Ein langes Leben

… wird einem oft gewünscht, am Geburtstag zum Beispiel.

Ich versuche zwar zu verdrängen, muss aber – gerade dann-  an die Menschen denken, die in Pflegeeinrichtungen, Seniorenresidenzen, Altenheimen-oder so ähnlich genannt- leben.

Heute war ich in zwei solchen Einrichtungen unterwegs. Einmal mit der Ärztin, sie ist die Hausärztin vieler Bewohner. Sie stürmt geht in die jeweiligen Zimmer, begrüßt die Bewohner nicht und steuert sofort auf die bereits freigelegten Problemzonen zu. Wenn der Bewohner Pech hat, hat er eine Wunde, wo ein Faden gezogen werden muss oder wo man etwas entfernen kann, z.B. Hornhaut, wildes Fleisch, Nekrosen. Tut mir leid, euch hier mit sowas zu behelligen. Aber sie wendet dann dem Mensch selbst den Rücken zu und schnitzt los. Fachfraulich sage ich dazu nichts, aber noch dazu fügt sie den Menschen emotionslos Schmerzen zu und spricht nicht mal mit ihnen. Das wiederholt sich immer wieder. Reden tut sie nur mit der Pflegefachkraft in der dritten Person über den jeweiligen Mensch. Bei einer besonders brutalen Abtragung war ich die einzige, die zur jammernden Patientin ein paar tröstende Worte sagte, während die Fachkraft und die Ärztin sich über etwas anderes unterhielten.

Während man als “Externe” über die Flure läuft, hört man in seinem Rücken immer wieder “Schwester” oder “Können Sie mir helfen?”. Auch ich hab mir längst angewöhnt, schnell vorbei zu laufen, abgesehen davon, dass oft Augentropfen, Schmerzmittel, reguläre Medikamente oder Abführmittel eingefordert werden oder gar Probleme gemeldet werden sollen, für die ich nicht der richtige Ansprechpartner bin. Aber ich kenne das Problem, wenn ich dort auftauche suche ich auch oft 10 Minuten nach der Belegschaft. Und den armen Bewohnern geht es nicht anders. Der vorgeschriebene Personalschlüssel… man sollte diejenigen, die diesen festgelegt haben mal unter solchen Bedingungen wegsperren. Mit Schmerzen. Mit Problemen. Mit Kummer. Bei Demenz und damit verbundener Angst und Orientierungslosigkeit.

In der 2. Einrichtung war ich heute insgesamt 3,5 Stunden. Die Uhrzeit war mir vorgegeben. Wieder Wunden das Thema. Die Bewohner machten Mittagsschlaf, aber den Schwestern ist diese Zeit recht. Also werden die Menschen aus dem Mittagsschlaf gerissen, nicht informiert und die gefragten Körperstellen freigelegt. Die (eine) Fachkraft zerrt die Verbände ab, dass die Haut sich auch gleich vom alten Körper trennt, belehrt mich aber währenddessen die ganze Zeit und betont ihre eigene Kompetenz. Mir ist schlecht. Aber in dem Haus berühren mich die traurigen Szenen besonders. Die Gänge sind recht lang und verwinkelt und aus jeder Ecke kommt ein Hilferuf, einen Bitte, ein Flehen… und auch die (andere) Fachkraft flitzt inzwischen schnell vorbei, vor vier Wochen war sie den Menschen noch zugewandt, hat sie den ungleichen Kampf noch aufgenommen. So schnell…nun auch sie…resigniert… und rennend.

Man wird aber auch irre, eine Bewohnerin – wegen einem multi-resistenten Keim eigentlich isoliert-, kommt ständig angeflitzt und will das Haus verlassen… Glück im Unglück, dass sie den Ausgang nicht findet….  dazwischen toben auch noch Angehörige rum, eine Frau hat mir deutlich die Pest an den Hals gewünscht, weil ich die einzige Schwester “blockiert” habe.

