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Gleiche Stelle- trotzdem anders

Wieder in Chemnitz, wieder Hotel Amber.

Anders diesmal: ich habe aktuell keinen Hunger, letztes Mal war das die Nummer mit „17 Uhr Café schon zu, Restaurant macht erst 18 Uhr auf“ und ich superhungrig mittendrin (und länger auch hungrig geblieben).
Diesmal war geplant, später im Restaurant einen Happen zu essen. Und erstmal auf dem Zimmer einen Kaffee zu trinken, hier gibt es nämlich eine Kaffeemaschine im Zimmer. Hab ich gedacht.
War aber nicht. Hab ich nachgefragt: „Nein, nur im Businesszimmer, Sie haben ein Comfort- Doppelzimmer. Möchten Sie umbuchen?“ „Nein.“
Da hatte ich letztes Mal wohl ein Upgrade. Gut, dass ich vorsichtig geworden bin: ich hab meine Reise- Maschine mit. Und da das Zimmer noch nicht fertig war, gab es einen Begrüßungskaffee.

Konnte dann aber auch gleich ins Zimmer (wo ich die Maschine dann vermisste).

Begleiter:

Hier der Blick aus dem Fenster; nicht schön, aber ein Fitzelchen Schnee. Hatte dieses Jahr noch GAR KEINEN gesehen:

Ich hatte mein derzeitiges (Jahrhundert- ) Projekt mit. Dank LED Lampe  in jedem finsteren Hotelzimmer möglich (keine bezahlte Werbung), ist aber praktisch das Ding.

Als sich der Hunger eindringlich meldete hab ich das Restaurant ausprobiert. Und das war lecker und entsprach genau meinem Appetit:

Nach einer guten Nacht mein Aufwach- Kaffee:

Und anschließend ein leckeres Frühstück. Hier dann der Wiedererkennungswert: kein schöner Tisch mehr eingedeckt, also wieder selbstgemacht. Dafür gab es dann ein zickiges Gesicht der Bedienung. Erst recht, als ich auf den Filterkaffee verzichtete und 3x die (gute) Kaffeemaschine enterte. Milchkaffee + Espresso, da war ich wach.

Danach meine Chemnitz- Runde.

Und anschließend ein Treffen, mal ein ganz anderer Ort für diesen Zweck: ein Autohaus.
Lief gut, sozusagen nach Plan.
Ich werde berichten.

 

Wurzen, noch mehr Nester, Zwickau

Wieder unterwegs.
Bei mir läuft’s, Kunde ruft, los geht’s.

Diesmal über Wurzen, Meuselwitz, Weida… nach Zwickau. Also Sachsen, Sachsen, Thüringen, Sachsen… ich war in den meisten Ecken noch nie.

Und lerne dazu! Wer will sich vom Parkplatzstress erholen? Der fahre nach Wurzen! So sieht es da bei Parkraumbewirtschaftung aus:

Niedlich, ne?

Von dort ging es dann immer jeweils eine Stunde über Landstraßen, hat was, aber zog sich dann ganz schön.

Ziel für den Tag war das Hotel Marienthal in Zwickau. Und da ging es damit los, dass man 3x vorbeifahren muss, ehe man sieht, wo man (evtl.) reinfahren kann und wenn man sich das dann traut, fährt man um einen Gaststätten- Pavillon herum und landet auf solch einer Fläche:

Da wusste ich dann weder, ob es wirklich das Hotel sein soll und was das nun für eine Fläche sein soll (und ob man da überhaupt hätte rauffahren dürfen). War dann alles richtig, aber ist denn so ein blaues „P“ Schild so teuer? Oder was selbstgemachtes, aber irgendwas??

Hotel (für mich zum merken) und Spoiler: 2 Etagen ohne Fahrstuhl, Zimmer müffelt, umständlich ausgedruckter WLan-Zugang ist ein Witz: geht nämlich GAR NICHTS, die Krönung war ein schmutziges Handtuch vom Vorgänger und später kroch Essensmief ins Zimmer (aus dem Flur), obwohl ich Tür nicht mehr aufgemacht habe. Also nicht mehr. Ich.

