entspannend.

Der Kater war mehr draußen als drinnen und hat sich ganz vorbildlich benommen:

Und man kann es kaum glauben: am 1. Weihnachtsfeiertag gab es wieder Festessen inkl. frisch zubereiteter, selbstgemachter Klöße. Verrückt.

Und dann muss man noch wissen, dass bei uns am Heiligabend zu später Stunde noch diverse Delikatessen aufgefahren werden, Tradition ist es auch, eine lange ungarische Salami und mindestens einen leckeren Schinken anzuschneiden, das alles zu frischem Baguette… und all die Sachen schmecken auch gut zum Frühstück + diverse Käse- Köstlichkeiten… es ist wirklich ein Elend.

Am 2. Weihnachtsfeiertag waren unsere Gäste ab nachmittags auswärts, kamen aber am Abend wieder. Also wieder lecker Getränke, Snacks, Genasch und Dart spielen. Keine zeigbaren Fotos (nur zur internen Verwendung…he, he..)

Aber schön war’s!

Der Baum darf noch bis ins neue Jahr hier drin bleiben. Dann gesellt er sich zu dem 17er und 18er bei uns in einer Gartenecke. Längst sollten diese mal in den Feuerkorb, dann sind sie schon zu dritt. Irgendwas war immer ; entweder schlechtes Wetter (mein Geburtstag, Pirat-Geburtstag) oder Waldbrandwarnstufe, da ist diese Gemeinde sehr streng; offenes Feuer bei jeder Waldbrandgefahrenstufe verboten. Und da darf GAR KEINE Waldbrandgefahrenstufe aktiv sein … und „1“ ist hier ab Frühjahr eigentlich immer…jedenfalls seit wir hier wohnen.

Aber sollte es mit dem Feuer mal klappen, berichte ich sicher davon…

Letzter Termin und Blitz- Baum

Heute letzte Amtshandlung in diesem Jahr- dann Urlaub! Auslieferung in Charite, Campus Mitte. Für mich immer besonders, dort hab ich mein Examen gemacht. Verdammte Axt, auch schon 30 Jahre her!

Der Pirat hat mich hingefahren, das hat Nerven gespart… mitten durch die Stadt… Klar kann ich das, aber wenn ich nicht muss ;-) Außerdem wollten wir anschließend gleich einen Weihnachtsbaum kaufen.

So geschehen. Zurück gen Stadtrand, zielstrebig zu Hornbach. Hat sich bewährt, nachdem in anderen Jahren ein paar Versuche, ein schönes Event mit Baum fällen und Bratwurst essen schiefgegangen sind, ist das immer eine sichere Sache.

Angekommen:

Und nun haltet euch fest:

Baum Nummer 1 durfte mit!

Ein wahrer Blitz- Baum! Rekord!

Dort hätten wir auch noch eine Bratwurst bekommen…aber nur vom Gas- Grill. Darauf hatten wir keine Lust.

Anschließend sind wir zu unserem Tierarzt spaziert, einfach mal ein schönes Fest wünschen, ohne Patient im Gepäck.

Aber irgendwie gehört bei uns doch eine Bratwurst zum Weihnachtsbaum- Kauf, also hat der Pirat den Grill angeworfen. Lecker!!

Ein bissel improvisiert, aber genau deshalb umso leckerer!

Nun ja, der Pflicht Tradition folgend (also wie genau vor einem Jahr) dann noch einen leckeren Glühwein.

Jetzt muss nur noch in meinem Kopf ankommen, dass ich Urlaub habe und Weihnachten gern kommen kann!

Ziemlich nördlich

Ende Oktober war ich wieder unterwegs. Eigentlich fühle ich mich nicht wie „ich unterwegs“. Wir sind ja „wir“. Blacky, Bimbo, ein Teddy, nicht zu vergessen die Dauer-Autofahrer Yeti und Kodi …und ich. Eben wir.

Über kleinere Nester geht es nach Stralsund.

Eins davon ist Barth. Da komme ich nie wieder hin- Ärzte alle ausgewandert. Ja, so ist es leider, der dort lebende Patient guckt in die Röhre. Und ich auch erstmal, wenn ich da eigentlich potentielle Kunden erwartet habe.