Heute hallt ein Satz bei mir in Dauerschleife nach… “Sie haben auch keine Zeit und können mir nicht helfen?” begleitet vom Gefühl, auch versagt zu haben… Und im Treppenhaus, hinter der Schwester her rennend, hab ich dieser erzählt, dass ich genau deshalb damals in der Hauskrankenpflege aufgehört habe, weil ich ca. 15x täglich fragende, traurige, unglückliche Gesichter zurücklassen musste, weil ich eine Telefonnummer nicht aus der Schublade kramen konnte, keine Zeit zum Brille suchen hatte, die Zeitung im Kiosk umme Ecke nicht holen konnte, nicht beim Lieblingsbäcker das Brot holen konnte, den Sohn nicht anrufen konnte, nicht mit dem Hund Gassi gehen konnte und einfach nicht mal zuhören konnte…..

Ich bin traurig…. und weiß nicht, ob ein langes Leben nicht oft auch eine Strafe ist…

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Das Web verbindet…

… Menschen, die sich niemals tangiert hätten.

Und das ist gut. So.

Vielleicht erinnert sich jemand..oder hat viel Zeit und Lust zum Lesen.

Ich hab den Artikel so platziert und vertaggt, dass Suchende ihn finden.

Und er wurde gefunden!

Wolfgang hatte Familie, wurde geliebt- wenn auch nicht von allen – aber das passiert. Er hat Kinder, er wird vermisst, er hat Spuren hinterlassen.

Und hat am Ende eine Entscheidung getroffen, bewusst.

Ich weiß jetzt das korrekte Todesdatum und dass ich auf dem richtigen Friedhof war.

Nun etwas mehr wissend fühle ich mich wie ein Eindringling, wusste er doch gar nichts von meinen Gefühlen. Ich kann seiner Familie nichts neues über ihn offenbaren und möchte sie nicht mit meiner Gier nach Informationen belasten.

Ich habe ihm an seinem Geburtstag hier manchmal ein paar Zeilen gewidmet, teils mit falschen Angaben, da ich es nicht besser wusste.

Das werde ich nun nicht mehr tun, weil ich das Gefühl habe, es steht mir nicht zu.

Aber nochmals zum Anfang des Artikels: mir soll doch nie wieder so ein Internet-nicht-Nutzer-aber-Verteufler damit kommen, das sei alles sinnlos, oberflächlich und es wären nur Kriminelle unterwegs. Auch diese Information habe ich nur durch das Vorhandensein des Social Web’s bekommen und auch nur, weil die Menschen, die die gesuchten Informationen haben, bereit waren, diese mit mir zu teilen.

Liebe _____ , ich danke dir dafür! Und derjenigen, die zugestimmt hat.

Ich freue mich über eine irgendwie geartete Kommunikation, verstehe und akzeptiere aber auch … sagen wir mal… “Stille”.

Das schreibe ich hier, weil viele meiner Blogger-Freunde Anteil an der Geschichte genommen haben, gerade durch die kleinen Zwischenartikel zum Geburtstag wach gehalten. So finde ich, dass denjenigen dieser Informations -Schnipsel, den ich hier preisgebe, zusteht.

Ich hab Frieden gefunden, es war nicht mein Fehler, er war mir nicht vom Schicksal zugeteilt, er war schon vergeben. Ok, ok., komisches Schicksal, warum hast du dann an der Stelle so viel Magie eingearbeitet? Nun ja, ich hab ja manchmal das Gefühl, du spielst nur mit uns  :grin:

Tschüss Wolfgang, dies ist die letzte Ansprache hier und von mir, ich war ein kleiner Satellit in deinem Leben, vielleicht von dir kaum wahrgenommen. An zwei Tagen im Jahr schicke ich dir – nun still – einen kleinen Gruß. Mein Bedauern hat sich geändert, es hat nichts mehr mit mir zu tun. Ich finde einfach sehr traurig, dass du nur 37 Jahre “hier” warst. Und dass ich dir nie sagen konnte, dass du mal mein Universum warst.