Beweisfoto (Zettel ist fürs Zimmermädchen), ich hatte aber frische Handtücher, allerdings bretthart

Das beste draus gemacht:

Bimbo ist ja unstrittig, aber wieder hat sich George in den Koffer geschlichen. Er ist eben ein guter Reisebär. Müssen wir den anderen ja nicht verraten ;-)

Ein Hoch auf den bewährten Kaffee- Sklaven!

Im Hotel hätte ich einen Filterkaffee bekommen. Und auch was zum Essen. Aber als es bis oben miefte, war ich mit meiner Entscheidung froh- es gab Obst, Kekse, einen Joghurt und einen kleinen Käse. Alles gut.

Am nächsten Morgen fiel mir ein, dass ich ja gar nicht mehr frühstücke. Der Filterkaffee war aber wirklich lecker und auch sonst war alles sehr liebevoll angeboten. Bezahlt war das Frühstück, erklärt hab ich es auch, also werden sie damit leben können, dass sie mir meinen Tisch umsonst gedeckt haben. (Das wäre wohl ein Hotel- Pluspunkt gewesen, kein Buffet, jeder bekommt, was er wünscht, gebracht. Frische Brötchen, mehrere Sorten, eindeutig frisch gepresster Saft.)
Wenn ich wenigstens minimal Hunger gehabt hätte, wäre das gut gewesen. Hatte ich aber nicht.

Hier seht ihr den Provinz- Charme des Gastraumes ein wenig:

Es regnete. Aber immerhin war Blacky nun sauber:

Ihn werde ich jetzt immer noch mal bildlich festhalten, denn unsere Wege werden sich bald trennen… (Coolste Autonummer for ever!!)

Dann ging es einmal quer durch Zwickau und mittags in Richtung Heimat. Rückreise hat gut geklappt, bin durchgefahren, so ist der Freitagswahnsinn auf den Autobahnen erst nach mir losgegangen.

Muss? Muss.

Der Job raubt mir viel (Frei-)Zeit, da ich ja nicht mal jeden Tag zu meinen Möbeln zurück komme. Auch die Wochenenden sind nicht tabu, Messen, Veranstaltungen oder Anreise zu fernen Terminen am Montag. Muss halt sein.

Weihnachtsfeier muss nicht. Eigentlich. Wird aber so gelegt, dass sie sich an ein Teamtreffen anschließt. Muss also doch (oder sieht richtig dämlich aus). Also muss.

Am Vortag entdecke ich dies:

Na super! Und dann diese Tour nach Nürnberg vor mir!

Der Pirat nimmt die Sache in die Hand und setzt sich drei Stunden bei CarGlass hin, während ich schon meine Sachen für die nächsten Tag packe. :-*

Am nächsten Morgen geht’s los. Was mir erst eine halbe Stunde vorm Ziel so richtig auffällt: ich freue mich nicht aufs Mutterhaus. Sind alle nett, keine Probleme, aber ich fühle mich dort wie ein Fremdkörper. Es gibt kein Zimmer, keinen Stuhl, keinen Haken für die Jacke, keinen (sicheren) Platz für die Arbeits- und persönlichen Sachen …für uns… immer und überall ist man im Weg, es gibt keinen Platz. Und keine Kaffeemaschine.

So mache ich kurz vorm Ziel eine Pause:

Das macht mich direkt traurig und ich nehme mir vor, das mal anzusprechen. (Klappt trotz Mitarbeitergespräch – zu kurz!- nicht, aber bleibt auf der Liste).

Nachmittags geht’s ins Hotel Acom, kennt ihr, also alles wie immer:

Reisebegleiter und Kaffeemaschine raus!

Läuft!