Aber die Seeluft soll genutzt werden, kleine Pause.

Die Wolken türmelten sich verdächtig…hält das Wetter? (Spoiler: nein).

Weiter gehts, erst noch ein Kunde in Stralsund, dann zum Hotel:

 

Reisebegleiter:

Mein nächstes Thema war „Hunger“. Gastronomie gab es im Hotel nicht, also raus, was erbeuten.

Raus. Nach 500 Metern tröpfelt es. Zurück und Schirm geholt. Den Schrittzähler freut’s.

Und mich erst!! Hin ging es ja noch, aber nun durfte man fast schwimmen:

Und als ich – trotz Schirm ziemlich gewässert- fast im Hotel ankam…. hörte es auf… also alles wie immer …. :grrr:


Egal, hab mich froh über Kaffee & Beute hergemacht:

Die Reise- Kaffeemaschine bewährt sich…

Das Frühstück war etwas fad, geschlafen hatte ich gut, aber fehlende Gastronomie, kein Kaffee nachmittags… ich glaube nicht, dass das Hotel an den Bleichen mein Stammhotel in Stralsund wird.

Blacky hat nachts auch wundersames erlebt:

Dann auf zu neuen Taten. Diese führten mich auch ins Zentrum von Stralsund. Hübsch hübsch.

Und dann wieder zu Mann, Kater und Möbeln. Go, Blacky, go!

Das dicke Ende – kommt zum Schluss

Diesmal habe ich eine Dienstreise für einen kleinen privaten Recherche- Erinnerungs- Nostalgie- Ausflug genutzt.

Erstmal wichtiger Termin bei noch wichtigerem (…) Professor (hatte neulich einen tollen Termin mit nettem, kompetenten, sympatischen Professor… heute eben mal nicht).

Von dort bin ich dann nach Saalfeld gefahren, weil am nächsten Tag Saalfeld/ Rudolstadt geplant war. Bin auch kurz ans Hotel rangerollt und hab geguckt, ob ich mir noch einen Ausflug leisten kann, oft sind ja dann gegen Abend die Parkplätze Mangelware. Aber alles gut, außerdem hat die nette Dame des Hauses (sie hat da den Tag alles gemacht) gerade gekocht…und das roch soooo lecker, dass ich mich gleich zum Essen angemeldet habe.

Also zu meinem Ausflug: Ich hab ja mal mit 18 geheiratet (…) und mein Ex ist in Unterwellenborn aufgewachsen. Und so verknüpfe ich ein paar Erinnerungen mit dem Nest und wollte nach Ewigkeiten und weil in Spuckweite, mal ranrollen.

Hach! Den Laden hatte ich ganz vergessen!

Aber jetzt fällt es mir wieder ein!  Da haben wir Mitte der 90er Jahre eine Blümchen-Lampe , messingfarben, gemacht wie ein Kronleuchter gekauft. Damals total in…und teuer! (Hat später der Mann mitgenommen…gut so!) Aber ist das lange her! Die Tante im Laden hat mir noch ein paar interessante Auskünfte gegeben, ist eben ein Dorf (und Ex- Schwiegereltern wohn(t)en direkt nebenan).

Bild gefunden! :oops:

Obwohl so viel Zeit vergangen ist (wir haben uns ’97 räumlich getrennt und davor waren wir ewig nicht dort) hab ich beim Anblick des Hauses gleich alle Zimmer usw. wieder gewusst.

Bin dann auch in den Garten hinter, der war schon immer offen. Kann man da aber machen, musste auch einigen mir unbekannten Leuten nett „Guten Tag“ wünschen, damit war ich unverdächtig. Gibt keinen Zaun, keine Abgrenzung und dann ist man auf dieser Fläche. (Früher waren da alles bewirtschaftete Beete, aber sind ja wahrscheinlich alle alt geworden…)

Kurz kamen schöne Momente schöner Erinnerungen, die ich mir auch bewahren will. Da hinten, wo man den Zaun sieht, gibt es eine Bahnlinie. Und da saß ich an Ostern 1987 im Zug und bin an dem Garten vorbeigezuckelt (eingestiegen in Saalfeld) und da standen sie: mein damaliger Liebster mit seinen Eltern…und wir haben uns wie irre gewunken…und ich wäre gerne wieder rausgesprungen. Hach!