Obwohl: ich glaube, das ist gut. So.

2Rosen

 

Vorher- nachher, dazwischen 40 Jahre!

So kann’s gehen; ich gucke heute mal nach den Besucherzahlen hier (trotz des letzten gut besuchten Artikels kein messbarer Anstieg- nun ja- ist hier aber auch nicht erklärtes Ziel, ist ja kein Themen-Blog).

Dann interessiert mich, was im September- also heute- angesehen wurde. Dieser Artikel. Warum weiß ich echt nicht, 5x heute. Das war eine witzige Blogparade 2010. Aber auf einmal fällt mir was auf!

Das:

InaMiki

Da liegen 40 Jahre dazwischen und immer noch das gleiche (…) Grinsen. ist ja unglaublich!

Und jetzt tue ich es schon wieder: ich grinse.  :lol:

Und ihr so?

 

Social Web – wie doof muss man sein?

staunIch habe im Blog einer lieben Kommentatorin einen Artikel gefunden, der wiederum zu einem anderen Blog verlinkt.

Dort schimpft die Autorin über den Schwachsinn, der bei Facebook verbreitet wird und auf ihren eigenen Artikel gab es eine verschwindend geringe Resonanz. Tja, das “schwachsinnige Facebook”. Sagt sie.

Und sie wird sich aus sämtlichen sozialen Netzwerken zurückziehen, Zitat: 

“Hier also hier das Resultat auf meine Frage. Ich werde mich am 31.08.14 nicht nur das bloggen beenden sondern mich auch aus allen Portalen wie Facebook, Twitter und co. löschen. Wichtige Themen haben in diesen Portalen keine Chance.”  (Zitat Pamela Halling)

Sie verunglimpft in ihrem Artikel die Menschen, welche die Möglichkeiten des Social Web für ihre Bedürfnisse nutzen.

Alle Nutzer, die ihre eigenen Interessen offerieren, ihre eigenen Bilder posten, ihre eigene Meinung kundtun, Kontakte knüpfen und pflegen, Menschen mit gleichen Interessen suchen und darüber fachsimpeln, sich in Gruppen zusammen finden, sich gemeinsam über lustige Videos aus aller Welt amüsieren, verlorene Dinge suchen und finden, interessante Nachrichten verbreiten, sich auf Firmenplattformen über Produkte und Dienstleistungen austauschen, sich gegenseitig Tipps geben, ihre eigenen Produkte an den Mann bringen, Aktionen für einen guten Zweck verbreiten, sich über aktuelle Geschehnisse austauschen, die Schnelligkeit des Netzes nutzen, um vor den Fernsehnachrichten die aktuellsten News zu erfahren und schnelle Hilfe zu organisieren … soll ich weitermachen, nee, ne? …. alle doof. Schwachsinnig.

Ja klar. Genau wie auf der Straße, im Discounter, im Bus, bei der Post, im Fussballstadion, im Restaurant… alle doof, oder? Man muss sich im Bus zum besoffenen Penner setzen, im Discounter dicht an Familie Flodder dran bleiben, ins Fußballstadion gehen, obwohl es einen nicht interessiert, im Restaurant zu den feiernden Kegelbrüdern setzen… und wieder: alle doof.

Ich mache also was falsch: ich bin der Admin einer lebendigen, kleinen Gruppe, wo es ums Stricken & Co. geht, wenn irgendwas ist, ich will was zeigen oder fragen, geh ich dorthin und immer wird geholfen, werden Tipps gegeben, Alternativen gezeigt, Vorschläge gemacht, wir helfen uns gegenseitig, neulich eine eine Bedienungsanleitung für eine uralte Nähmaschine bekommen…  Wir alle fühlen uns dort sau-wohl. Doof, ne?  :eyes:

Ich bin auch in unzähligen (Strick-)Gruppen Mitglied, erhalte so immer Input, Produktempfehlungen, Meinungen, Tipps, finde tolle Designs. Und auch in einer tollen Gruppe, wo sich Teilnehmer einer Fortbildung untereinander und mit ihren Lehrern austauschen. Doof, oder?