Abends gehen die üblichen Verdächtigen noch essen. Da nehme ich mich dann doch raus. Das Rudelverhalten liegt mir nicht, allein in fremder Umgebung trinke ich nicht (im Gegensatz zu…ach lassen wir das…) und wenn ich mit dem Auto unterwegs bin sowieso nicht. Und mich fahren lassen … ist mir dann zu fremdbestimmt, ach nennt mich Spassbremse, ich hatte keinen Bock. Vielleicht bin ich auch einfach zu gern selbstbestimmt unterwegs.

So bin ich dann noch ein bissel unterwegs gewesen:

Am nächsten Tag erst Meeting…  war auch wieder viel Interessantes dabei. Hier mal ein Blick aus dem Fenster:

Und abends die besagte Weihnachtsfeier. War alles gut, auch essen lecker.

Trotzdem war ich froh, als ich wieder im Hotel war, bin auswärts und mit Auto unterwegs einfach kein Feier- Mensch.

Früh in aller Ruhe gefrühstückt.

Und dann wieder Kilometer-fressen mit Blacky.

Der Samstag war damit auch „verloren“, aber ich konnte noch was neues begucken, worauf ich mich gefreut hatte. Das Paket kam leider erst an, als ich schon weg war. Und der Pirat ist auch immer neugierig, was die Miki da schon wieder bestellt hat :oops:

Guckt:

:teddy: :angel: :teddy: :angel: :teddy: :angel:

Trübe Jahreszeit

Ja,ja…wieder unterwegs.

Erhöhter Schwierigkeitsgrad, Treffen mit Chef. (Wirklich ok., aber ich arbeite lieber allein…aber ich muss halt auch noch lernen…)

Erstmal ein paar Nester unterwegs. Wetter doof. Ich entdecke schon weihnachtliches. Suchbild:

Wird Zeit, dass man damit loslegen kann, das mildert immer die Dunkelheit der Jahreszeit- finde ich.

Ich hab ja inzwischen den Bäcker- Schlecker- Blick:

Das ist lustig, man bekommt nach Bestellung/ Bezahlung eine Klingel mit, wenn’s klingelt, holt man sich sein Zeug:

Das Hotel zu finden, war nicht so einfach. Mein TomTom mag die Wildnis, mein tiefgelegtes Auto nicht. Aber angekommen:

stehe als Nürnberger getarnt zwischen einem Berliner und einem Potsdamer… lustig

Und wirklich hübsch:

Meine Empfehlung für das Landhotel Broda.

Reisebegleiter:

Dann auf Cheffe warten, inzwischen Kaffee genießen:

War dann noch mit Chef essen, lecker dort. Fotos nicht möglich ;-)

Den nächsten Tag im OP im Klinikum verbracht.

Meine Heimreise ist ja nicht so lang, der Chef muss zurück nach Nürnberg und rauscht gleich ab.

Ich hole mir erst noch eine Belohnung. Eines Tages werde ich platzen…

Ziemlich nördlich

Ende Oktober war ich wieder unterwegs. Eigentlich fühle ich mich nicht wie „ich unterwegs“. Wir sind ja „wir“. Blacky, Bimbo, ein Teddy, nicht zu vergessen die Dauer-Autofahrer Yeti und Kodi …und ich. Eben wir.

Über kleinere Nester geht es nach Stralsund.

Eins davon ist Barth. Da komme ich nie wieder hin- Ärzte alle ausgewandert. Ja, so ist es leider, der dort lebende Patient guckt in die Röhre. Und ich auch erstmal, wenn ich da eigentlich potentielle Kunden erwartet habe.

Aber die Seeluft soll genutzt werden, kleine Pause.

Die Wolken türmelten sich verdächtig…hält das Wetter? (Spoiler: nein).

Weiter gehts, erst noch ein Kunde in Stralsund, dann zum Hotel:

 

Reisebegleiter:

Mein nächstes Thema war „Hunger“. Gastronomie gab es im Hotel nicht, also raus, was erbeuten.