Naja, Thema dickes Ende: ’87 geheiratet, ’88 kam Felix auf die Welt, ein paar schöne Jahre…und das dicke Ende: ich hab einige Jahre, inzwischen auch räumlich allein mit Felix, seine dämlichen Schulden abgezahlt. Hatte damals seinen Namen und das Finanzamt pfändet, was so heißt… irre Sachen abgezahlt: seine Firmenmißwirtschaft, GEZ für Jahre, nicht ausgeführte Malerarbeiten für eine Wohnung (der Lügenbold war aber immer brav mit Malerzeug losgezogen…)… naja…nur so. Aber ich hab es geschafft, man wächst mit seinen Aufgaben und trotzdem war es eine tolle Zeit!

Lustig: SchwieMu wird nächste Woche 80 und das hab ich der Ladentante verraten, da wird sie staunen. SchwieVa lebt schon länger im Heim, war mir früher gar nicht so bewusst, dass dann die altgedienten Paare so getrennt werden, ich dachte immer, man geht dann zusammen….

So, zurück in Vorfreude auf einen Kaffee, hab vorgesorgt, man weiß ja nie…

Zimmer:

Reisebegleiter:

Dann ab in den Gastraum:

Man muss auch wissen, dass dort nur für die Gäste gekocht wird, ist kein richtiges Restaurant (mehr). So gibt es da ein Tagesessen und das war’s.  Proforma wird à la carte angeboten. Ein altes Pärchen wollte gern, aber da sagte die Dame des Hauses, das würde eine Stunde dauern, da machten sie ein langes Gesicht. Man kann sich ja auch selbst alles verderben.

Ich fand es lecker:

Kartoffeln aus eigenem Anbau und die Bouletten heißen hier Bratklops :mrgreen:

Neben dem Hotel gibt es eine Ruine, die ist nachts sogar beleuchtet. Muss mal recherchieren, was das ist.

Geschlafen hab ich gut, allerdings hörte ich den Nachbarn oft husten. Meine Rache am Morgen war meine Kaffeemaschine, sie stand genau an der Wand und mir war – vorher- gar nicht klar, wie laut die rattert…. :oops:

Frühstück: nicht sehr groß die Auswahl und leider etwas abgezählt; das gekochte Ei war eindeutig von einem glücklichen Huhn und super gekocht. Gab aber nur eins.

Nach getaner Arbeit bei tollem Wetter und Wochenend- Vorfreude hab ich mir noch so richtig was gegönnt:

Danach kam aber „dickes Ende 2“ (damit meine ich nicht meine Waage!  :whaaa: )

Ich sag dem Navi „Berlin“ und es geht in komische Straßen…und eine Kleingartenanlage. Hab noch die tolle Aussicht fotografiert

…bin um die Ecke gerollt…und stand vor einem verschlossenen Tor! Da würde ich heute noch stehen, wenn nicht ein netter Opi von der anderen Seite gerade nach Hause gekommen wäre. Mit Schlüssel! Noch mal ein frohes Danke hinterher!

Ein dickes Ende hab ich noch: kurz vor meinem Ziel ist eine Autobahnbrücke abgefackelt (gelernt: die größte Autobahnbrücke Brandenburgs). So war es beschwerlich, nach Hause zu kommen. Aber hab’s ganz gut geschafft, Mikmups und Pirat hatten es im Blick und die Rettung für mich war: keine Pause gemacht und den nördlichen Berliner Ring genommen. Geschafft! Reicht!

:teddy:

Manchmal ist der Wahnsinn mit mir… unterwegs…

Am Dienstag Vormittag einen Termin in Erfurt, vier Stunden später in Jena. Das passt ganz gut. Aber dann noch nach Hause? Dann komme ich völlig kaputt zurück und hab locker 800 Kilometer auf der Uhr. Das ist mir zu viel, also mache ich noch für den Mittwoch Termine in Chemnitz und schlafe dort.

So geschehen.