Oder “meine” Blogger, ob noch aktiv oder nicht, treffe ich dort, sehe, wie es ihnen geht, was sie so machen, teile ihre Freude oder beglückwünsche zum neuen Job oder zum Enkelkind oder zum Beziehungsstatus (ob nun Hochzeit oder Trennung, je nachdem… :oops: ), gratuliere zum Geburtstag, erfreue mich an Urlaubsbildern mit, lasse mir Dinge empfehlen, lerne neue Produkte kennen, und / oder, wie dies zu benutzen sind, … ok, ok., ich hör ja schon auf… Aber doof, ne?

Alle Mitglieder von Facebook-Selbsthilfegruppen, wo sich Gleichbetroffene und -gesinnte treffen und austauschen…doof.

Ja, ich bin wirklich doof, ich ärgere mich nämlich sehr darüber.

Aber es ist ja “modern” geworden, darüber zu meckern.

Und wenn es tatsächlich nichts für den einen oder anderen ist: dann meckert nicht drüber, sondern nutzt es einfach nicht! Es heißt ja nicht, dass dann die zufriedenen und aktiven Nutzer doof sind!

Oder so: ich finde heiraten doof, also alle, die es trotzdem tun, sind doof.

Ich mag keinen Spargel, also sind alle, die diesen mögen.. na? Genau: doof.  :ko:

Diese oben zitierte Dame hat übrigens ein Buch geschrieben. Eigentlich ein sehr interessantes Thema.

Wie ich das Buch finde?  _ _ _ _ .

Und, wie doof seid ihr?

Gern können wir eine Blog-Parade daraus machen; Social Web – doof oder nicht doof?

facebook twitter google_plus instagrampinterest

Ost & West… immer noch unterschiedlich…

…. und wahrscheinlich so lange, bis “wir” weggestorben (oder unwürdig in Heime eingesperrt) sind.   :whaaa:  “Wir”, die “erwachsen” waren, als die Mauer fiel.

Ich mag solche Unterschiede und kommentiere sie nicht mehr, beobachte und merke, dass die An- und Einsichten sich wirklich nicht ändern, sie werden verschwinden…mit den Menschen…mit uns…

wasistdas

Beispiel:

Fortbildung, Coaching. Die Truppe kennt sich teilweise nicht. Ein großer Teil aus dem Großraum Berlin und tatsächlich überwiegend “Ossis”. Ein kleinerer Teil (1/3) aus dem Großraum Westdeutschland, also nicht mal West-Berliner, die ticken noch mal anders.  :idea:

Achtung!: alles wertungsfrei, nur so festgehalten, wie empfunden und Begrifflichkeiten wie “Ossi” und “Wessi” sind bei mir eher liebevoll gemeint!

Vorstellungsrunde. Jeder füllt namenlos einen Zettel aus: Lieblings -Gericht, -Musik, -Film, Hobby, was wäre wenn…

Dann werden die Zettel eingesammelt und wild verteilt, jeder stellt einen anderen Teilnehmer nach diesen Angaben vor, dann wird geraten oder doch gewusst.

Ganz unterhaltsam. Ein mittelalter, mir nicht bekannter Wessi- Kollege stellt jemanden vor, wo bei “was wäre wenn du ein Jahr bezahlten Urlaub hättest?” steht: “Ich würde meinem Enkelkind beim Welt -entdecken helfen und sie ihm erklären”.

Der Kollege guckt sich um. Sagt: “Aufgrund der Hobbys (die hab ich vergessen) schließe ich auf eine Frau und da nur eine Frau höheren Alters hier ist, denke ich, es ist XXXXX”

Er hat Glück. Er hat recht. Meine Kollegin “höheren Alters” ist etwas über fünfzig und glückliche Oma.