Raus. Nach 500 Metern tröpfelt es. Zurück und Schirm geholt. Den Schrittzähler freut’s.

Und mich erst!! Hin ging es ja noch, aber nun durfte man fast schwimmen:

Und als ich – trotz Schirm ziemlich gewässert- fast im Hotel ankam…. hörte es auf… also alles wie immer …. :grrr:


Egal, hab mich froh über Kaffee & Beute hergemacht:

Die Reise- Kaffeemaschine bewährt sich…

Das Frühstück war etwas fad, geschlafen hatte ich gut, aber fehlende Gastronomie, kein Kaffee nachmittags… ich glaube nicht, dass das Hotel an den Bleichen mein Stammhotel in Stralsund wird.

Blacky hat nachts auch wundersames erlebt:

Dann auf zu neuen Taten. Diese führten mich auch ins Zentrum von Stralsund. Hübsch hübsch.

Und dann wieder zu Mann, Kater und Möbeln. Go, Blacky, go!

Marode…. oder so

Naja, etwas böse.

Ich war also wieder auf Reisen und die Übernachtung war in Gotha geplant. Ziemlich spontan, dadurch musste ich mir halt ein Hotelzimmer nehmen, wo noch was frei war. Und der Name war Programm: Hotel Morada.

Die Bewertungen ließen mich das Schlimmste befürchten… es war auch partiell wirklich …gewöhnungsbedürftig…und die Assoziation zu „marode“ fiel nicht schwer. Ist aber auch ein gewagter Name!

Aber erste Erleichterung: hatte einen Parkplatz außerhalb des viel zu kleinen Parkhauses (im Sinne; die Plätze zu winzig und das ganze nur 2m hoch). Zweites Glück: ich hatte nicht auf einer halben, sondern einer „ganzen Treppe“ mein Zimmer, das heißt: ich konnte Fahrstuhl fahren und musste nicht meinen lustigen Kofferturm auflösen und schleppen.

Zimmer. Mit der Größe hatte ich auch Glück, war wirklich positiv überrascht:

Allerding: der Geruch! Altbacken, miefig, muffig… kann ich gar nicht beschreiben. Hat man aber nur ganz kurz gerochen.

Wir waren mit!

Die schlechten Bewertungen der Nasszelle fand ich auch erst übertrieben. Ja gut, etwas überholt… marode :razz: aber erstmal funktional. Als ich mir die (beschriebenen) Fugen ansah, hat es aber auch mich ganz schön geschüttelt. Also nicht hingucken. Beim Duschen alles mit Handtüchern ect. auslegen, die Duschwanne, Waschbecken…war alles i.O.

Blick vom Balkon, da hätte ich mein Gepäck fast in den Kofferraum werfen können.

Gastronomie in dem Sinne gabs nicht, ich hätte aber einen Kaffee trinken können. Das hab ich gelassen, aus Gründen:

Hatte allerdings „meine“ Tassen vergessen, also musste ich mir eine aus der Küche holen: 1. dummes Gesicht. 2. Tasse mit Riß in der Glasur. Marode eben.

Futter ging diesmal so:

Hab ich mir auf einer kleinen Runde besorgt, habe eine neue Withings- Uhr, die zeichnet das lustig auf:

So war ich bei herrlichem Wetter noch ein bissel draußen, gut so!

Dann noch ein bissel gearbeitet, später aufs Bett (in Bequem-Klamotten), TV glotzen, hatte auch Dienstrechner mit.