In der letzten Kurve zum Hotel sah ich folgendes:

„Prima“ dachte ich. So ist Kaffee und Kuchen gerettet.

Reisebegleiter befreit,

wohlwollend Kaffeemaschine im Zimmer entdeckt (nicht doll, aber immerhin).

Es war 17.10 Uhr.  Im Kaffee- Ding angekommen: „Wir haben schon zu, aber vielleicht finden Sie noch was!“ Traurige Bestände an Kuchen angeguckt, Kaffee „hatte sie keinen mehr“. Gegangen.

„Nicht schlimm“ gedacht, weil Hotel hat Restaurant.

Draußen an der aufgehängten Karte Bergische Waffeln mit Himbeeren, Eis und Sahne ausgesucht. 17.25 Uhr. Erfahren, dass der Koch erst 18 Uhr kommt, vorher nix..

Hoch ins Zimmer, Kaffee getrunken.

Mit Google Maps einen Lidl gesucht. Limbacher Straße 31, Chemnitz. Navi gefüttert und los.

Komisch gefahren, Kurven, die Straßen wurden immer dünner. Ziel erreicht. Guckt:

Hunger!! Pferdeschinken??

Google nochmal befragt: falscher Ortsteil, na da kommste (in so …einer… kleinen Stadt… ) doch nicht drauf. Bei „Bahnhofstraße“, „Schulstraße“, „Dorfstraße“ ect. bin ich immer vorsichtig, bei Limbacher Straße wäre ich da nicht drauf gekommen. Also alles neu und weiter. Stau! Baustellen! Aber irgendwann bin ich doch angekommen.

Meine Beute:

Unbebildert ziemlich alles aufgefuttert (in den Tüten leckere Brötchen und ein Teilchen!) :angel:

Ich hatte aber auch Hunger wie ein wildes Tier und die Irrfahrt dauerte am Ende eine Stunde! Und das, nachdem ich gedanklich schon einen Bäcker geplündert und eine Waffel vernascht hatte!!

Aber sonst war das Hotel ok., dachte ich.

Aufsteh- Kaffee:

Aber beim Frühstück ging’s noch mal los: habe mir einen kleinen Tisch ausgesucht, der war aber nicht jungfräulich. Also gut sichtbar Handy und Zimmerschlüssel postiert und auf frisches Gedeck gehofft.

Hat aber nicht geklappt. Also hab ich mir alles (an Nachbartischen) selbst zusammengesucht. Und habe mir 3x Cappuchino geholt, einmal mit einem Extra- Espresso drin, da war ich dann wach. Sie haben die Kaffeemaschine gut versteckt, aber inzwischen bin ich Profi…also nicht mit mir ;)

Später hat man nach Bitte darum den Müll meines Vorgängers entfernt. Dann hatte ich alles, was ich brauchte.

Danach war die „Pech“- Strähne vorbei, hat alles gut geklappt, Blick auf die Klinik

und dann noch ein Bild von einem Abrissopfer:

Irgendwie bin ich da immer traurig, war ich früher (seeehr lange her!) mal so glücklich mit Mann und Baby so eine damals moderne Wohnung bekommen zu haben. Versuche mir immer vorzustellen, was so ein Haus alles erlebt hat… und dann wird es abgerissen…und andere werden gehegt und gepflegt, modernisiert, saniert…weil irgendwer von irgendwas darin mal gewohnt hat…  Hab schon schöne, individuelle Lösungen gesehen, was man mit diesen Bauten machen kann, Wohnungen verbinden, nebeneinander oder übereinander, Wände rausnehmen, damit riesige Terrassen entstehen…aber das hat alles keine Lobby in der Wegwerfgesellschaft…. und die Ost- Häuser erst recht nicht. (Guckt euch mal das häßliche Gropius- Viertel in Berlin an!) Aber lassen wir das… allerdings fühle ich mich in „meinem Gebiet“ irgendwie überall zu Hause. Weil es auch in mir bis dahin fremden Städten Häuser / Gebäude gibt, die ich denke, schon mal gesehen zu haben…. das hat was…

Schön wäre, die Häuser dürften bleiben und würden einfach optisch und inhaltlich aufgewertet werden. Aber das nur am Rande….