Aber mit im Raum: eine Kollegin, 46 Jahre alt, älteste Tochter 28, ich, 45, Sohn 26.

Und da ist der Unterschied; im Osten wurden Kinder in der Jugend und auf natürlichem Weg gezeugt. Darauf kommt der besagte Kollege gar nicht, er hat nicht mal ansatzweise die Möglichkeit in Erwägung gezogen.

Ich hab nichts gesagt, in der Runde saß ein frisch gebackener Vater, 40+ und ich habe einen – mit mir gleichaltrigen- Kollegen “im Verdacht”, dass er grad an einem Erst- Projekt bastelt.

Tja, es ist schön, dass mein Sohn eine flotte Oma hat, sie war 44, als er das Licht der Welt erblickte. Heutzutage müssen potentielle Omas ja “Angst” haben, dass sie es gar nicht mehr erleben. Oder sind mindestens über 60, wenn es endlich passiert. Und ist doch wahr: ich habe kein Vertrauen, wenn ich richtig alte Tanten sehe, die Kinderwagen vor sich her auf die Straße schieben (ich meine jetzt die Omas).  :ko:

Aber trotzdem ist das keine Botschaft an meinen Sohn. Das Leben ist heute eben anders.

Aber an Paare, die sowieso einmal Kinder haben wollen: worauf wartet ihr eigentlich? Auf eine Erbschaft? Der Zaun ums Haus fehlt noch? Die Rücklagen reichen nicht? Ihr habt noch kein Geld für den Elite-Kindergarten und den Musikunterricht? Das Auto zu klein?

Armes Vaterland!

Böses Miki.  :oops:

Blogparade: unnütz & unbezahlbar

Hier ist mein Beitrag zur Blogparade, und mal ehrlich…du hast doch sicher auch irgend so ein “Ding” mit einer ganz besonderen Geschichte?

So lautet die Aufgabe:

Mach ein Foto von einem Gegenstand, der für Dich in die Kategorie “unnütz & unbezahlbar” fällt und erzähl uns seine (also Deine) Geschichte! 

Vielen Dank, liebe Dörte, für die gute Idee!

Ich musste dann aber tatsächlich länger suchen und grübeln, als ich dachte….

Rausgekramt habe ich alle „Liebes“Briefe von mir und meinem Ex-Mann, alle aus den Jahren 1987 bis 1988. Ich hab seine und meine. Da wir später geheiratet haben und es mit seiner Ordnung immer etwas haperte, hielt ich es für sinnvoll, sie zusammen aufzuheben. Nun sind sie also bei mir geblieben. Und ich dachte, sie sind für mich „unbezahlbar“, eben sehr wichtig. Ich habe sie mir angesehen, ja, mich erinnert. Ich habe nach dieser Lektion meines Lebens zwei Gedichte geschrieben und der Schluss des zweiten kam mir sofort in den Sinn:

„Aber was ist nur gescheh’n?
mit 18 hab ich das nicht geseh’n.
Wo ist der Mann, den ich mal geliebt,
der stolz den Kinderwagen schiebt?

Der mit den Augen mich zum Schmelzen brachte,
mich zur stolzen Mutter machte.
Der Mann ist weg, ich denk zuletzt,
ein böser Geist hat ihn verhext.“

Nur noch unnütz, diese Briefe. Berühren mich nicht mehr. Kann mein Sohn einmal haben, wenn er mag. (So viel „handgeschriebenes“ auf einem Haufen hab ich aber lange nicht gesehen..)  :idea:

Briefe

 

Ich kann ganz gut wegwerfen, bin 7x umgezogen, im Schnitt aller 2,5 Jahre, bis ich vor 9 Jahren hier sesshaft wurde. Wo also versteckt sich etwas, was zu schwer erinnerungsbeladen ist, um wegen Staub und Altersschwäche in die Tonne zu kommen?