(Daher ist die Kaffeemaschine auch so praktisch, Kaffee geht bei mir immer. Und das Zimmer roch auch gleich besser :razz: )

Skurril wurde es beim Frühstück. Und auch das hatte ich gelesen. Es wird platziert! Wirklich! Aber: mich hatten sie vergessen. Und als ich mein Entsetzen deutlich zeigte, hab ich einen guten Platz bekommen mit dem Rücken zur Wand und Blick in den Raum. Das Glück hatten nicht alle! Da waren kaum Leute und trotzdem wurden die Gäste zum Teil mit dem Gesicht zur Wand gesetzt! Und diese haben das klaglos hingenommen. Ich konnte das nicht so auffällig fotografieren, aber wer macht denn so was? In einer Ecke hocken alle dicht an dicht (sie gehörten nicht zusamen).

Naja, nicht meine Baustelle. Mein Frühstück:

Das war gewollt spartanisch. Der Aufschnitt war wellig und abgezählt. Kuchen gabs nicht, Nutella auch nicht. Dann eben so mit ’nem Ei, war ok.

Jetzt steht eine Weile nichts mit Übernachten an, Kongress in Berlin und alles andere auch mit Rückfahrt am gleichen Tag. Weiß immer gar nicht, was anstrengender ist…

Selten so enttäuscht

Endlich war es soweit: Rostock. Bin ja bisher in meiner Mission seit September 2018 mehr im Süden unterwegs, nun sollte es in mein altes Kampfgebiet gehen (da ist einfach kundentechnisch weniger los).

Also geguckt, wann im Lieblingshotel was frei ist und so geplant.

Ich mache das dann immer so, dass ich ein Gebiet bis 1,5 h vom Hotel weg bearbeite (oder ich pirsche mich langsam ran). Dann hab ich es nicht mehr so weit und am nächsten Tag ist das Gebiet in Hotelnähe dran. Zumindest fange ich dort an. So weit, so gut, so geschehen.

Bis dahin mein Lieblingshotel: Hotel Warnow / Rostock.

Nachdem ich mich deutlich bemerkbar gemacht habe, wurde ich von einem dicklichen jungen Mann begrüßt. Das ging bei den Mädels früher besser, aber kann ja mal vorkommen.

Aber das Begrüßungsgetränk (in meinem Fall ein Kaffee) gibt es nicht mehr. Dumm guck. Nun mischte sich von der Seite noch so ein junger Mann mit blödem Haarpuschel auf dem Oberkopf (ihr wißt schon…) ein. Was er laberte hab ich vergessen, am Ende kam aber raus, ich kann „draußen“ einen Kaffee trinken.

(Sowas meinte ich, ihr versteht?):

Zimmer: ich war mindestens schon 5x im Hotel Warnow aber so ein bescheidenes Zimmer hatte ich noch nie:

Das ist auch wirklich alles, das 2. Bild ist vor Schreck unscharf geworden, aber neben dem Bett gehts in die Nasszelle und das Foto mache ich von der Eingangstür aus. Mehr is nich.

Den Reisebegleitern war das erstmal egal. (Aber seht ihr die zerschrammte Rückenfront?)

Nun musste ich also auf kostenpflichtige Kaffee- Suche gehen:

Zwar schön gelegen an der Warnow, aber mit Plastik- Pavillon- Flair (guckt Artikelbild). Offenbar muss das Hotel das Gebiet dahinter für den Durchgangsverkehr frei geben, das wird gnadenlos monetarisiert:

Kaffee hat nicht geschmeckt und die Kartoffeln hab ich wegen mega- fettig auch bereut.

Als ich wieder hoch ging, fragte ich einen der Hipster- Gang (noch einer, die sitzen da immer hinter Notebooks versteckt und reagieren wachen auf nach Ansprache), ob ich denn nun das schlechteste Zimmer hätte. „Nein, das darunter ist (noch) schlechter, da sieht man nichts, nur Pavillon.“ Sagt der auch noch! Das schlechteste ist also Zimmer „Stadt Mitte“. Na ich werde es nicht erleben!!

Mein Ausblick für Arme (Achtung, ich war auch von diesem Hotel anderes gewöhnt!):

So, für mich sieht das nach schwerem Kurswechsel (vielleicht auch Betreiber-) aus. Wo sind nur die netten Mädels, die nette Frage, ob alles ok ist. Die LED Kerzen im Zimmer (hab ich geliebt, wachste nachts auf, sind die fremden Ecken ausgeleuchtet (= weniger blaue Flecken)… Keine Gummitierchen mehr auf dem Kopfkissen, keine Pflegeprodukte, Nagelfeile ect. mehr, keine 2. Bettdecke (jedenfalls nicht freiwillig, im Schrank hab ich was gefunden). Da fühlt man sich als Frostbeule gleich schlecht…. Das große Zimmer neben mir war offensichtlich frei (oder gibt es Leute, die nie Licht machen?), man hätte mich also auch upgraden können… (und ich würde evtl. dieses Hotel noch auf der Liste haben…)

Naja, nun weiß ich das.

Wenigstens das Frühstück war gut wie immer.

Hab mal den Architekt bedauert: das Hotel ist eindeutig auf die Warnow ausgerichtet (diese ist rechts nicht zu sehen), der hatte sicher nicht auf dem Schirm, dass dann alles mit Billig- Pavillons zugestellt wird. Da kiekste und siehst nüscht.

Nun ja, Rostock war dann auch nicht so richtig nett zu mir. Bin aber wieder gut bei Pirat, Kater und Möbeln gelandet.

Beute gemacht an der See

Wenn ich nicht auswärts schlafe, werden es schon mal 500 bis 600 Kilometer insgesamt am Tag.

Bei der Versorgung ist das nicht schlimm…. nomnomnom…

Und wenn ich schon mal oben bin…will ich auch was sehen… und auch mal was schönes mitbringen.

So hab ich mal Tante Google bemüht und mein Ziel nach getaner Arbeit war Kröslin.

Warum?

Weil es da eine hochgelobte Fischräucherei gibt.

Und ich kann bestätigen: mega!

Lecker Beute, schön nach Hause getragen und mit dem Pirat aufgemampft!

:droling:

Weiter geht’s….

War wieder unterwegs. Bin ich ja 4x pro Woche… normalerweise. Ein Tag Bürotag, 4 Tage draußen. Manchmal wegen Veranstaltungen mehr draußen, auch am Wochenende, aber eher selten. Und hier erzähle ich meist nur von Übernachtungs- Dienstreisen. Weil: die Reisebegleiter bestehen drauf. Ist schon ein Kampf, wer denn nun mit darf (von den Teddys, Bimbo ist ja fest gebucht), aber wenn schon so selten mit, wollen sie wenigstens in dieses WWW….

Also bitte:

Jetzt haben sie auch noch vorgedrängelt…

Das ist das Globana- Hotel Schkeuditz. Nichts besonderes, eine bewährte Sache und schön zentral in der Gegend Halle/ Leipzig gelegen.

Zimmer:

Netter Versuch: seht ihr den Wasserkocher? Vielleicht steht da ja eines Tages eine Kapsel- Kaffeemaschine.

Hier ist aber die Gastronomie gut, räumlich wie inhaltlich. Für mich gab es das:

Gut geschlafen, gut gefrühstückt…

Weiter geht’s…..

Manchmal ist der Wahnsinn mit mir… unterwegs…

Am Dienstag Vormittag einen Termin in Erfurt, vier Stunden später in Jena. Das passt ganz gut. Aber dann noch nach Hause? Dann komme ich völlig kaputt zurück und hab locker 800 Kilometer auf der Uhr. Das ist mir zu viel, also mache ich noch für den Mittwoch Termine in Chemnitz und schlafe dort.

So geschehen.

In der letzten Kurve zum Hotel sah ich folgendes:

„Prima“ dachte ich. So ist Kaffee und Kuchen gerettet.

Reisebegleiter befreit,

wohlwollend Kaffeemaschine im Zimmer entdeckt (nicht doll, aber immerhin).

Es war 17.10 Uhr.  Im Kaffee- Ding angekommen: „Wir haben schon zu, aber vielleicht finden Sie noch was!“ Traurige Bestände an Kuchen angeguckt, Kaffee „hatte sie keinen mehr“. Gegangen.

„Nicht schlimm“ gedacht, weil Hotel hat Restaurant.

Draußen an der aufgehängten Karte Bergische Waffeln mit Himbeeren, Eis und Sahne ausgesucht. 17.25 Uhr. Erfahren, dass der Koch erst 18 Uhr kommt, vorher nix..

Hoch ins Zimmer, Kaffee getrunken.

Mit Google Maps einen Lidl gesucht. Limbacher Straße 31, Chemnitz. Navi gefüttert und los.

Komisch gefahren, Kurven, die Straßen wurden immer dünner. Ziel erreicht. Guckt:

Hunger!! Pferdeschinken??

Google nochmal befragt: falscher Ortsteil, na da kommste (in so …einer… kleinen Stadt… ) doch nicht drauf. Bei „Bahnhofstraße“, „Schulstraße“, „Dorfstraße“ ect. bin ich immer vorsichtig, bei Limbacher Straße wäre ich da nicht drauf gekommen. Also alles neu und weiter. Stau! Baustellen! Aber irgendwann bin ich doch angekommen.

Meine Beute:

Unbebildert ziemlich alles aufgefuttert (in den Tüten leckere Brötchen und ein Teilchen!) :angel:

Ich hatte aber auch Hunger wie ein wildes Tier und die Irrfahrt dauerte am Ende eine Stunde! Und das, nachdem ich gedanklich schon einen Bäcker geplündert und eine Waffel vernascht hatte!!

Aber sonst war das Hotel ok., dachte ich.

Aufsteh- Kaffee:

Aber beim Frühstück ging’s noch mal los: habe mir einen kleinen Tisch ausgesucht, der war aber nicht jungfräulich. Also gut sichtbar Handy und Zimmerschlüssel postiert und auf frisches Gedeck gehofft.

Hat aber nicht geklappt. Also hab ich mir alles (an Nachbartischen) selbst zusammengesucht. Und habe mir 3x Cappuchino geholt, einmal mit einem Extra- Espresso drin, da war ich dann wach. Sie haben die Kaffeemaschine gut versteckt, aber inzwischen bin ich Profi…also nicht mit mir ;)

Später hat man nach Bitte darum den Müll meines Vorgängers entfernt. Dann hatte ich alles, was ich brauchte.

Danach war die „Pech“- Strähne vorbei, hat alles gut geklappt, Blick auf die Klinik

und dann noch ein Bild von einem Abrissopfer:

Irgendwie bin ich da immer traurig, war ich früher (seeehr lange her!) mal so glücklich mit Mann und Baby so eine damals moderne Wohnung bekommen zu haben. Versuche mir immer vorzustellen, was so ein Haus alles erlebt hat… und dann wird es abgerissen…und andere werden gehegt und gepflegt, modernisiert, saniert…weil irgendwer von irgendwas darin mal gewohnt hat…  Hab schon schöne, individuelle Lösungen gesehen, was man mit diesen Bauten machen kann, Wohnungen verbinden, nebeneinander oder übereinander, Wände rausnehmen, damit riesige Terrassen entstehen…aber das hat alles keine Lobby in der Wegwerfgesellschaft…. und die Ost- Häuser erst recht nicht. (Guckt euch mal das häßliche Gropius- Viertel in Berlin an!) Aber lassen wir das… allerdings fühle ich mich in „meinem Gebiet“ irgendwie überall zu Hause. Weil es auch in mir bis dahin fremden Städten Häuser / Gebäude gibt, die ich denke, schon mal gesehen zu haben…. das hat was…

Schön wäre, die Häuser dürften bleiben und würden einfach optisch und inhaltlich aufgewertet werden. Aber das nur am Rande….