Verstecken is jut! Mein BigBär! Ich sammel ja die Plüschtiere (allerdings ausgewählt, einige gefallen mir nicht, den dicken Käfer suche ich noch!) von Mordillo und auch die Puzzles (flüster: da hab ich alle!). Nein, nicht unnütz! Puzzeln entspannt, ich musste nur aufhören, weil erstmal die Wände „alle“ sind. Und BigBär ist schon nicht nützlich…  *hüstel*, zum Kuscheln einfach zu groß sitzt er als Wächter der Wohnung oben auf einem Schrank und staubt ein.

Damit ihr wißt, von welchen Größenverhältnissen ich tatsächlich spreche, ein Bild:

BigBärundMiki

…auch mal ein Selfie…

Aber NICHT UNNÜTZ. Alles was Augen hat, ist nicht unnütz, so! Unbezahlbar issa, bekomme regelmäßig Angebote, er durfte hier nämlich schon einmal online gehen. (Diese werden abgelehnt, wenn ich auch die Begierde verstehen kann. Wer hat den riesengroßen Elefant??)  :shock:

 

Aber die Suche lohnt sich, oben auf einem eingestaubten Schrank finde ich das:

RosederErinnerung

Das ist DIE Rose, die der Rosenkavalier beim Date dabei hatte. Die Story könnt ihr hier hören. (Die Rose hat bei 2.20 min ihren “Auftritt”) :grin:  Sorry, und sie war doch keinen Meter lang, aber ihr wisst ja: Frauen und die Zentimeter…uns wird da ja immer einiges aufgetischt!  :mrgreen:

Und hier, da ist sie noch frisch, ja, das ist sie. Das war sie.

Sie ist unbezahlbar. Zeuge. Symbol. Vom ersten Tag an „dabei“. Es war nicht geplant, dass sie bleibt. Aber irgendwie kann ich sie nicht wegwerfen. Würde mich wie ein Verräter fühlen. Und so überlasse  ich es dem Schicksal. Auch in Beziehungen glaube ich daran; es passiert, was passieren soll. Und so lange diese getrocknete Rose nicht in alle Einzelteile zerfällt, so lange bleibt sie hier.  Nicht nur hier, denn auch das „Hier“ wird sich ändern.

Dann kommt sie –hoffentlich mit UNS – mit …

 

 

Suchst du noch – oder liebst du schon?- Finale!

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[Achtung! Die Story's sind nicht aktuell. Ich hab zwar zu der Zeit gebloggt, wollte mich hier aber nicht als aktuell "suchend" outen. Ein Klick aufs Herz bringt dich zu allen Artikeln dieser Reihe.]

Hier nun das Finale.
Und ihr müsst nicht mal lesen, Miki erzählt:

 

Das Leben ist bunt


 

 

Schneeweißchen und Rosenrot

…und irgendwas dazwischen…

Rot

3 Schöne...

Suchst du noch – oder liebst du schon? (10)

Zielscheibe.miki

[Achtung! Die Story's sind nicht aktuell. Ich hab zwar zu der Zeit gebloggt, wollte mich hier aber nicht als aktuell "suchend" outen. Ein Klick aufs Herz bringt dich zu allen Artikeln dieser Reihe.]

Und noch etwas: ich wurde angefeindet, weil ich hier auch schon schön über die Herren der Schöpfung hergezogen bin. Aber das war doch (wenigstens) mein Spassfaktor! Außerdem bin ich überzeugt, auf der Männerseite geht es ähnlich zu. Hat mir mein Pirat später auch bestätigt. Also nicht aufregen! Geschrieben hab ich die Texte jeweils sofort und damit sie authentisch bleiben, ändere ich daran auch nichts.

 

Späte Väter, eingeschnappte Leberwurst und Angst vor großen Frauen

Jetzt hatte ich länger ein interessantes Objekt im Visier. Ich gehe nicht sehr stürmisch vor, wenn 1 bis 2 Tage zwischen den Mails liegen… nicht schlimm…

Er zieht grad um. Hat nicht viel Zeit. Hört sich sonst interessant an. Nichtraucher, keine Katze… auf was man so alles achten muss *kopfschüttel*

Einmal ein Missverständnis, er online aber reagiert nicht auf Ansprache. Ich denke noch, „da wird er wohl den Computer angelassen haben…“ Genauso isses auch, erfahre ich am nächsten Tag. Ein bissel anstrengend, dass er sich dafür gefühlte 25x entschuldigt.

Er ist 46, hat 3 Kinder. Ich 42, hab ein Kind (23). Also gehe ich davon aus, seine sind auch schon größer. Ich frage ( „alle mit der gleichen Frau?“) ;-)

Nun erfahre ich: 6, 7 und 12! Himmel hilf! Geteiltes Sorgerecht! Er hat sie wochenweise bei sich!

Ich meine: toller Vater (wahrscheinlich), hab nix dagegen. Aber ohne mich. Hab mich selbst vor 6 Jahren ganz bewusst gegen weitere eigene Kinder entschieden… Kindergartenplatz, Schule, Schulwechsel, Urlaub in Ferienzeiten, Teenager-Probleme, Jugendweihe, Ausbildung, dann noch Hick-Hack mit der Ex um Weihnachten und Geburtstage….? Unterhaltspflicht bis 25. Nein danke!

Das Leben ist hart! Schade wieder mal.

 

Kleine Zwischen-Anekdote: kriege wieder mal eine Mail, ungefähr: „…finde dich interessant, blabla..“ Er gefällt mir nicht. Ich antworte ungefähr: „.. danke für’s Kompliment, aber bist nicht mein Typ, wünsch dir viel Erfolg hier…“ kommt zurück: „ arroganten Abend noch…“

Hab ich das jetzt richtig verstanden? Die Herren wollen keine Antwort? Ok.

 

Einer noch:
Die bekloppteste Ansprache war ja wohl  „schade, dass du so groß bist…“.
Blöd oder was? So manch ein 1,70m-Mann war geradezu begeistert (und ich dann nicht), und der Urheber dieser Aussage ist immerhin 1,85m groß.
Kopfschüttel.

 

So, das war’s (fast), mehr Notizen hatte ich mir damals nicht gemacht.
Es ist sehr unterhaltsam gewesen, auch enttäuschend, man (Frau) muss schon sehr aufpassen, immer schön aufs Bauchgefühl hören, radikal sortieren, viele Spinner unterwegs… und ehe sich wieder Männer angegriffen fühlen: sehr wahrscheinlich auf beiden Seiten! Aber ich kann nicht klagen: drei Dates; einmal Zeitverschwendung, einmal ein schöner Nachmittag und ein Volltreffer!

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Hermann Meinold / pixelio.de

Demnächst kommt das Finale…und wetten?: Miki wird euch überraschen!  :idea:

 

Dinge haben sich geändert…

Au ja!

Mein Blog ist ja (auch) mein Tagebuch, meine Gedächtnisstütze.

Und was sehe ich? Das!

Und was fällt mir auf?

Das:

1001.pm

1.März 2014

Zum direkten Vergleich:

Rosen und Teddys 1

5.August 2011

Öhm… aber es muss sich niemand Sorgen machen… wir suchen ja schon nach einer BeHAUSung für uns alle….

 

Für Mikmups:

unten, von links nach rechts: Brummel, Fussel, Knuddel, Kuschel, Bummel, Mummel, Knuffel, Pirat, Valentin und Flocki.

oben von links nach rechts: Teddy(Schummel), Puschel, Pummel, Spocki und Spotti.

Bärenbande.web.pm

Bitte recht freundlich!

Puh!  :teddy: